Gesundheit – Damit Sie gesund durch die USA kommen

Vor der Reise sollte man sich bezüglich eventueller Krankheitsfälle in den USA informieren. Oft bringt die Reise als solche kleinere Krankheiten mit sich.

Vor der Reise sollte man sich bezüglich eventueller Krankheitsfälle in den USA informieren. Oft bringt die Reise als solche kleinere Krankheiten mit sich.

Zunächst sei zu erwähnen, dass die Internetseite des Centrums für Reisemedizin eine empfehlenswerte Lektüre darstellt. Außerdem erhalten ADAC-Mitglieder unter der Nummer 089 76 76 77, AOK-Mitglieder unter der 089 76 76 42 00 und BARMER-Mitglieder unter der 089 76 76 44 00 Beratung.

Leistungsumfang dieser Serves ist die Zusammenstellung der wichtigsten Infos als Länderbriefe für alle Reiseziele, Adressen von deutsch/englisch sprechenden Ärzten am Reiseziel, Sprachführer für Apotheken im Ausland (viersprachig), länderspezifische Impfempfehlungen, Informationen zu örtlichen Gesundheitsrisiken und zur aktuellen Malariasituation, aktuelle Meldungen zum regionalen Auftreten verschiedenster Krankheiten, Merkblätter zu den verschiedensten reisemedizinischen Themen (Reisekrankheit, Impfkalender, Mückenplage, Flugreisetauglichkeit, Economy Class Syndrom, Reisen mit dem Hund, Gifttiere im Meer, Tipps für Individual- und Rucksackreisen usw.)

Das amerikanische Gesundheitswesen ist eines der besten auf der Erde, aber auch eines der teuersten. Nur wer gut zahlt, wird auch optimal versorgt. Der Versicherungsschutz ist daher ein wichtiger Bestandteil der Reisevorbereitung.

Notruf

Im Notfall können folgende Adressen hilfreich sein:

  • Reisemedizinischer Notruf München
    Welchen Arzt und welches Krankenhaus muß ich konsultieren und wie bekomme ich Hilfe ohne eine Versicherung?
    Rund um die Uhr steht ein kompetentes Ärzteteam zur Verfügung.
    Telefon: +49 89 74 55 07 16
    Telefax: +49 89 74 55 07 99
  • Medical Helpline Worldwide (MHW)
    Tel. +49 89 74 55 07 17
  • ADAC Notruf
    Tel. +49 89 76 76 76
  • Reisemedizinische Beratung des Malteser Service Centers (MSC)
    Tel. +49 221 98 22 – 444

Impfungen

Impfungen sind grundsätzlich nicht erforderlich. Soweit man aus Infektionsgebieten kommt, sind Schutzimpfungen jedoch mittels des Internationalen Impfscheins nachzuweisen.

Vergiftungen

Wenn ein Kleinkind mit Putzmittel spielen möchte, sollten die Alarmglocken läuten. Bei Verdacht auf Vergiftung gilt der Grundsatz: Rest ausspucken, den Mund auswaschen und reichlich Wasser oder Tee trinken.

Wenn ein Kleinkind mit Putzmittel spielen möchte, sollten die Alarmglocken läuten. Bei Verdacht auf Vergiftung gilt der Grundsatz: Rest ausspucken, den Mund auswaschen und reichlich Wasser oder Tee trinken.

Bei Verdacht auf Vergiftung, insbesondere wenn Kleinkinder etwas verschluckt haben, gilt der Grundsatz: Rest möglichst ausspucken, den Mund auswaschen und reichlich Wasser oder Tee trinken. Erbrechen sollte grundsätzlich nicht ausgelöst werden! Bei vermuteter Vergiftung von Kleinkindern gelten folgende Verhaltensweisen als erste Maßnahmen als empfehlenswert:

  • Wasser, Tee oder Saft zu trinken geben (keine Milch!)
  • Giftnotrufzentrale anrufen, für Kinder gilt die nachfolgende Giftnotrufnummer Berlin (030 19240)
  • Wenn Entschäumungsmittel gegeben werden sollen: 1 Teelöffel reicht, nicht mit anderen Mitteln mischen. Dies genügt bei schäumenden Handspülmitteln, Vollwaschmitteln, Seifen und Allzweckreinigern.
  • Wenn Aktivkohle gegeben werden soll: 2 Beutel zu je 5 Gramm in ein Glas Wasser geben, gut mischen und dann die Lösung trinken.
    Die Giftnotrufzentrale will folgende Angaben:
  • Was und wie viel wurde eingenommen?
  • Wann und wo wurde die Substanz eingenommen?
  • Wie alt ist das Kind?
  • Wie geht es dem Kind?
  • Was wurde bereits unternommen?
  • Wer meldet den Notfall (Telefonnummer für Rückruf nennen)?

Nähere Verhaltensregeln kann man dann individuell bei den Giftnotrufzentralen telefonisch abfragen. Anschriften, Telefon- und Faxnummern der deutschen Giftnotrufzentralen, die man am besten vor der Reise notiert, findet man im Internet unter giftnotruf.de – Hier gibt es auch zahlreiche Informationen zum Thema Vergiftungen. Die Tag und Nacht erreichbare Telefonnummer des Giftnotruf Berlin lautet +49 30 19240.

