Einreise in die USA – Tipps für Visum und Co.

Die Einreisebestimmungen für Privat- und Geschäftsreisen in die USA sind recht diffizil.

Die Einreisebestimmungen für Privat- und Geschäftsreisen in die USA sind recht diffizil. Mehrfache Änderungen, insbesondere zur wirksamen Terrorabwehr in der letzten Zeit, haben zur Klarheit leider nicht immer beigetragen.

Vor Reisebeginn sollten Sie rechtzeitig folgende Punkte bedenken, zu denen Sie nachfolgend weitere Hinweise finden:

  • Ist eine visumfreie Einreise möglich oder muss ein Einreisevisum beantragt werden?
  • Erfüllen die Reisepässe aller Einreisenden die amerikanischen Anforderungen?
  • Wird während der Reise das US-Gebiet zeitweise verlassen (z.B. Kreuzfahrt, Abstecher nach Mexiko oder Kanada) und erfolgt vor der endgültigen
    Ausreise aus den USA eine (Wieder-)Einreise in die USA bzw. erfolgt die Einreise nicht per Flugzeug oder Schiff?
  • Sollten Tiere mitgenommen werden?

Wenn Sie mit dem Flugzeug oder Schiff in die USA einreisen wollen, sind vorab folgende Informationen an die amerikanischen Behörden zu übermitteln:

  • Bei einer visumfreien Einreise als Tourist oder Geschäftsreisender muss vor Reiseantritt eine Reisegenehmigung per Internet über ein ESTA (Electronic System for Travel Authorization) genanntes Reisegenehmigungssystem beantragt werden. Dieses Verfahren ersetzt das bisherige grüne Einreiseformular I-94 W.
  • Bestimmte Angaben zu Ihem USA-Aufenthalt müssen bereits beim Check-in erfasst werden. Um Wartezeiten an den Abflugschaltern zu verringern, bitten die Fluggesellschaften, das hierfür erfoderliche APIS-Formular (Advance Passenger Information System) vorher auszudrucken und für jede einreisende Person ausgefüllt beim Check-in vorzulegen.

Zusammengefasst ist insbesondere Folgendes bei der Einreise in die USA zu beachten: Spätestens drei Tage vor Abflug haben Sie eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) beantragt. Am Flughafen besitzen Sie beim Einchecken ein gültiges Hin- und Rückreiseticket für die USA und einen Reisepass.

Nach der Landung auf dem ersten US-Flughafen gehen Sie zum Einreise-Schalter, wo die Passkontrolle stattfindet. In der Regel werden Sie nach Zweck und Länger der Reise befragt, man nimmt einen Fingerabdruck und macht ein digitales Foto. Übrigens: Deutsche Staatsangehörige, die in Irak, Iran, Kuba, Libyen, Nordkorea, Sudan, Syrien, Afghanistan oder Pakistan wohnen oder dort geboren sind, müssen bei der Einreise in die USA mit verstärkten Kontrollen rechnen. Die Liste dieser Länder kann sich je nach politischer Konfliktlage kurzfristig ändern. Nach der Passkontrolle leiten Sie Schilder (Gepäcksymbol) in den Gepäckabholbereich. Dort nehmen Sie Ihr Gepäck und gehen zur Zollkontrolle. Sie haben die Wahl zwischen dem „grünen“ Ausgang, wenn Sie nichts zu verzollen haben und dem „roten“ Ausgang, wenn Sie zollpflichtige Waren einführen möchten.

Über weltweite Einreisebestimmungen informiert die kostenlose Web-Datenbank der Internationalen Airline-Vereinigung (IATA) in englischer Sprache.

Zunächst sind einige Fragen zu beantworten (Ablaufdatum des Passes, Termine der Ein- und Ausreise, Aufenthalt in weiteren Ländern vorher) bevor Hinweise zu einem ggf. benötigtem Visum, Einreisesteuern am Flughafen usw. beantwortet sowie Empfehlungen zur Gesundheit und zu Währungsfragen gegeben werden.

Hinweise zur Ausreise aus den USA (= Rückkehr in die Heimat) geben wir gesondert unter diesem Stichwort.

Im Rahmen des Global-Entry-Programms ist eine schnellere USA-Einreise möglich. Wie Sie sich für das Verfahren bewerben können, erfahren Sie hier.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Durch das „Visa Waiver Program“ ist die Einreise in die USA - auch für deutsche Staatsbürger - stark vereinfacht worden.

Bitte beachten Sie, dass alle Dokumente mindestens bis zum Ausreisetag gültig sein müssen. Die Einreise in die USA ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja, mit Visum
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, mit Visum

Durch das „Visa Waiver Program“ der USA können deutsche Staatsangehörige als Tourist, Geschäftsreisende oder zum Transit bis zu 90 Tage lang in den USA bleiben. Dies gilt, wenn Sie..

  • im Besitz eines elektronischen Reisepasses sind,
  • mit einer regulären Fluglinie oder Schifffahrtsgesellschaft einreisen,
  • ein Rück- oder Weiterflugticket, gültig für den Zeitraum von max. 90 Tagen, vorweisen können,
  • und im Besitz einer elektronischen Einreiseerlaubnis sind.

