Route 66 – Die Mutter aller Straßen

Die Route 66 ist eine einst 3.939,67 Kilometer lange Strecke von Chicago (Illinois) nach Santa Monica (Kalifornien). Heutzutage ist die nicht mehr durchgehend befahrbare Route 66 ein Anziehungspunkt für Touristen und Nostalgiker..

Gibt es Menschen in der westlichen Welt, die noch nichts von der „Route 66“ gehört haben? Wenn ja, dann handelt es sich dabei sicher um eine kleine Minderheit. Keine Einwände also, wenn die Straße als „berühmt“ bezeichnet wird.

Aber sentimental? Kann eine Straße sentimental sein? Oh ja, sie kann! Dann zum Beispiel, wenn sie (eigentlich) gar nicht mehr existiert, gleichzeitig viele aber immer noch von ihr träumen und sie nach wie vor liebend gern befahren würden. Wenn sie ein Sinnbild für wichtige Phasen in der Geschichte der Nation ist und diese sogar entscheidend mitgeprägt hat. All das trifft auf die „Route 66“ zu, die einst durch acht US-Bundesstaaten von Chicago im Osten über 3945 Kilometer nach Santa Monica in Kalifornien führte.

1926 wurde die Straße offiziell als „Route 66“ ins Leben gerufen, ein Jahr später folgten die ersten Schilder. Was dann kam, waren knapp 60 Jahre mal pragmatischer, mal gefühlsbeladener Nutzung, ein ständiger Wandel in der Routenführung, den Straßenbelägen und der Nutzung bestimmter Streckenabschnitte. Schließlich, am 27. Juni 1985, das Ende. Die Verkehrssituation verlangte nach neuen Lösungen, die Interstate Highways gewannen an Bedeutung. Die Straße verfiel stellenweise, andere Teile wurden herabgestuft. Doch das Charisma der „Route 66“ überdauerte.

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Von der „Route 66“ zur „Historic Route 66“

Die „Historic Route 66“ ist eine Touristenroute, die sich aus Abschnitten der einstigen „Route 66“ zusammensetzt.

Die „Historic Route 66“ ist eine Touristenroute, die sich aus Abschnitten der einstigen „Route 66“ zusammensetzt.

Vor allem in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die „Route 66“ fast schon zu so etwas wie einer Marke. Ganze Heerscharen von Hippies aus aller Welt pilgerten auf ihr mit Motorrädern, VW-Bussen und allen möglichen anderen Gefährten den Kultzielen in Kalifornien entgegen. Los Angeles, San Francisco – das waren damals Synonyme für ein freies, unbeschwertes Leben. Über der „Route 66“ schwebte der nach Benzin riechende Duft von Abenteuer und Freiheit, von Easy Ridern und Harley Davidsons. Bis heute gehen Menschen auf Spurensuche nach dieser Zeit, immer in der Hoffnung, die großen Gefühle wiederbeleben zu können. Möglich ist das inzwischen auf der sogenannten Historic Route 66. Unter diesem Namen firmiert eine Touristenroute, die sich aus Originalabschnitten der einstigen Route 66 zusammensetzt. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Abschnitte nicht mehr zusammenhängen, doch über relativ weite Strecken kann man die weltberühmte Straße auch heute noch abfahren.

Die Streckenführung von Ost nach West

Knapp 4000 Kilometer ist die „Route 66“ einst lang gewesen. Von Chicago im Nordosten aus führte sie durch die US-Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico und Arizona, bevor sie schließlich in Kalifornien ankam.

Die Hippies haben sie zwar weltweit berühmt gemacht, doch ihre eigentliche Bedeutung liegt ganz woanders. Der große Treck an Siedlern, der sich in den Pionierzeiten von Ost nach West aufmachte, musste noch mit unbefestigten Wegen Vorlieb nehmen. Doch mit einer zunehmenden Industrialisierung und auch mit einer zunehmenden Mobilität wurde die Notwendigkeit einer durchgängigen Straße immer deutlicher. Vor allem, als in den „Dirty Thirties“ immer mehr Menschen vor den Folgen verheerender Sandstürme nach Westen flüchten mussten, wurde die Straße zu einem Segen. Das galt auch für die Opfer der großen wirtschaftlichen Depression, die ebenfalls in den Dreißiger Jahren für enorme Probleme sorgte. Entlang der Route 66 entstanden damals jene Menge kleiner Unternehmungen (so genannte mom-and-pop-businesses) mit denen Familien sich – und natürlich auch die Autofahrer auf der Route 66 – über Wasser hielten. Bis heute haben einige überdauert. Zur großen Freude vieler nostalgischer Fans der Route 66 kann man etwa immer noch an Benzinpumpen im Retro-Look tanken.

Mit dem Mietwagen über die Route 66

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Die Route 66 heute

Viele Biker und Oldtimer-Liebhaber nutzen die unendlichen Weiten der Route 66 für einen Trip.

Viele Biker und Oldtimer-Liebhaber nutzen die unendlichen Weiten der Route 66 für einen Trip.

Das Original ist tot, es lebe die Kopie. So, wie die Rote 66 einmal gewesen ist, wird es sie nicht wieder geben. Das bedeutet nicht, dass man die Strecke nicht nachempfinden könnte. Tatsächlich bieten Reiseunternehmen „Route 66 Touren“ an und leben damit sehr gut. Wer die Strecke auf eigene Faust abfahren möchte, der sollte mindestens zwei Wochen Zeit einkalkulieren. Von Chicago geht es dabei zunächst 220 Meilen in Richting Springfield in Illinois. Bitte einen Zwischenstopp in Pontiac einlegen und die Route 66 Hall of Fame besuchen. Von Springfield geht es weiter nach St. Louis; dabei befährt man einen Teil der originalen Route 66 aus den Dreißiger Jahren. Das nächste Etappenziel wäre erneut Springfield, diesmal aber Springfield in Missouri. An diesem Streckenabschnitt gibt es noch viele Mom-and-pop-businesses, also unbedingt die Kamera in Dauerbereitschaft halten! Weiter geht es nach Oklahoma City und Amarillo. Auf dem Weg dahin bitte in Clinton anhalten und das Route 66 Museum (2229 W Gary Blvd, okhistory.org/sites/route66.php) besuchen. Die nächsten Stationen sind dann Santa Fe, Albuquerque, Holbrook und Williams am Grand Canyon. Allein diese Stationen verdeutlichen, durch welch faszinierende Staaten und Landschaften die Route 66 führt. Doch es geht noch weiter. Auf dem Weg nach Westen geht es noch nach Las Vegas, bevor schließlich Los Angeles und Santa Monica erreicht sind. Hier endet die Straße, danach kommt nur noch der endlose Pazifik.

Route 66 – Fakten

  • knapp 60 Jahre lang die erste durchgängige Ost-West-Verbindungsstraße in den USA
  • in ihren besten Jahren 3945 Kilometer lang
  • berühmt geworden in den großen wirtschaftlichen Depression durch US-Wirtschaftsmigranten und in den Siebziger Jahren durch die Hippies

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