    Innerhalb Deutschlands bestehen folgende Giftinformationszentren
  • Berlin
    BBGes – Giftnotruf Berlin
    Inst. f. Toxikologie
    Klinische Toxikologie und Giftnotruf Berlin
    Oranienburger Straße. 285
    13437 Berlin
    Tel.: 030/19240, Fax: 030/30 686 799
    mail@giftnotruf.de
    www.giftnotruf.de
  • Bonn
    Informationszentrale gegen Vergiftungen
    Zentrum für Kinderheilkunde
    Universitätsklinikum Bonn
    Adenauerallee 119
    53113 Bonn
    Tel.: 0228/19240 und 0228/287-33211; Fax: 0228/287-33278 oder -33314
    gizbn@ukb.uni-bonn.de
    www.giftzentrale-bonn.de
  • Erfurt
    Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder
    Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
    Nordhäuser Str. 74
    99089 Erfurt
    Tel.: 0361/730 730; Fax: 0361/730 7317
    ggiz@ggiz-erfurt.de
    www.ggiz-erfurt.de
  • Freiburg
    Zentrum für Kinder und Jugendmedizin
    Vergiftungs-Informations-Zentrale
    Mathildenstraße 1
    79106 Freiburg
    Tel.: 0761/19240; Fax: 0761/270 4457
    giftinfo@uniklinik-freiburg.de
    www.giftberatung.de
  • Göttingen
    Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord)
    Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität
    Robert-Koch-Str. 40
    37075 Göttingen
    Tel.:0551/19 240
    Fax: 0551/38 31 88 1
    giznord@giz-nord.de
    www.giz-nord.de
  • Homburg
    Informations- und Beratungszentrum für Vergiftungsfälle
    Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
    Universitätsklinikum des Saarlandes, Geb. 9
    66421 Homburg/Saar
    Tel.: 06841/19240 (Notfall) 06841/1628336 (Sekretariat);
    Fax: 06841/1621109
    giftberatung@uniklinikum-saarland.de
    www.uniklinikum-saarland.de/giftzentrale
  • Mainz
    Giftinformationszentrum (GIZ) der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
    Klinische Toxikologie
    Universitätsklinikum
    Langenbeckstraße 1
    55131 Mainz
    Tel.: 06131/19240; oder 0700-GIFTINFO; Infoline: 06131-23 24 66;
    Fax: 06131/23 2468 oder 06131/280556
    mail@giftinfo.uni-mainz.de
    www.giftinfo.uni-mainz.de
  • München
    Giftnotruf München
    Toxikologische Abteilung der II. Med. Klinik und Poliklinik, rechts der Isar der Technischen Universität München
    Ismaninger Straße 22
    81675 München
    Tel.: 089/19240;
    tox@lrz.tu-muenchen.de
    www.toxinfo.org
  • Nürnberg
    Giftnotrufzentrale Nürnberg
    Med. Klinik 1, Klinikum Nürnberg
    Lehrstuhl Innere Medizin-Gerontologie, Universität Erlangen-Nürnberg
    Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
    90419 Nürnberg
    Giftnotruf: 0911/398-2451
    Tel.: 0911/398 2665, Fax: 0911/398 2205
    giftnotruf@klinikum-nuernberg.de

Der Giftnotruf der Vergiftungsinformationszentrale des Allgemeinen Krankenhauses Wien ist +43-1-406 43 43, www.meduniwien.ac.at/viz/. Die Notfallnummer des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums lautet 01 251 51 51, www.toxi.ch. Bei Vergiftungen gilt folgende Telefonnummer des Poison Control Center: 1-800-922-1117

Reisemedizinische Internetseiten

Gesundheitshinweise zu allen Regionen dieser Erde und speziell auch zu Nordamerika gibt es auf der Internetseite des National Center for Infectious Deseases – Travellers’ Health. Zur weiteren und detaillierteren Information zu Themen rund um die Reisemedizin seien insbesondere folgende Internetseiten empfohlen:

  • Centrum für Reisemedizin, www.crm.de
  • Tropenmedizinisches Institut der Ludwigs-Maximilian-Universität in München, www.fit-for-travel.de
  • Die Reisemedizin, www.die-reisemedizin.de
  • Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V., www.dtg.org
  • Reisemedizinisches Zentrum des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin Hamburg (BNI)
    Reiseinformationen, Länderdatenbank, ausführlicher Service für 20 Euro
    www.gesundes-reisen.de
  • Deutsche Gesellschaft für Reise- und Touristik-Medizin e.V.
    Länderdatenbank, Hinweise zu einzelnen Erkrankungen
    www.drtm.de
  • Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e.V., www.dgk.de

Ärzte und Apotheken

Wo der nächste Arzt (physician), das nächste Krankenhaus (hospital) oder die nächste Apotheke (pharmacies) liegt, erfährt man in den USA aus den Yellow Pages (Gelbe Seiten).

Wo der nächste Arzt (physician), das nächste Krankenhaus (hospital) oder die nächste Apotheke (pharmacies) liegt, erfährt man in den USA aus den Yellow Pages (Gelbe Seiten).

Den nächsten Arzt (physician) oder das nächste Krankenhaus (hospital) erfährt man aus den Yellow Pages (Gelbe Seiten). Im Krankenhaus sucht man im Ernstfall die Notaufnahme (emergency room) (rund um die Uhr besetzt). Die Adresse des nächsten Zahnarztes ist unter der Tel. 1-800-DENTIST zu erfragen.

Apotheken (pharmacies) befinden sich als besondere Abteilungen in den Drugstores (einer Art Drogerie) und Supermärkten (z.B. Walgreens). Dass in der Umgebung von Tabletten Kaffee, Würstchen und vielerlei andere Waren angeboten werden, darf Sie nicht stören. Viele Medikamente sind rezeptpflichtig (prescription). Nicht rezeptpflichtige Medikamente (Schmerztabletten usw.) sind meist wesentlich günstiger zu erwerben als hierzulande. Einen Beipackzettel gibt es nicht, die Einnahmedosis ist auf dem Etikett der Flasche oder Packung angegeben.

Die Öffnungszeiten sind normalerweise von 9 bis 18 Uhr, in Innenstädten auch bis 21 oder 24 Uhr. Viele Medikamente sind rezeptpflichtig (prescription). Nicht rezeptpflichtige Medikamente (Schmerztabletten wie Aspirin usw.) sind meist wesentlich günstiger zu erwerben als hierzulande. Einen Beipackzettel gibt es nicht, die Einnahmedosis ist auf dem Etikett der Flasche oder Packung angegeben. Die Rezeptpflicht wird sehr ernst genommen. Wer Medikamente mit sich führen muss, sollte sich die medizinische Notwendigkeit vorher vom Hausarzt bestätigen lassen, um Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Rezepte einlösen

In den USA von einem europäischen Arzt ausgestellte Rezepte in dortigen Apotheken einzulösen ist nicht unproblematisch, weil die amerikanischen Arzneimittelbezeichnungen nicht unbedingt den hiesigen entsprechen. Sie können im Gegenteil sogar andere Wirkstoffe bei gleichem Namen enthalten. Die Stiftung Warentest nennt in ihrer Zeitschrift „test“ Nr. 5/2006 unter Bezugnahme auf die US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA folgende Beispiele für Namensverwechslungen:

  • Cloderm – enthält in Deutschland das Antipilzmittel Clotrimazol, in den USA ist es eine kortinsolhaltige Salbe
  • Vivelle – ein Österreicher bekommt in den USA ein Präparat gegen Wechselbeschwerden
  • Nopramin – enthält in Spanien den Magengeschwür-Wirkstoff Omeprazol, in den USA das Antidepressivum Desipramin
  • Rubex – beinhaltet in Irland Vitamin C, in den USA das Zytostatikum Doxorubicin.