Von der Teilnahme am „Visa Waiver Program“ ausgeschlossen sind:

  • Doppelstaater, die auch die Staatsangehörigkeit von Iran, Irak, Syrien oder Sudan besitzen.
  • Reisende, die sich nach dem 01.03.2011 in Iran, Irak, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen und Somalia aufgehalten haben (Ausnahmen in ausgesuchten Einzelfällen möglich; Abfrage hierzu erfolgt im Rahmen des ESTA-Antrags)

Vor der Reiseplanung ist zu empfehlen, die Reise- und Sicherheitshinweise für die USA zu lesen: Auswärtiges Amt. Weitere Informationen zum „Visa Waiver Program“ finden Sie hier.

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Tickets für die besten Aktivitäten und Touren in den USA finden Sie bei www.getyourguide.de.

Welche Ausweise werden für die USA-Einreise benötigt?

Der biometrische Reisepass wird auch elektronischer Reisepass und daher kurz ePass genannt. Er speichert biometrische Daten, um die Identität eines Reisenden exakt feststellen zu können.

Maschinenlesbare Reisepässe: Grundsätzlich benötigen alle über das „Visa Waiver Program“ in die USA eingereisten Personen benötigen einen noch mindestens sechs Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültigen Reisepass, ein Personalausweis ist nicht ausreichend. Maßgeblich für die Berechnung der 6-Monats-Frist ist der geplante Rückflugtermin. Dies sind die generellen Regelungen der USA nach dem sog. Visa Waiver Programm. Laut Internetseite der Amerikanischen Botschaften in Berlin und Wien sowie des Auswärtigen Amtes muss der Reisepass für deutsche oder österreichische Staatsangehörige lediglich für die Dauer des geplanten Aufenthalts in den USA gültig sein.

Den englischsprachigen Internetseiten der amerikanischen Behörde ist eine entsprechende „Bevorzugung“ dieser Staatsangehörigen und ggf. derjenigen anderer Staaten nicht zu entnehmen. Da der amerikanische Einwanderungsbeamte nach seinen Kenntnissen vor Ort über die Einreise oder Nichteinreise entscheidet, empfehlen wir, auf die 6-Monats-Frist zu achten – schon um Diskussionen vor Ort zu vermeiden.

Alle Reisenden müssen einen maschinenlesbaren Reisepass (machine-readable passport) vorlegen. Für EU-Staatsangehörige ist nur der bordeaux-rote Europapass zulässig. Kinderausweise und Einträge in den Reisepässen der Eltern werden für visafreies Reisen in die USA nicht mehr akzeptiert. Zum Visum-freien Einreisen vgl. nachstehend unter Visa. Maschinenlesbar sind Reisepässe, die im Unterteil der biografischen Seite einen internationalen Normen entsprechenden zweizeiligen, elektronisch lesbaren Text mit biografischen Angaben enthalten (International Civil Aviation Organization, Document 9303, Part 1 Machine Readable Passports – ICAO).

Für ohne Eltern allein reisende Kinder gelten ggf. besondere Anforderungen. Auskünfte erteilen die Fluggesellschaften.

Vorläufige Reisepässe berechtigen nicht zu einer visumfreien Einreise.

Biometrische und maschinenlesbare Reisepässe sind grundsätzlich erforderlich: Der US-Kongress hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein Gesetz verabschiedet, nach dem alle Staaten, mit denen eine Befreiung von der Visumpflicht vereinbart wurde, Pässe mit biometrischen Daten (biometric identifiers) einzuführen haben (z.B. Fingerabdrücke, digitale Porträt-Fotos). Am 28. September 2001 beschloss der UN-Sicherheitsrat, dass „alle Staaten […] die Bewegung von Terroristen oder terroristischen Gruppen verhindern werden, indem sie wirksame Grenzkontrollen durchführen und die Ausgabe von Identitätsdokumenten und Reiseausweisen kontrollieren und Maßnahmen zur Verhütung der Nachahmung, Fälschung oder des betrügerischen Gebrauchs von Identitätsdokumenten und Reiseausweisen ergreifen.“ Im Oktober 2004 begannen die USA damit, Fingerabdrücke und Fotos der Einreisenden zu erfassen. Der linke und der rechte Zeigefinger werden von einem Fingerabdruckscanner erfasst und das Gesicht wird fotografiert. Auch in Deutschland gibt es spezielle Passbildanforderungen für die ePässe. Ebenfalls 2014 verpflichteten die USA alle 36 Nationen, welche am Visa-Waiver-Programm teilnehmen, bis zum 26. Oktober 2004 biometrische Reisepässe einzuführen. Zweimal wurde der Termin verschoben, bis die Einführungspflicht dann am 26. Oktober 2006 umgesetzt wurde.

Die Bundesrepublik Deutschland führte zum 1. November 2005 Reisepässe mit biometrischen Merkmalen ein. Als erster Schritt enthielt ein Chip ein digitales Foto des Passinhabers. Ab März 2007 wurden zusätzlich 2 Fingerabdrücke gespeichert. Die Gebühr des Reisepasses beträgt 37,50 Euro für Personen unter 24 Jahren und 59 Euro für Personen ab 24 Jahren 26 Euro für einen vorläufigen maschinenlesbaren Reisepass. Wer einen Express-Reisepass (wird innerhalb von 72 Stunden ausgestellt) erwerben will, muss 32 Euro zusätzlich zahlen. Ein 48-Seiten-Pass kostet 22 Euro mehr. Über den elektronischen Reisepass in Deutschland (sog. Chip-Pass) informiert die Internetseite des Bundesinnenministeriums.

