Rodeos – Ein Relikt aus dem Wilden Westen

Eines der wenigen heute noch aktuellen Relikte aus der Zeit des Wilden Westens a la Hollywood sind die Rodeos, die noch in vielen Städten der USA während der Hauptreisezeiten veranstaltet werden.

Eines der wenigen heute noch aktuellen Relikte aus der Zeit des Wilden Westens a la Hollywood sind die Rodeos, die noch in vielen Städten der USA während der Hauptreisezeiten veranstaltet werden.

In der Sache geht es um einen Wettkampf, bei dem Reiter ihr Können beim Reiten und Einfangen von Pferden und Rindern zeigen. Den Ursprung hat die Sportart in der ehemals harten Arbeit der Cowboys beim Zusammentreiben des Viehs. Heute besteht ein Rodeo meist aus fünf regulären und zusätzlichen Wettkämpfen. Die Sieger erhalten Geldpreise.

    Die regulären Wettkämpfe sind:
  • Reiten auf gesattelten Wildpferden (Saddle Bronc Riding)
  • Reiten auf ungesattelten Wildpferden (Bareback Bronc Riding)
  • Bullenreiten (Bull Riding)

Bei diesen Reiterwettbewerben gilt es, sich mindesten 8 Sekunden auf dem Rücken des bockenden Tieres zu halten. Einziger Halt ist ein Griff an dem Gurt, der um das Tier gespannt ist. Beim Reiten auf dem ungesattelten Pferd und beim Bullenreiten darf der Reiter das Tier mit der "freien" Hand nicht berühren, sonst wird er disqualifiziert. Beim Reiten auf gesatteltem Pferd müssen beide Füße des Reiters während des Ritts in den Steigbügeln bleiben. Das Erreichen der 8-Sekunden-Marke wird durch ein Hupsignal angezeigt, dann vergibt das Kampfgericht Punkte für die mehr oder weniger perfekte Haltung des Reiters während des Ritts.

Die bei Rodeos eingesetzten Wildpferde nennt man Broncos. Dies ist ein Pferd, das buckelt und versucht, den Reiter abzuwerfen, sobald er versucht aufzusteigen. Die Bezeichnung stammt aus dem Spanischen, wo Potro bronco “nicht zugerittenes, junges Pferd” bedeutet.

  • Niederringen von Stieren (Steer Wrestling): Hier versucht der Reiter einen laufenden Stier durch Herabgleiten vom Pferd an den Hörnern zu packen und ihn zum Stehen zu bringen. Er verdreht den Kopf des Stieres bis dieser zu Boden fällt. Entscheidend ist auch hier die Zeit, die benötigt wird, um das Tier Niederzuringen.
  • Einfangen von Kälbern mit dem Lasso (Calf Roping): Beim Kälberfangen geht es darum, möglichst schnell vom Pferd aus ein Kalb mit dem Lasso, das am Sattel befestigt ist, einzufangen. Kommt das Kalb zum Stehen, bewegt sich das Pferd so, daß das Lassoseil gespannt bleibt und der Reiter steigt ab und bindet dem Kalb mindestens drei Beine zusammen.
    Als Zusatzwettkämpfe kommen in Betracht:
  • Tonnenrennen (Barrel Racing): Hier muss ein bestimmter Kurs zwischen einem Parcours von Tonnen zurückgelegt werden. Wirft ein Reiter eine Tonne um, werden seiner Zeit Strafsekunden hinzugerechnet. Der schnellste Reiter gewinnt. Dies ist die einzige Rodeo-Sportart für Frauen.
  • Einfangen von Rindern mit der Mannschaft (Team Roping): Zwei Reiter versuchen in kürzester Zeit ein Kalb zu fangen. Der eine Reiter (the header) wirft das Lasso um die Hörner des Tieres, der andere (the heeler) um dessen beide Hinterbeine. Die Zeit wird gestoppt, wenn beide Pferde in Richtung des Rindes stehen und die Lassos gespannt sind.

Zu den wichtigsten Akteuren in der Arena gehören die Clowns, Bullfighter und Barrell man. Sie haben den undankbaren Job, den Stier von seinem Hauptziel, dem Cowboy abzulenken, damit dieser unversehrt die Arena verlassen kann.

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