Hinweis: Grundsätzlich sollten Sie benötigte Arzneimittel in ausreichendem Umfang von zu Hause auf die Reise mitnehmen und sich von ihrem Hausarzt schriftlich zusätzlich bestätigen lassen (in englischer Sprache), dass Sie diese Arzneien zum gesundheitlichen Wohlbefinden benötigen. Diese Bestätigung kann bei etwaigen Beanstandungen im Rahmen der Zollkontrolle bei der Einreise hilfreich sein. Müssen Sie ein Rezept in den USA einlösen, so sollten Sie eine entsprechende europäische Arznei mitnehmen oder – besser – ein Wirkstoff-Rezept von ihrem Arzt ausstellen lassen. Beschreibungen der in den USA zugelassenen Arzneimittel bietet die Internetseite Drugs@FDA.

Betäubungsmittel und Substitutionsmittel auf Reisen

Zwar weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) darauf hin, dass Patienten Betäubungsmittel, die nach den Bestimmungen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) von einem Arzt verschrieben wurden, in einer angemessenen Menge mitführen dürfen, jedoch gibt es dafür keinen international einheitlichen Rechtsrahmen.

Zwar weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) darauf hin, dass Patienten Betäubungsmittel, die nach den Bestimmungen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) von einem Arzt verschrieben wurden, in einer angemessenen Menge mitführen dürfen, jedoch gibt es dafür keinen international einheitlichen Rechtsrahmen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn weist darauf hin, dass Patienten grundsätzlich Betäubungsmittel, die nach den Bestimmungen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) von einem Arzt verschrieben wurden, in einer der Reisedauer angemessenen Menge als persönlichen Bedarf mitführen dürfen. Allerdings bestehen keine international harmonisierten Bestimmungen  für die Mitnahme von Betäubungsmitteln als medizinischen Bedarf der Reisenden.

Bei Reisen bis zu 30 Tagen in Mitgliedstaaten des Schengener Abkommens (Deutschland, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn) soll die Mitnahme von ärztlich verschriebenen Betäubungsmitteln mit einer vom Arzt ausgefüllten und durch die zuständige oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle beglaubigten Bescheinigung erfolgen.

Bei Reisen in andere Länder rät die Bundesopiumstelle, eine ärztliche Bescheinigung, möglichst in englischer Sprache, ausstellen zu lassen, die Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, Wirkstoffbezeichnungen und Dauer der Reise enthält, und diese bei der Reise mitzuführen. Informationen und Formulare zu diesem Themenkreis gibt es auf den Internetseiten des BfArM.

Auch für Substitutionsbehandlungen von opiatabhängigen Patienten werden dem Betäubungsmittelrecht unterliegende Wirkstoffe eingesetzt, sog. Substitutionsmittel (insbesondere Methadon, Levomethadon, Buprenorphin). In Übereinstimmung mit den Vorschriften des bereisten Landes kann der Arzt dem Patienten Verschreibungen eines Substitutionsmittels über eine für die Dauer der Reise erforderliche Menge – maximal jedoch für 30 Tage pro Jahr – aushändigen. Der Arzt hat derartige Verschreibungen der zuständigen Landesgesundheitsbehörde unverzüglich anzuzeigen. In einigen Ländern der Erde ist das Mitführen von bestimmten Substitutionsmitteln allerdings verboten. So dürfen z.B. Methadon bzw. Buprenorphin nicht in die USA eingeführt werden. Auch ist die Fortführung einer Substitutionsbehandlung durch einen Arzt im Ausland nicht überall erlaubt (z.B. nicht in einigen Bundesstaaten der USA oder in Malaysia). INDRO e.V. – Institut zur Förderung qualitativer Drogenforschung, akzeptierender Drogenarbeit und nationaler Drogenpolitik – bietet Informationen zu weltweiten Reisebestimmungen für Substitutionspatienten an.

Generell gilt: Um auf Auslandsreisen Probleme zu vermeiden, sollte man sich bereits bei der Reisevorbereitung bei der jeweils zuständigen diplomatischen Vertretung des Reiselandes in Deutschland nach den gelten rechtlichen Bestimmungen erkundigen. Sofern eine Mitnahme von Betäubungsmitteln in das Reiseland nicht möglich ist, sollte geklärt werden, ob die benötigten Betäubungsmittel oder ein äquivalentes Produkt am Urlaubsziel verfügbar sind und durch einen dort ansässigen Arzt verschrieben werden können. Vgl. hierzu auch die Hinweisseite des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Haut und Kleidung

In den Sommermonaten ist es in weiten Teilen des Landes schwül-heiß und die Sonne brennt, denn viele Regionen der USA liegen in den Breiten von Südfrankreich bis Nordafrika. Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor zum Schutz vor UV-Strahlung und Kopfbedeckung gehören daher ins Gepäck. Auch in den Sommermonaten kann es, insbesondere in Wüstengegenden, sehr heiß sein, eine Jacke oder ein Pullover sind daher ebenfalls notwendig. Dies gilt auch wegen der allseits anzutreffenden Klimaanlagen. Bei Wanderungen ist auf richtiges Schuhwerk zu achten. Die Amerikaner tragen vielfach Sportschuhe, die auch bei längeren Nur-Spaziergängen einen guten Halt für den Fuß bieten.