Kinderreisepässe: Kinder können in die USA nur mit eigenem eigenen Pass einreisen (ein Kinderausweis wird nicht anerkannt, auch ein Eintrag im Reisepass der Eltern ist nicht ausreichend). Es ist daher sinnvoll, für Kinder einen „normalen“ Reisepass zu beantragen, da dieser die Voraussetzungen erfüllt. Kinder, die mit einem Kinderreisepass oder -ausweis reisen, benötigen ein Visum für die Einreise.

Welcher Pass für eine visumfreie Einreise erforderlich ist bzw. welches Visum für welchen Reisepass benötigt wird zeigt Ihnen diese PDF-Datei.

Einreisebestimmungen der USA

Die USA verschärfen ihre Einreisebestimmungen für Besucher ohne Visum. Wie das Weiße Haus mitteilte, seien die Pariser Terroranschläge und die anhaltende Bedrohung durch ausländische Kämpfer die Gründe dafür.

Jeweils aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und der amerikanischen Botschaft in Berlin, Bern und Wien.

Exkurs: Reisepass abgelaufen oder vergessen? Für die Einreise in die USA brauchen Sie auf jeden Fall Ihren eigenen Reisepass, Ersatzpapiere sind nicht ausreichend. Kurzfristig kann beim Einwohnermeldeamt ein Express-Pass beantragt werden. Er wird innerhalb von 3 Werktagen aus der Bundesdruckerei geliefert, d.h., die Anfrage muss etwa eine Woche vor Abreise beim Meldeamt vorliegen. Die Zusatzkosten betragen 32 Euro (Kosten für „normalen“ Reisepass = 59 €; notwendige Unterlagen: 1 Passbild, alter Reisepass/Personalausweis/Kinderausweis und Geburtsurkunde).

Ersatzpapiere: Bei Reisen in andere Länder können Ersatzpapiere aber durchaus hilfreich sein. Gegen eine Gebühr können Sie sich bei der Bundespolizei am Flughafen einen Reiseausweis als Passersatz (einen sogenannten RAP) ausstellen lassen. Der Vorgang dauert in der Regel nicht länger als 10 Minuten. Der Ersatzausweis hat ein Jahr Gültigkeit und ermöglicht die Einreise in alle EU-Staaten, außerdem in zahlreiche Urlaubsländer (die Bundespolizei verfügt über eine Aufstellung von Einreisebedingungen sämtlicher Länder). Der Ausweis gilt allerdings nicht in Ländern mit Visumpflicht (USA, Kanada).

Innerhalb der EU ist ein abgelaufener Reisepass kein Problem, da die Gültigkeitsdauer bis zu einem Jahr überschritten werden kann. Ansonsten reicht auch der Personalausweis aus. Einreiseprobleme könnte es bei einigen osteuropäischen Staaten geben.

Einen vorläufigen Personalausweis stellt das Einwohnermeldeamt kurzfristig für 10 € mit einer Gültigkeit von nur 3 Monaten aus (notwendige Unterlagen: 1 Passbild, alter Personalausweis / Kinderausweis /Reisepass / Geburtsurkunde). Wie das Original ermöglicht der vorläufige Personalausweis einen Aufenthalt in den meisten europäischen Ländern.

Wenn Sie einen gültigen Reisepass benötigen, suchen Sie ein Meldeamt auf – meist befindet sich in Flughafennähe eine Meldestelle. Innerhalb einer Stunde wird Ihnen ein sogenannter „vorläufiger Reisepass“ ausgestellt. Er kostet 26 €, wird allerdings nicht weltweit anerkannt und ist bis zu einem Jahr gültig (notwendige Unterlagen: 1 Passbild, alter Reisepass/Personalausweis/Kinderausweis und Geburtsurkunde). Dervorläufige Reisepass wird nicht in allen Ländern anerkannt.

Der Flughafen Frankfurt/Main (und auch andere große Flughäfen) bietet einen Sonderservice an: Ein „Passnotdienst“ übernimmt die Beschaffung eines vorläufigen Reisepasses. In circa 45 Minuten hat dieser Service das notwendige Dokument besorgt und erhebt dafür eine Gebühr. Wichtig: Damit Sie sich bei Bedarf ausweisen können, sollten Sie auf jeden Fall Ihre alten Papiere vorlegen können (eventuell auch den Führerschein oder Kreditkarten). Wer spontan in Nachbarländer fahren möchte und nur einen abgelaufenen Ausweis besitzt, sollte seine Geburtsurkunde mitnehmen.