Sonnenschutz beim Wintersport

    Die Sonnenstrahlung ist für die Haut beim Wintersport besonders aggressive. Zur Vorbeugung sollten folgende Hinweise beachtet werden:
  • Der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sollte mindestens 10 betragen, bei individueller Sonnenempfindlichkeit auch höher liegen.
  • Das Sonnenschutzmittel soll nicht nur vor UVB-, sondern auch vor UVA-Strahlen schützen.
  • Enthalten die Schutzmittel chemische Filter, brauchen diese etwa eine halbe Stunde, bevor sie voll wirken. Rechtzeitiges einreiben ist daher geboten. Bei empfindlicher Haut, sind Mikropigmente teilweise besser verträglich als chemische Filter.
  • Fettreiche Sonnencremes schützen die Haut besser vor Wind und Kälte als die im Sommer bevorzugten starkt wasserhaltigen Lotionen.
  • Wasserfreie Kälteschutzmittel schützen die Haut vor großem Wärmeverlust; sie bestehen aus speziellen Fett-Wachs-Gemischen und Pigmenten und sind besonders beim Abfahrtslauf zu empfehlen.
  • Lippen sollten durch pigmenthaltige Stifte oder Salben geschützt werden.

Kleine Biester

Neben vielen kleinen Stechfliegen sind vor allem Zecken gefährlich für den Menschen. Da Zecken (ticks) oftmals mit Borreliose (lyme tick, desease) infiziert sind, besteht eine besondere Gefahr.

Neben vielen kleinen Stechfliegen sind vor allem Zecken gefährlich für den Menschen. Da Zecken (ticks) oftmals mit Borreliose (lyme tick, desease) infiziert sind, besteht eine besondere Gefahr.

Insbesondere in den Waldgebieten des Nordostens können Zecken (ticks) mit Borreliose (lyme tick, desease) infiziert sein. Im Anfangsstadium ist die durch Bisse von infizierten Zecken übertragene Krankheit relativ leicht zu behandeln, bleibt sie jedoch unentdeckt, können sich schwerwiegende Spätfolgen ergeben (Arthritis, kardiologische Probleme bis hin zur Meningitis). Zecken stechen an geschützten Hautpartien, etwa unter den Achseln oder in Kniekehlen.

Wenn Sie eine Zecke entdecken: entfernen sie sie möglichst schnell mit einer Pinzette. Umfassen Sie sie nah an der Einstichstelle und ziehen Sie sie langsam heraus. Bei Temperaturen über 7 Grad Celsius häufen sich Zeckenstiche. Zekcne, auch Holzböcke genannt, leben in Wäldern, Parks oder entsprechend bewachsenen Gärten. Sie bevorzugen lichten Baumbestand mit üppigem Unterholzbewuchs. Dort sitzen sie in höchstens 1,50 m Höhe an Gräsern, Farnen oder Zweigen. Kommt ein Mensch oder Tier vorbei, werden sie abgestreift, klammern sich fest und suchen eine geeignete Stelle am Körper. Wer also Hautirritationen und Jucken um die betreffenden Bissstellen feststellt, sollte sich zumindest nach der Reise in ärztliche Behandlung begeben, um eine mögliche Infektion behandeln zu lassen. Einzelheiten zur Erkrankung und ihrer Behandlung findet man unter medizinfo.de.

Die Stiftung Warentest hat im April 2008 Mittel gegen Zecken getestet und festgestellt, dass von 20 Produkten 12 als „mangelhaft“ zu bewerten sind. Den besten Schutz bietet immer noch entsprechende Kleidung. Zeckenmittel wirken immer nur zeitlich begrenzt. Das beste Testergebnis hatte „Anti Brumm Naturel“ (mit etwa 3 Stunden Wirkdauer), gefolgt von „Autan Family Care Zeckenschutz“ und „Quartet AntiZecke Hautspray“.

Eine Berührung mit Poison Ivy kann auf der Haut zu schmerzhaftem Jucken und Rötungen, nach Stunden oder Tagen auch zu wässrigen Bläschen, selten auch zu Fieber, führen. Hilfe verspricht ein sofortiges Reinigen der betroffenen Hautpartien mit Wasser und Seife, ggf. eine Behandlung mit Antihistamin-Salbe (Seldane, His-manal oder Chlortripolon) bzw. -Puder (Burosol powder), die man in Drugstores erhält. Poison Ivy ist meist ein 60 bis 90 cm hoher Busch, die Pflanze kann sich allerdings auch ebenerdig ausbreiten oder wie Efeu an Bäumen emporranken. Erkennbar ist sie an ihren jeweils drei 10 bis 15 cm großen ovalen Blättern: Leaflets three, let it be!. Die Früchte sind weiß und beerenartig. Das besonders Gemeine ist, daß sich Poison Ivy auch an der Kleidung hält und daher auch später noch zu unliebsamen Reaktionen führt, wenn man die Kleidung nicht gründlich gereinigt hat. Bei Wüstenwanderungen sollte man auf keinen Fall barfuß oder nur mit Sandalen gehen. Klapperschlangen beißen in die Regionen unterhalb des Knöchels. Dies wäre auch der Vorzugsbereich für den Angriff von Skorpionen. Allerdings: derartige Tierchen trifft man nicht auf Wegen, sondern nur bei Wanderungen querfeldein!

Damit Ihre Wanderutensilien komplett sind, haben wir uns hingesetzt und auch für die Wanderer unter Ihnen eine praktische Checkliste für Tagestouren in den USA erstellt: Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA.

Bei Wanderungen sollte stets ein ausreichender Wasservorrat mitgeführt werden. Es ist nicht ratsam, das Wasser aus Seen oder Flüssen unbehandelt zu trinken (mindestens 10 Minuten lang abkochen oder Einsatz chemischer Mittel auf Chlor-/Jodbasis wie Puritabs, Steritabs oder Portable Aqua). Die Krankheit Beaver Fever oder Giardia Lamblia wird durch Parasiten übertragen, die durch menschliche oder tierische Ausscheidungen in die Gewässer gelangen und für das menschliche Auge unsichtbar sind. Krankheitssymptome sind Magen- und Darmkrämpfe, Durchfall und Übelkeit. Auch ein Regenschutz für alle Fälle ist ratsam.