Der Aiport Frankfurt informiert unter dem Button „FAQ“ dazu folgendermaßen:

Mein Reisepass ist abgelaufen! Es kann schnell passieren: man bedenkt bei den Reisevorbereitungen nicht die Gültigkeitsdauer des Reisepasses und bemerkt erst in der Warteschlange am Flughafen, dass der Reisepass nicht mehr gültig oder für das Zielland nicht mehr lang genug gültig ist – schon kann der Abflug gefährdet sein. In vielen Fällen kann die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen helfen. Die Behörde kann für deutsche Staatsbürger Passersatzpapiere ausstellen, die in allen EU-Ländern und in einigen weiteren Ländern gültig sind. Die Gültigkeit ist auf die Reisedauer und längstens auf einen Monat begrenzt. Für Passagiere mit anderen Staatsangehörigkeiten besteht die Option, einen „Notreiseausweis“ zu erhalten.Dieser muss vom Zielland akzeptiert werden. Standorte: Terminal 1, Abflughalle A sowie jede Wache im Transitbereich.

Übermittlung persönlicher Daten an US-Behörden/APIS-Formular

Die Übermittlung persönlicher Daten an US-Behörden stellt eine wichtige Sicherheitsvorkehrung dar.

Fluggäste mit Ziel USA werden mit dem Einverständnis der Europäischen Union systematisch durchleuchtet. Die EU hat zugestimmt, 3 Tage vor Abflug Passagierdaten zu übermitteln (PNR – Passenger Name Records). Insgesamt geht es hier um höchstens 19 Datensätze, in Ausnahmefällen auch um sensible Daten wie ethnische Abstammung, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit, Sexualleben. Auf Anforderung der US-Behörden erfolgt die Datenübermittlung bereits vor der 72-Stunden-Frist vor planmäßigem Abflug. Die USA dürfen die Daten 15 Jahre lang speichern. Es ist unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes als Fortschritt zu werten, da vorher bis zu 34 Buchungsdaten zur Person des Passagiers übermittelt wurden. Seit 2008 sollen ausländische Fluggesellschaften ihre Passagierlisten bereits 30 Minuten vor Abflug an die US-Behörden übermitteln, um die Listen auf Terrorverdächtige überprüfen zu können. Gefordert sind Angaben aus dem Reisepass, die bis dahin 15 Minuten nach dem Start übermittelt wurden (APIS – Advance Passenger Information Service).

Zur Umsetzung des gültigen APIS (Meldung durch die Fluggesellschaft 15 Minuten nach dem Start) wird allen USA-Reisenden empfohlen, vor Reiseantritt ihre detaillierten Reisedaten auf einem speziellen Formblatt zusammen zu stellen und dieses Formblatt beim Check-in am Abflughafen vorzulegen. Nur durch die Erfassung der Daten im Voraus können unnötige Verzögerungen beim Check-in vermieden werden. Das sog. Advance Passenger Information System (APIS) schreibt vor, dass neben den Pass- und Visadaten und dem Land des Hauptwohnsitzes auch die Adresse der ersten Übernachtung in den USA bzw. der Mietwagenstation in den USA beim Check-In erfasst werden müssen. Anzugeben sind mithin i.d.R. Name und Anschrift des ersten Hotels/Motels in den USA bzw. wenn keine Übernachtung im Voraus gebucht ist, die Adresse der Mietwagenstation, an der der Wagen zuerst übernommen wird. Das Formblatt bekommen die Flugreisenden bei ihrer Buchung im Reisebüro oder können es auf der Seite des Deutschen Reiseverbandes oder des Board of Airline Representatives in Germany herunterladen. Ein Herunterladen des Formblattes ist auch auf dieser Seite möglich: APIS-Formular

USA überprüfen Reisende mit Computerprogramm: USA-Reisende werden an Hand von Reisedaten ohne ihr Wissen mit Hilfe eines Computerprogramms auf ihr terroristisches oder sonstiges kriminelles Potenzial hin überprüft (sog. Automatisiertes Zielsystem – Automated Targeting System). Das Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security – DHS) hat dieses Programm in Betrieb und qualifiziert es als eines der „fortschrittlichsten Zielsysteme der Welt“. Die überprüften Reisenden erfahren nicht, was die Computerermittlung ergeben hat, die Regierungsdokumente sollen bis zu 40 Jahre lang aufbewahrt werden.

Mit oder ohne Visum? Visumfreie Einreise

Das „Visa Waiver Program“ vereinfacht die Einreise in die USA für Bürger vieler Länder. Auch deutsche Staatsangehörige können als Geschäftsreisende, Touristen oder zum Transit bis zu 90 Tage lang ohne Visum in die USA einreisen.

Den Visumzwang (im Amerikanischen stets als Visa benannt) für Touristen und Geschäftsleute haben die USA vor einigen Jahren für Deutsche, Schweizer, Österreicher und andere Westeuropäer aufgehoben. Im Rahmen des Visa Waiver Programms kann man ohne Visum einreisen, wenn man folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • nur besuchsweiser Aufenthalt als Tourist oder Geschäftsreisender,
  • Aufenthaltsdauer von maximal bis zu 3 Monaten/90 Tagen,
  • Besitz eines Rückflugtickets oder eines weiterführenden Tickets (weiterführende Tickets dürfen nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden) innerhalb dieser Frist,
  • ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt,
  • Einreise mit einem Transportunternehmen, das vertraglich an das Programm zur Visumbefreiung angeschlossen ist. Dies sind die meisten Flug- und Schifffahrtsgesellschaften. Ist das Transportunternehmen dem Programm nicht angeschlossen oder erfolgt die Einreise mit privatem Flugzeug, Schiff oder einer Militärmaschine ist stets ein Visum erforderlich.

Das Programm zur Visumbefreiung gilt für die gesamten USA einschl. Puerto Rico, Guam und die US-Virgin Islands (Jungferninseln). Dem Visa Waiver Program (VWP) gehören folgende Staaten an: Andorra, Australien, Österreich, Belgien, Brunei, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Island, Irland, Italien, Japan, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Neu Seeland, Norwegen, Portugal, San Marino, Singapur, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Niederlande, Großbritannien). Im November 2008 ist die Visumpflicht für weitere Staaten aufgehoben worden: Estland, Litauen, Ungarn, Tschechien, Slowakei und Südkorea. Im Mai 2014 folgte Chile. Im Gegenzug liefern die Länder Fingerabdrücke von Straftätern an die US-Behörden.

Man sollte diese Anforderungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die amerikanischen
Einwanderungsbehörden (Immigration Office) sind als rigoros und konsequent bekannt. Über die Zulässigkeit einer Einreise entscheidet der Officer am ersten Ankunftsflughafen in den USA, und zwar abschließend und ohne Rechtsmittel. Näheres dazu steht unter Ankunft.

Die 90-Tage-Frist bezieht sich auf ganz Nord-Amerika und umfasst auch Aufenthalte in Kanada, Mexiko und in der Karibik. Wer diese Gebiete aufsucht und wieder in die USA einreist, sollte daher bei Grenzübertritt auch sein Rückflugticket und den Nachweis über ausreichende Geldmittel zur Finanzierung des gesamten USA-Aufenthaltes parat haben, um dem Immigration Officer die Rückkehrabsicht in die Heimat plausibel machen zu können. Bei der Einreise aus Kanada und Mexiko wird an der Grenze eine Gebühr von sechs US-Dollar erhoben.

Im Übrigen haben die amerikanischen Behörden die Prüfung der grundsätzlichen Einreisevoraussetzungen faktisch auf die Fluggesellschaften abgewälzt (diese müssen Sie nämlich umgehend zurückfliegen, wenn die Einreise verweigert wird). Bereits beim Einchecken am Flughafen werden daher der Reisepass und das Vorliegen eines Rückflugtickets von den Bediensteten der Fluggesellschaft geprüft.

Visumzwang: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben die USA die Einreisebestimmungen verschärft. Wer länger bleiben oder studieren bzw. arbeiten möchte, braucht unbedingt ein Visum, das bereits vor der Einreise in die USA beantragt werden muss.

Ein Visum benötigen:

    1. Antragsteller, die vorhaben eine Arbeit in den USA aufzunehmen, gleichgültig ob bezahlt oder unbezahlt. Hierzu gehört auch die Tätigkeit als Au-Pair oder Praktikant.
    2. Personen, die sich länger als 90 Tage in den USA aufhalten;
    3. Personen, die vorhaben, eine Schule oder Universität zu besuchen;
    4. Personen, denen schon einmal die Einreise verweigert wurde oder die innerhalb der letzten fünf Jahre aus den USA ausgewiesen wurden;
    5. Personen, die vorbestraft sind oder mit Drogen handeln;
    6. Personen, die an einer schweren übertragbaren oder psychischen Krankheit leiden, oder rauschgiftsüchtig sind;
    7. Personen, die an den Verfolgungen des nationalsozialistischen Regimes beteiligt waren;
    8. Personen, die Mitglied in subversiven oder terroristischen Organisationen waren oder sind;
    9. Personen, die im Besitz von bundesdeutschen blauen Reise- oder Fremdenpässen sind.

Vereinfacht gesagt: alle die in den USA arbeiten, studieren oder forschen wollen oder länger als 90 Tage Aufenthalt wünschen, benötigen ein Visum. Dazu gehören Forscher, Studenten, Sprachschüler und Praktikanten; Fachkräfte mit amerikanischem Arbeitsvertrag sowie Manager US-amerikanischer Unternehmen und Journalisten.

Grundsätzlich werden folgende Visa-Arten unterschieden:

  • H – 1 B: Als Fachkraft in einem amerikanischen Unternehmen arbeiten, i.d.R. amerikanischer Arbeitsvertrag erforderlich
  • L: Manager oder Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen in amerikanischen Unternehmen
  • F 1: Forscher und Studenten
  • J 1: Praktikanten mit ausgestelltem Formblatt „DS – 2019“ (wird nur einmal bewilligt!)
  • I: Journalisten

Etwa 8 Millionen Menschen stellen jährlich einen Visumantrag für die USA, davon werden rund 80 % genehmigt. 13 der mutmaßlichen 19 Attentäter des 11. September 2001 waren mit gültigem Visum in die USA eingereist. Die US-Vertretungen sind daher weltweit gehalten, jeden Visumantrag einer doppelten Sicherheitsprüfung zu unterziehen. Tätigkeit und Hintergrund der antragstellenden Personen werden genau durchleuchtet, Fotos gescannt und in einer zentralen Datenbank der USA archiviert. Persönliches Erscheinen ist zur Antragstellung Pflicht, außerdem werden biometrische Fingerabdrücke genommen. Wegen der Interviewpflicht (dem persönlichen Erscheinen in einem amerikanischen Konsulat des Heimatlandes) müssen Antragsteller damit rechnen, dass sie mindestens 2 Arbeitstage für die Antragstellung benötigen. Die Bearbeitungszeit kann mehrere Wochen betragen. Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Amerikanischen Botschaft und des US-Außenministeriums.