Mücken gibt es zahlreich in den Sumpfgebieten und an den Seen, Malaria allerdings nicht. Mückenschutzmittel sollten hier zum Einsatz kommen (mosquito repellants). Am besten bewährt haben sich vor Ort erworbene Produkte, wirksam sollen auch aloe vera sowie “Avon’s Skin-so-soft” sein. Mücken können insbesondere dann gefährlich sein, wenn sie Erreger für Gehirnhauterkrankungen mitübertragen können. Derartiges kommt in mehrjährigen Abständen, z.B. in Florida, durchaus vor. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden reagieren frühzeitig und geben entsprechende Warnungen bekannt. Einen wirklichen Schutz gibt es nicht; wer das Risiko scheut, sollte daher rechtzeitig vor der Reise Risiken erfragen. Informationen können insbesondere den online-Ausgaben örtlicher Tageszeitungen entnommen werden.

Seit etwa 2000 wird in Teilen der USA das lebensgefährliche West-Nil-Virus über Mücken von Vögeln auf den Menschen übertragen. In den etwa 30 bis 40 gefährdeten Bundesstaaten sind bis Mitte 2002 etwa 2.000 Personen erkrankt und etwa 100 Personen hierdurch gestorben. Das Nil-Virus wird durch den Stich von Mücken übertragen. Diese infizieren sich zuvor, wenn sie einen Vogel stechen. Von Mensch zu Mensch oder vom Vogel zum Menschen kann das Virus dagegen nicht übertragen werden. Das Nil-Virus kann eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung nach sich ziehen. Gefährdet sind vor allem Kinder und ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei den meisten infizierten Menschen bricht die Krankheit allerdings nicht aus, wenn sie ein gut funktionierendes Immunsystem haben. Immunschwäche und Infektanfälligkeit können die Erkrankung fördern. Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, gibt es kein Heilmittel; getestet wird, ob Interferon Symptome und Dauer der Erkrankung lindern kann. Die meisten Infektions- und Todesfälle werden aus dem Süden der USA gemeldet. Das dort meist feuchte und warme Klima begünstigt die Vermehrung der Moskitos. Die Infektionsbedrohung hat sich von Süden her Richtung Westen ausgebreitet.

Britische Behörden empfehlen USA-Reisenden inzwischen, Insektenschutz aufzutragen und lange Hosen sowie Hemden mit langen Ärmeln zu tragen, um Mückenstichen möglichst zu begegnen. Neben Mücken sind insbesondere in den Nordoststaaten stechende oder beißende Wespen, Black Flies, Horse Flies oder No-See-Flie (Kleinfliegen) ein Problem, dem man von Mai bis Ende August kaum entgehen kann. Immer dann, wenn Einheimische ihre Wohnungen, Zelte oder Wohnmobile mit feinmaschigen Netzen verbarrikadiert haben, ist mit derartigen Plagen zu rechnen. Hier hilft nur hochgeschlossene Kleidung und der Einsatz ortsüblicher repellents (wie bei den Mücken).

Natürlich gibt es auch Bienen, Wespen, Hummeln, Hornissen usw. Sie sind genau so gefährlich – oder besser gesagt ungefährlich – wie in Europa. Bienenstacheln sollten vorsichtig mit der Pinzette herausgeholt werden, die Schwellung kühlen (kleiner Trost: die Biene wird sterben, da sie nur einmal stechen kann). Hornissenstiche sind nicht gefährlicher als die von Bienen, alles andere ist Aberglaube.

Hinweis: Bei großen Schwellungen und bei Stichen in den Mund oder Rachenraum sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bis dahin die Stelle kühlen, etwa mit einem Eiswürfel, den man lutscht.

Legionärskrankheit

Die Legionärskrankheit tritt in letzter Zeit vermehrt auf. Legionellen-Bakterien (Legionella pneumophila) leben weltweit in Süßwasser und vermehren sich bei 20 bis 50 Grad Celsius stark. Ein Risiko besteht besonders bei älteren, schlecht gewarteten oder nur zeitweilig genutzten Warmwasserleitungen und –behältern. Werden solche Erreger aus zerstäubtem Wasser eingeatmet, z.B. beim Duschen, aus Klimaanlagen oder in Whirlpools, können nach etwa 2 bis 10 Tagen Kopf-, Glieder-, Brustschmerzen, Reizhusten, Schüttelfrost und Fieber folgen. Ganz vermeiden lässt sich Kontakt mit Legionellen nicht. Mediziner raten, z.B. im Hotel heißes Wasser erst eine Weile laufen zu lassen, bevor es benutzt wird. Rechtzeitig erkannt lässt sich die Krankheit gut mit Antibiotika behandeln. Besonders hoch ist die Todesrate aber bei geschwächten oder älteren Menschen sowie Rauchern mit bereits geschädigten Lungen. Eine Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Der Nachweis der Bakterien erfolgt durch einen Antikörpertest oder die Kultivierung der Erreger aus dem Lungensekret. Eine leichtere Form der Erkrankung, das sog. Pontiac-Fieber, heilt in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst vollständig aus. Bekannt wurde die Legionärskrankheit erstmals 976 durch zahlreiche Erkrankungen bei einem Treffen von Kriegsveteranen in einem Hotel in Philadelphia in den USA. Diese Fälle gaben der Krankheit ihren Namen.

Reiseapotheke

In Ihrer Reiseapotheke sollten sich Tabletten bzw. Saft gegen Durchfall und Magenverstimmungen, Reisekrankheiten und Kopfschmerzen befinden. Außerdem sollten sie Salben gegen Insektenstiche, Wunden, Sonnenbrand und Sonnenallergie mit sich führen. Verbandszeug wie Heftpflaster verschiedene Größen, elastische Binden und Kompressen ist ebenfalls sinnvoll. Für Kinder sollten sie Fieberzäpfchen, Zahnungshilfe sowie Fieber-und Schmerzsaft dabei haben. Außerdem empfehlen wir die Mitnahme von einer Pinzette, einem Fieberthermometer und insektenabweisendem Mittel.

Aufenthalt in Wüsten

Wichtigste Vorsichtsmaßnahme bei Aufenthalten in der Wüste (auch in Nationalparks) ist immer ein ausreichender Wasservorat. Vier Liter pro Person und Tag sollten es sein. Lange Wanderungen in der Glut der Mittagszeit sollte man auf jeden Fall nicht unternehmen. Autofahrer müssen auf die Motortemperatur verstärkt achten. Im Zweifel lieber die Klimaanlage abschalten, als mit Motorschaden am Straßenrand liegen bleiben. Entlang der Straßen in Nationalparks findet man Wassertanks, um bei Bedarf Kühlwasser nachfüllen zu können. Insbesondere in den Wintermonaten verschwindet die Sonne manchmal sehr früh (im Death Valley Nationalpark z.B. bereits um vier Uhr nachmittags). Dies gilt es bei der Planung zu berücksichtigen, um nicht plötzlich im Dunkeln zu stehen.