Seit 2005 müssen in Deutschland Wohnende die Zahlung ihrer Visum-Antragsgebühr mittels eines Online-Zahlungsbestätigungsformulars abwickeln. Die Amerikanische Botschaft hat hierzu folgende Hinweise gegeben:

Ebenfalls seit 2005 müssen Personen, die in Deutschland ein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten beantragen, ein Online-Zahlungsbestätigungsformular ausfüllen, um einen sicheren Visa-Einzahlungsnachweis zu erhalten. Das Online-Zahlungsbestätigungsverfahren ist eine schnelle, sichere und kostengünstige Methode für Visaantragssteller zu belegen, dass sie die Visabearbeitungsgebühr bezahlt haben, wenn sie in der US-Konsularabteilung in Berlin oder Frankfurt ihr Gespräch über den Visaantrag (visa interview) haben. Bitte beachten Sie: Dieses Verfahren gilt nur für Reisende, die ein Visum beantragen. Im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen benötigen Reisende kein Visum und müssen diesem Verfahren nicht folgen. Das Ausfüllen des Online-Zahlungsbestätigungsformulars dauert nur wenige Minuten und ist kostenfrei, wenn der Antragsteller eine E-Mail-Adresse angibt, an die der sichere digitale Visa-Einzahlungsnachweis geschickt werden kann.

Wie funktioniert der Online-Bestätigungsservice?

In Deutschland müssen Sie die Antragsgebühr online oder persönlich bei der Bank bezahlen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite cdn.ustraveldocs.com.

Einreiseformulare/-anmeldung

Hier wird beschrieben, welche Formulare Sie - egal ob mit oder ohne Visum - für die Einreise in die USA benötigen.

Bei einer Einreise in die USA benötigt man

ohne Visum

  • eine online erworbene ESTA-Einreisegenehmigung bei Einreisen per Flugzeug oder Schiff pro Reisenden,
  • bei Einreisen auf andere Art, also z.B. bei Flügen nach Kanada oder Mexiko und Einreise von dort per Pkw in die USA, ein ausgefülltes grünes Einreiseformular Form I-94 W (immigration form) pro Reisenden,
  • eine ausgefüllte Zollerklärung Form 6059B für alle zusammen Reisenden;

mit Visum

Die Vordrucke gibt es auch auf Deutsch. Wenn man sie nicht automatisch ausgehändigt erhält: nachfragen. Die Zollerklärung wird nur einmal für zusammengehörende Reisende benötigt. Im Unterschied zur Lässigkeit im amerikanischen Alltagsleben sind die amerikanischen Behörden grundsätzlich von preußischer Gesinnung. Auf das Ausfüllen der Vordrucke sollte man, um unliebsamen Nachfragen vor Ort entgegenzuwirken, daher etwas Sorgfalt verwenden und insbesondere die amerikanische Schreibweise von Zahlen beachten (vgl. auch unter Was ist anders in den USA?). In den USA hat die „7“ keinen Querstrich und die „1“ wird als senkrechter Strich geschrieben.

Übermittlung der Einreisedaten via Internet/ESTA

Bei einer visumfreien Einreise als Tourist oder Geschäftsreisender per Flugzeug oder Schiff muss vor Reiseantritt eine Reisegenehmigung per Internet über ein ESTA (Electronic System for Travel Authorization) genanntes Reisegenehmigungssystem beantragt werden. Dieses Verfahren ersetzt das bisherige grüne Einreiseformular I-94 W. Die Angaben sollen nur einmal übermittelt werden und dann grundsätzlich für zwei Jahre gültig sein.

Der Antrag soll möglichst früh, also schon zu Beginn der Reiseplanung gestellt werden. Eine
Reiseabsicht ist nicht Voraussetzung für die Antragstellung. So können Geschäftsreisende eine solche Genehmigung auch schon „vorsorglich“ einholen. Ergeben sich im nachhinein Änderungen, etwa bei den Reisedaten oder der Zieladresse, können die Angaben auf der ESTA-Webseite nachträglich korrigiert werden. Die Angaben im Antrag werden mit den Datenbanken der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden abgeglichen. Einen Antrag muss jeder Reisende stellen, auch Kinder jeden Alters.

In der Regel wird eine Genehmigung schon unmittelbar nach Online-Antragstellung ausgesprochen. Dafür gibt es 3 Varianten: Genehmigung erteilt, Einreise nicht genehmigt oder Genehmigung wird bearbeitet.

Eine erteilte ESTA-Reisegenehmigung:

  • ist bis zu zwei Jahre oder bis zum Ablauf der Gültigkeit des Passes des Reisenden gültig, je nachdem, was früher eintritt,
  • für mehrere Einreisen in die Vereinigten Staaten gültig und
  • begründet keinen Rechtsanspruch auf Einreise in die Vereinigten Staaten an einer Einreisestelle. Die ESTA-Genehmigung erlaubt den Reiseantritt per Flugzeug oder Schiff in die Vereinigten Staaten lediglich im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen. In allen Fällen treffen Zoll- und Grenzschutzbeamte an den Einreisestellen die Entscheidung über die Einreise.