Besonders gefährlich sind Überflutungen (flash floods), mit denen das ganze Jahr über gerechnet werden muß. In der Wüste ertrinken mehr Menschen als verdursten(!), denn nach einem plötzlich auftretenden heftigen Regenschauer kann das Wasser nicht versickern und sucht als reißender Fluß seinen Weg. Überflutete Straßen sollte man nicht überqueren.

Höhenkrankheit

Die sanften Anzeichen von Höhenkrankheit (akute Bergkrankheit) verspüren eine Vielzahl der Besucher von höheren Bergregionen ab etwa 2.500 Metern, z.B. den Rocky Mountains. Man vermutet, dass 1/3 bis 1/4 aller Bergwanderer oberhalb von 3.000 Metern hiervon betroffen werden. Die ersten Anzeichen nach Erreichen größerer Höhen können als "grippe-ähnlich" bezeichnet werden: Kopfschmerz, Übelkeit und Schlafprobleme.

Mediziner unterscheiden drei Stufen der Höhenkrankheit:

    1. Harmlose Höhenkrankheit
  • Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Schwellungen wegen Wassereinlagerungen, z.B. im Gesicht. Nach einer sechs- bis zwölfstündigen Latenzzeit, häufig am Morgen nach der ersten Nacht, sind die Beschwerden am stärksten. Sie verschwinden nach ein bis zwei Tagen meist von allein.
  • Zur Abhilfe sollte man nicht weiter aufsteigen, sondern einen Ruhetag einlegen. Hilft dies nicht, muss auf 300 bis 400 Meter tiefer abgestiegen werden.
    2. Höhen-Hirnödem
  • Schwere konstante Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichts- und Gangstörungen, Bewusstseinstrübung, irres Verhalten.
  • Ein sofortiger Abstieg so tief wie möglich ist erforderlich da Lebensgefahr besteht. Erste Hilfe: Sauerstoff aus der Flasche, liegen in einem Überdrucksack.
    3. Höhen-Lungenödem
  • Schweres Krankheitsgefühl, starker Leistungsabfall, Husten zunächst unter Belastung, später auch im Ruhezustand, rasselnde Atmung, Druck auf der Brust.
  • Auch hier ist ein sofortiger Abstieg erforderlich da Lebensgefahr besteht. Sauerstoff und Medikament müssen gegeben werden.
Sobald es in die Berge geht, verspüren viele Menschen sanfte Anzeichen der Höhenkrankheit. Es wird vermutet, dass 1/3 bis 1/4 aller Bergwanderer oberhalb von 3.000 Metern betroffen sind.

Sobald es in die Berge geht, verspüren viele Menschen sanfte Anzeichen der Höhenkrankheit. Es wird vermutet, dass 1/3 bis 1/4 aller Bergwanderer oberhalb von 3.000 Metern betroffen sind.

Lungen- und Hirnödem können auch gemeinsam auftreten. Was kann man tun, um das Risiko der Höhenkrankheit zu reduzieren? Trinken Sie viel, Ihr Körper versucht in einer größeren Höhe mehr Blut zu produzieren, um mehr Sauerstoff transportieren zu können. Wenn Ihr Urin dunkler als ein leichtes Gelb ist, sind Sie bereits dehydriert (Sauerstoffmangel). Vermeiden Sie Alkohol und Rauchen, beides macht es dem Körper schwieriger, Sauerstoff aufzunehmenn den er ersehnt. Vermeiden Sie größere Anstrengungen in den ersten Tagen, lassen Sie ihren Körper sich langsam an die dünnere Luft gewöhnen. Wenn möglich, steigern Sie ihren Höhenaufenthalt in Stufen von 300 bis 500 Höhenmetern pro Tag… dies vermeidet eine schockartige Umstellung für den Körper.

Fieber und Schmerzen

Fieber ist immer Symptom einer zugrundeliegenden Krankheit; jeder mehrere Tage andauernder Fieberzustand bedarf ärztlicher Behandlung; bei Temperaturen über 40 Grad müssen fiebersenkende Maßnahmen ergriffen werden.

    Grundbehandlung bei Fieber über 39 Grad
  • Bettruhe in schattigem Raum bei guter Durchlüftung, reichliche Flüssigkeitszufuhr, Eisbeutel auf Stirn und Leistengegend
  • Wadenwickel alle 10 bis 15 Minuten erneuern (Tücher in kaltem Leitungswasser tränken, leicht auswringen und um die Unterschenkel wickeln)
  • Achselhöhlen, Schenkelbeugen und Gesäß täglich waschen (Beanspruchung durch Schwitzen)
  • ganzen Körper mit Essigwasser waschen (erfrischend! 1 Eßl. Essig auf 1 l Wasser)
  • medikamentöse Senkung des Fiebers (z.B. 3 – 4 Tabletten Paracetamol täglich)
    Schmerzmittel:
    • Acetylsalicylsäure (ASS): schmerzlindernd, fiebersenkend, in höherer Dosierung auch entzündungshemmend; nicht bei Magen-/Darmbeschwerden
    • Paracetamol: schmerzdämpfend, fiebersenkend, nur sehr schwach entzündungshemmend; höhere Dosen bringen keinen zusätzlichen Effekt
    • Ibuprofen: schmerzlindernd, entzündungshemmend, fiebersenkend; nicht bei Magen-/Darmbeschwerden

    Stiche und Stacheln

    Kakteen: Alleskleber oder flüssiges Wachs auf die betroffene Stelle verteilen, fest werden lassen, abziehen und dies mehrmals wiederholen.

    Korallen: Die Wunde mit Süßwasser abwaschen, desinfizieren und die Korallenbruchstücke mit einer Pinzette entfernen. Wenn das nicht klappt: Hefe mit etwas Wasser zu einer Paste anrühren, auf die Stelle streichen, feuchtes Pflaster drauf, über Nacht einwirken lassen und dann erneut zur Pinzette greifen. Bei giftigen Korallen: Die Wunde immer wieder eine halbe Stunde lang in 50 Grad heißes Wasser tauchen – die Hitze zersetzt das Gift. Danach sofort zum Arzt.