Wird keine ESTA-Reisegenehmigung erteilt, muss der Reisende einen Visumantrag stellen. Die Reisegenehmigung wird auf der Internetseite der Electronic System for Travel Authorization beantragt. Diese Homepage gibt es in mehreren Sprachen, darunter auch deutsch.

Bereithaben muss man neben dem Reisepass:

  • die Flugnummer der Maschine, mit der man in den USA eintrifft (entsprechend bestimmt sich die Antwort nach dem deutschen Abflughafen. Wer also von Hamburg nach Frankfurt fliegt und dort in eine Maschine nach New York umsteigt, gibt als Abflughafen Frankfurt an sowie die Flugnummer des Fluges Frankfurt – New York);
  • den Namen und die Anschrift (Straße, Staat, Postleitzahl) des ersten Hotels, Motels usw. in den USA, denn dies ist das „Ziel“ Ihrer Reise lt. Vordruck; alternativ kann auch die Anschrift des Autovermieters in den USA angegeben werden.

Ausführliche Einzelheiten zur Neuregelung gibt auf deutsch mit Antworten zu den häufigsten Fragen auf der Seite der Electronic System for Travel Authorization.

Seit 2010 ist das elektronische Reisegenehmigungssystem kostenpflichtig. Für die Stellung eines ESTA-Antrages oder für die Aktualisierung eines bestehenden ESTA-Antrages wird eine Gebühr in Höhe von 14 US-Dollar erhoben (10 Dollar Genehmigungsgebühr und 4 Dollar Bearbeitungsgebühr). Die 10-Dollar-Genehmigungsgebühr fällt nur bei Genehmigung des Antrags an, bei Antragsablehnung ist nur die Bearbeitungsgebühr fällig. Die Gebühren können nur über eine Kredit-/Debit-Karte gezahlt werden. Akzeptiert werden MasterCard, VISA, American Express und Discover. Die Zahlung der Antragsgebühr kann auch mittels Kreditkarte eines Anderen als des Antragstellerss, also durch die Kreditkarte eines Freundes oder eines Reisebüros, erfolgen.

Hinweis: Es gibt zahlreiche Fremdanbieter, die – gegen besonderes Entgelt – ESTA-Anträge stellen. Diese Fremdanbieter sind nicht von den amerikanischen Behörden autorisiert. Ihre „Gebühren“ sind Bezahlung der von ihnen erbrachten Dienstleistung. Sie sind prinzipiell nicht erforderlich, weil jeder seinen Antrag im Internet bei Zahlung der obigen us-amerikanischen Gebühren selbst oder mit Hilfe von Freunden stellen kann. Eine schnellere oder bevorzugte Bearbeitung können diese Fremdanbieter nicht erreichen.

Zollerklärung Form 6059 B: Unabhängig von einer etwaigen Visumpflicht ist das Zollformular von allen Reisenden auszufüllen. Es genügt ein Zollformular für alle zusammen Reisenden. Auf der Vorderseite sind Angaben zur Person zu machen, auf der Rückseite müssen etwaige zollpflichtige Waren deklariert werden.

Eine Ausfüllhilfe – in englischer Sprache – zur Customs Declaration bietet die Internetseite des amerikanischen Zolls.

Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, Hilfestellung zu leisten. Sie finden daher Hinweise zum Ausfüllen der Vordrucke in den schriftlichen “Flugbegleitern”, die am Flugzeugsitz vor Ihnen im Netz (zusammen mit der Speisekarte und der Rettungsbroschüre) deponiert sind. Einige Airlines zeigen vor Ankunft auch kurze Filme, in denen die Einreiseformalitäten erläutert werden. Bei Zweifeln helfen auch Steward oder Stewardess.

Wer länger als 3 Monate in den USA bleiben will, zunächst kein Rückflugticket gebucht hat oder aus anderen Gründen nicht unter das Visa Waiver Pilot Programm fällt, benötigt ein Visum (vgl. vorstehende Ausführungen).

Einzelheiten sind auf den Internetseiten der amerikanischen Botschaft nachzulesen. Informationen zu Besucher-Visa enthält die Seite der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern. Die Adressen der zuständigen USA-Vertretungen kann man den Internetseiten des Auswärtigen Amtes und der US-Botschaft in Berlin entnehmen.

Auch wer mit Visum einreist, muss im Flugzeug dem Behördenschimmel gehorchen und ein Einreiseformular je Reisepass (in diesem Falle ein weißer Vordruck, Ausfüllhinweise hierzu wiederum in den schriftlichen “Flugbegleitern”) sowie ein Zollformular ausfüllen.

Impfungen: Bei Direkteinreise aus Europa sind Impfungen nicht vorgeschrieben. Generell sind Impfungen gegen Tetanus und Diphterie ratsam, bei längeren Aufenthalten und/oder einfachen Reiseumständen kann auch eine Impfung gegen Hepatitis B in Betracht kommen.