    Quallen: Auf die betroffene Hautpartie sofort Alkohol oder Essig tropfen. Das stoppt die Giftreaktion der Haut. Sonst Salz oder Sand aufstreuen und mit einem Messerrücken oder ähnlichem abschaben. Die Nesseln auf keinen Fall mit Wasser abwaschen.

    Schlangen: Solange das Gegenteil nicht bewiesen ist, sollte jeder Biß wie ein giftiger behandelt werden: Die Wunde vorsichtig vom Körperzentrum weg abwischen, den betroffenen Körperteil ruhig stellen (am besten schienen) und fest mit einer Binde umwickeln, aber nicht abbinden. Danach sofort zum Arzt.

    Seeigel: Stacheln rauspulen, einweichen, erneut pulen (siehe Korallen). Zur Not die Haut mit Olivenöl geschmeidig halten.

    Skorpione: Supergiftig sind die gelben bis gelbgrünen Skorpione. Vorbeugend Schuhe und Schlafsäcke ausschütteln, nicht in Mauervorsprünge oder unter Steine greifen. Bei einem Stich: Wunde kühlen, antiallergische Salbe auftragen, danach sofort zum Arzt.

    Spinnen: Nur zwölf der weltweit lebenden 30.000 Spinnenarten sind gefährlich. Falls Sie gebissen werden: Ruhe bewahren, Stelle abbinden, die betroffenen Gliedmaßen schienen und einen Arzt aufsuchen. Auf keinen Fall gegen die Schmerzen Acetylsalicylsäure (in vielen Schmerztabletten enthalten) nehmen. Der Wirkstoff unterstützt die Verteilung des Giftes.

    Zecken: Niemals mit Öl, Klebstoff oder ähnlichem ersticken, da die Zecke im Todeskampf besonders viel Speichel absondert (etwa mit Erregern der Hirnhautentzündung). Statt dessen mit der Zeckenzange oder mit den Fingernägeln fassen, dabei nicht zu sehr drücken und vorsichtig drehen, bis sich die Widerhaken am Saugrüssel lockern und die Zecke losläßt. Danach die Wunde desinfizieren.

    Durchfall

    Aufgrund der schnellen Veränderung der äußeren Einflüsse, ist Durchfall die klassische Reisekrankheit.

    Aufgrund der schnellen Veränderung der äußeren Einflüsse, ist Durchfall die klassische Reisekrankheit.

    Durchfall auf Reisen ist die klassische Reisekrankheit, denn die bei jedem Menschen natürlich vorkommenden und zur üblichen Verdauung notwendige Bakterienflora des Darms unterscheidet sich je nach Reiseland, Klima und Umweltbedingungen. Bei der Anpassung des Reisenden an die neuen Bakterien spielen auch Faktoren wie Klimaumstellung, ungewohnte Speisen, kalte Getränke und Streß eine Rolle. Hauptversursacher sind jedoch meist mit Bakterien verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser.

    Besten Schutz gegen krankheitserregende Bakterien gewährt die normale Magensäure. Die Magensaftproduktion wird durch herzhaft gewürzte Speisen angeregt, große Mengen kalter Getränke verdünnen sie dagegen. Symptome einer Störung sind heftige Durchfälle ohne Beimengung von Blut oder Schleim, bis zu 20 tägliche Stuhlentleerungen sind keine Seltenheit, ziehende Leibschmerzen und Darmkrämpfe.

    Behandlung: Verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte wie Natrium und Kalium ersetzen (ELOTRANS oder ORS-Elektrolyt-Lösung)

    Medikamente: Möglichst erst ab 2. Tag einsetzen, leichtere Fälle: IMMODIUM ® (tötet keine Krankheitskeime, sondern stellt nur den Magen-Darm-Trakt ruhig), schwere Fälle: Antibakterielle Medikamente wie TARIVID® für fünf Tage + IMMODIUM ®

    ORS-Elektrolyt-Lösung: 1 Liter abgekochtes oder Mineralwasser, 20 Gramm Zucker (2 Essl.), 3,5 Gramm Kochsalz (3/4 Teel.), 2,5 Gramm Bicarbonat (z.B. NaHCO3 (1/2 Teel.)), 1,5 Gramm Kalimumclorit (KCL) (1/4 Teel.), Bicarbonat und Kalimclorit können durch 1 Glas Orangensaft ersetzt werden. Alternativ: Lösung aus 1 l Fleischbrühe mit 4 Tabletten DEXTROENERGEN herstellen

      Behandlungsstufenplan bei Reisedurchfall
    • 1. Tag: 24 Stunden süßen Tee oder ORS-Lösung trinken, keine körperlichen Anstrengungen, bei Bauchkrämpfen: Schmerzzäpfchen (BUSCOPAN®)
    • 2. Tag: Tee oder ORS-Lösung in unbegrenztenMengen, Kohletabletten-Einnahme beginnen; bei nachlassenden Durchfällen: Porridge, Reisbrei, Milchreis, Apfelmus
    • 3. Tag: Weiter reichlich trinken; Toast, Pudding, weiches Ei erlaubt bei Abklingen, ausreichende Salzzufuhr
    • 4. Tag: Bei weiterem Abklingen leichte Gemüse (gekochter Lauch, Karotten), Kartoffelbrei und Bananen erlaubt
    • 5. Tag: Durchfall sollte abgeklungen sein, langsame Gewöhnung an normale Kost, aber noch einige Tage kein Fett, Öl, scharf gewürzte Speisen
    • als Notdiät geeignet: Fleischbrühe, Cola-Getränke (Zimmertemperatur!), Fruchtsaft, Salzstangen

    Achtung: Durchfall kann auch Begleiterscheinung einer Erkrankung sein. Stets mit Durchfällen einher gehen Typhus, Paratyphus, Cholera, Bazillenruhr, Amöbenruhr, Lebensmittelvergiftung. Oft mit Durchfällen einher gehen Wurmerkrankungen wie Bandwürmer, Spülwürmer, Madenwürmer, Bilharziose und Lamblien.

    Vorbeugung: Die nachstehenden Grundsätze zur Nahrungsaufnahme beziehen sich vorwiegend auf südliche Länder und weniger auf die USA, sind aber gleichwohl auch hier wirksam. Zunächst gilt die Grundregel: "Cook it, peel it or leave it" ("Koch es, schäl es oder lass es liegen").

      Im Einzelnen heißt das:
    • Selbstversorger sollten Wasser grundsätzlich abkochen.
    • Obst immer schälen oder frisch zu Saft pressen.
    • Vorsicht mit Wassermelonen: mancherorts werden sie mit Leitungs- oder Flußwasser gespritzt. Die Injektion erhöht das Gewicht, den Preis und das Risiko.
    • Kein offenes Speiseeis essen, kein rohes Fleisch und keinen rohen Fisch. Keine rohen Meeresfrüchte (Muscheln, Seespinnen). Krankheitskeime lassen sich nur durch Kochen abtöten.
    • Hygienestandards in Hotel- und Restaurantküchen, von Garküchen am Straßenrand zu schweigen, fallen weltweit sehr unterschiedlich aus. Deshalb: Was auf den Tisch kommt, sollte durchgegart und durchgebraten sein und noch dampfen. Temperaturen über sechzig Grad Celsius machen sowohl Viren als auch Bakterien den Garaus. Vorsicht ist geboten bei Speisen, die mit Folie abgedeckt warmgehalten werden. Das darunter entstehende Treibhausklima verschafft Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen.
    • Keine Eiswürfel im Drink! Kein Leitungswasser trinken, wenn es nicht westeuropäischen Qualitätsstandards entspricht. Statt dessen: gut gekühltes Mineralwasser, Limonade oder Säfte aus der frisch geöffneten Flasche oder Bier, Tee, Kaffee und Wein. Dieser Tip hat für die USA kaum Bedeutung !
    • Keine Salate essen, die mit Mayonnaise angemacht sind, keine Geflügelsalate (auch nicht vom Buffet eines Fünf-Sterne-Hotels). Salmonellen sind im Süden und in den Tropen wesentlich weiter verbreitet als hierzulande. Vorsicht bei den Enteneiern, sie enthalten oft ein Vielfaches der Salmonellenfracht von Hühnereiern! Auch dies ist in den USA grundsätzlich kein Problem.

    Reisethrombose

    Aufgrund der beengten Sitzplatzposition und der langen Dauer des Fluges in die USA ist die Gefahr der Reisethrombose nicht zu unterschätzen.

    Aufgrund der beengten Sitzplatzposition und der langen Dauer des Fluges in die USA ist die Gefahr der Reisethrombose nicht zu unterschätzen.

    Die Erkenntnis, dass stundenlanges Sitzen in der dünnen Luft an Bord die Gesundheit der Passagiere gefährdet, ist nicht neu, hat aber durch Presseberichte der letzten Zeit neue Aktualität erlangt. Die Gefahr einer „tiefen Venenthrombose" besteht für Passagiere aller Flugklassen bei längeren Flügen. Risikofaktoren sind ein Alter von mehr als 40 Jahren, Übergewicht, Tabakkonsum, Kreislaufkrankheiten und Operationen in jüngerer Zeit. Vorbeugend sollten Passagiere bequeme Kleidung tragen, pro Stunde ein Glas Wasser trinken, die Beine hoch legen – etwa durch eine Gepäckstück unter den Füßen oder ein Kissen unter den Oberschenkeln -, leichte Gymnastik treiben sowie spätestens alle 2 Stunden ein paar Schritte gehen.

    Exaktere Empfehlungen je nach Risikogruppen gibt die Stiftung Warentest in ihrem Heft April 2001:

      Niedriges Risiko
    • für jeden Reisenden bei mehrstündigen Reisen in sitzender Position im Flugzeug, Zug, Bus oder Auto.

    Was tun? Gymnastische und isometrische Übungen im Sitzen; wiederholt aufstehen und umhergehen; reichlich Mineralwasser und Saft trinken (keinen Alkohol und keinen Kaffee); auf Beruhigungsmittel verzichten.

      Mittleres Risiko, wenn mindestens zwei der folgenden Faktoren zutreffen:
    • Alter über 40 Jahre,
    • Raucher,
    • Herz- und Lungenkranke,
    • Krampfadern, Veneninsuffizienz,
    • Frauen, die die Pille oder Hormonersatzpräparate einnehmen,
    • Übergewichtige

    Was tun? Bewegung, Flüssigkeitszufuhr (wie zuvor) und Kompressionsstrümpfe der Klasse 1 bis 2.

      Hohes Risiko, bei Menschen, die
    • schon einmal eine Thrombose hatten,
    • ein Gipsbein haben,
    • eine familiäre Thromboseneigung haben,
    • frisch operiert oder
    • krebskrank sind.

    Was tun? Zusätzlich zu Bewegung, Flüssigkeitszufuhr und Kompressionsstrümpfen nach ärztlicher Verordnung gerinnungshemmendes Heparin spritzen.

    Hinweis zu Stützstrümpfen: Nach einer britischen Studie helfen die meisten orthopädischen Stützstrümpfe gegen Thrombosen nicht bei oder nach Langstreckenflügen. Die meisten Strümpfe wurden für den Einsatz liegender Patienten entwickelt und sind nicht ausreichend für die höheren Belastungen sitzender Passagiere. Man sollte Stützstrümpfe benutzen, die speziell für lange Flüge entwickelt und getestet wurden.

      Warnzeichen: Eine Reisethrombose kann vorliegen bei
    • einer Beinschwellung, auch einseitig,
    • Schmerzen beim Gehen,
    • unklarer Atemnot während oder im Anschluss an eine längere Reise.

    Bei diesen Anzeichen unbedingt einen Arzt zurate ziehen und ihn über die Reise informieren. Ob es einen Zusammenhang von Platzangebot und Thrombosegefahr gibt, ist strittig. Gleichwohl kann es nicht schaden und dient ja auch der allgemeinen Bequemlichkeit, ein Flugzeug mit möglichst großer Beinfreiheit zu wählen. Hilfreich kann der Artikel „Beinfreiheit im Flugzeug" sein.

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