Mitnahme von Haustieren

Grundsätzlich ist es möglich, Haustiere in den Urlaub mit in die USA zu nehmen. Allerdings liegt die Tücke im Detail. Alle Tiere müssen bei einer Einreise in die USA in gutem Gesundheitszustand und frei von ansteckenden Krankheiten sein. Dies wird am ersten Ankunftsflughafen in den USA untersucht und entschieden, d.h. die Tiere werden einer Untersuchung – ggf. durch einen Tierarzt – unterzogen. Wird ein Tierarzt hinzugezogen, trägt der Besitzer des Tieres die Kosten. Sollte einem Tier die Einreise nicht gewährt werden, so wird es grundsätzlich zurückgeschickt oder getötet. Hunde können nur mit einem Impfpass – in englischer Sprache bzw. mit entsprechender Übersetzung – eingeführt werden, dabei muss die letzte Tollwutimpfung mindestens 30 Tage zurückliegen. Ohne Impfpass wird der Hund bei der Einreise geimpft und 30 Tage lang in Karantäne gehalten. Die Impfbescheinigung sollte eine genaue Beschreibung des Hundes, das Datum und die Gültigkeitsdauer der Impfung enthalten und von einem zugelassenen Tierarzt unterschrieben sein. Ist die Gültigkeitsdauer der Impfung nicht angegeben, darf der Impftermin nicht länger als 12 Monate vor der Einreise in die USA liegen. Keine Impfbescheinigung ist erforderlich, wenn der Hund länger als 6 Monate in einem Gebiet war, das vom öffentlichen Gesundheitsdienst zu tollwutfreiem Gebiet erklärt wurde, oder weniger als 3 Monat alt ist.

Hauskatzen benötigen einen Nachweis, dass sie keine auf den Menschen übertragbare
Krankheit haben. In dem tollwutfreien Bundesstaat Hawaii und dem tollwutfreien Territorium Guam eingeführte Katzen unterliegen allerdings den Quarantänebestimmungen des Bundesstaates bzw. Territoriums.

Dies ergibt sich in Kürze aus den Zollbestimmungen; weitere Einzelheiten können Sie auf der Homepage des amerikanischen Zolls auf der Unterseite für Haustiere nachlesen.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich zeitnah vor der Reise beim Generalkonsulat über den letzten Stand der Bestimmungen durch Nachfrage zu informieren. Über Möglichkeiten des Transports von Haustieren sollten Sie sich Informationen der jeweiligen Fluggesellschaft einholen.

Erste Informationen – in englischer Sprache – bietet auch die Homepage von petswelcome.com. Hier erfährt man grundsätzlich zu beachtende Dinge beim Reisen mit Tieren, Adressen von Unterkünften und Campingplätzen, die Haustiere zulassen, sowie medizinische Hinweise. Die wichtigsten amerikanischen Fluggesellschaften sind mit ihren
Tierbeförderungsbestimmungen aufgelistet.

Die Regelungen zur Mitnahme von Haustieren sind von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich. So gibt es auch Gesellschaften, die die Mitnahme von Tieren generell ablehnen. Andere befördern Haustiere grundsätzlich nicht im Winter (z.B. bestehen bei Flugzeugen des Typs Airbus A320 häufig Winterbeschränkungen, da diese Fracht auch bei Minustemperaturen befördern). Zur Mitnahme von Haustieren im Flugzeug sind grundsätzlich zwei Wege möglich: Mitnahme in einem Käfig, Zwinger usw. (kennel) innerhalb der Passagierkabine (carry-on) oder als Luftfracht (auch hier mit entsprechendem kennel). Soll das Tier in der Passagierkabine mitreisen, müssen bestimmten Maße für den Käfig, Zwinger usw. eingehalten werden (in der Regel eine Maximal-Höhe von 9 bis 10 Inches = bis etwa 26 cm), da dieser unter dem Passagiersitz vor Ihnen platziert werden wird. Darüber hinaus gehende kennel sind grundsätzlich Luftfracht. Beachten Sie, dass der kennel in jedem Fall dem Tier ausreichenden Platz bieten muss, da während des gesamten Fluges der kennel grundsätzlich nicht verlassen werden darf. Gerade bei langen Flügen sollten Sie daher abwägen, ob die Mitnahme des Haustieres wirklich erforderlich ist. Auch Tiere können wie Menschen traumatische Ängste während des Fluges erleben. Sie sollten daher auf jeden Fall vertraute Gegenstände von zu Hause mit in den kennel tun, etwa die stets benutzte Decke oder ein Spielzeug. Und um nicht während der Reise plötzlich vor ungeahnten Schwierigkeiten zu stehen, sei wiederholt: Erfragen Sie vor der Reise die gültigen Bestimmungen bei der Fluggesellschaft, und zwar bei jeder, mit der Sie eine (Teil-)Strecke fliegen.

Wie zu Hause gilt auch bei Reisen innerhalb der USA, dass Tiere bei öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen häufig willkommen sind, manchmal aber auch nicht. Auch hierüber sollte man vor der Reise Informationen einholen. Nicht besonders tierfreundlich sind die Einrichtungen des National Park Service. In den Nationalparks müssen Hunde stets an der Leine geführt werden, dürfen auf Wander-Trails in der Regel nicht mitgenommen werden und dürfen teilweise auch nicht mehr als 100 Fuß (feet) vom Straßenrand entfernt geführt werden.

Toleranter sind die Regelungen auf Gebieten des U.S. Forest Service und des Bureau of Land Managements (BLM). Hier sind Haustiere meist zugelassen, allerdings nicht in öffentlichen Gebäuden.

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