Kreditkarten – Zahlungsmittel Nr. 1 in den USA

Bar, also cash, wird in den USA nur bei Kleinbeträgen bezahlt (bis ca. 20 $). Ansonsten ist eine Kreditkarte das Mittel der Wahl.

Bar, also cash, wird in den USA nur bei Kleinbeträgen bezahlt (bis ca. 20 $). Ansonsten ist eine Kreditkarte das Mittel der Wahl. Ohne Kreditkarte gilt man, im wahrsten Sinne des Wortes, als nicht kreditwürdig.

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Sie wird sowohl beim Anmieten eines Autos verlangt (Kautionsgestellung, die sonst bar erfolgen muss), als auch beim Einchecken im Hotel als Sicherheit für abzurechnende Nebenleistungen wie Telefon usw. Auch bei Erkrankungen ist die Kreditkarte nützlich, weil sie zum Bezahlen von Arzt- und Krankenhausrechnungen ohne weiteres akzeptiert wird. Um die eigene Vertrauenswürdigkeit stets zu unterstreichen, ist ein Wedeln mit der Kreditkarte fast nie von Nachteil. Am gängigsten sind MasterCard und Visa. American Express und Diners werden nicht überall akzeptiert (auch eine Frage der Höhe der von den Händlern zu zahlenden Provisionen). In Deutschland ausgegebene Kreditkarten haben den kundenfreundlichen Charme, dass die Haftung bei Verlust auf einen Betrag von max. 50 Euro begrenzt ist, und zwar selbst dann, wenn der Verlust der Kreditkartenorganisation bzw. dem ausgebenden Kreditinstitut verspätet angezeigt wurde. Die Mitnahme von Kreditkarten ist daher grundsätzlich ratsam.

In den USA ist die Zahlung mit der Kreditkarte bereits ab 20$ gängig. Ohne Kreditkarte gilt man, im wahrsten Sinne des Wortes, als nicht kreditwürdig.

In den USA ist die Zahlung mit der Kreditkarte bereits ab 20$ gängig. Ohne Kreditkarte gilt man, im wahrsten Sinne des Wortes, als nicht kreditwürdig.

Allerdings sollte man sich über die im Inland berechneten Nebenkosten rechtzeitig informieren. Die Beschaffung von Bargeld mittels Kreditkarte ist in der Regel mit teuren Gebühren, die das heimische Bankkonto belasten, verbunden und weniger empfehlenswert. Dies sollte auf den Notfall beschränkt sein. Hier sind meist ein bis drei Prozent veranschlagt. Die Bezahlung von Rechnungen mittels Kreditkarte ist eher zu empfehlen. Zum einen ist dies in den USA wie gesagt grundsätzlich problemlos, zum anderen erfolgt die Umrechnung des Dollarbetrages zur Euro-Belastung auf dem heimischen Konto zum günstigen Briefkurs; es fallen jedoch Umrechnungsgebühren an. (Siehe: Bankkonto in den USA eröffnen – Schritt für Schritt)

Seit dem Ende des Frankfurter Devisenfixings wird die Währungsumrechnung von den ausgebenden Instituten recht unterschiedlich gehandhabt, die Anwendung des günstigen Briefkurses ist nicht mehr garantiert. Einige Institute nehmen einen Referenzkurs von Großbanken als Basis, andere Mittelwerte öffentlicher Banken oder Kurse aus New York oder London. Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor Abreise verschafft hier Klarheit. Hinsichtlich des angewandten Umrechnungskurses muss eine Kursbildung gewählt werden, die für den Kunden nachkontrollierbar ist. So hat das Landgericht Frankfurt/M. im Juni 2001 entschieden, dass „eine Umrechnung nach einem marktüblichen Kurs, der von der Bank bestimmt ist“ nicht ausreicht. Am Markt gebildet und veröffentlicht ist z.B. das Referenzkurssystem EuroFX, gebildet aus den Durchschnittswerten von 17 Banken (u.a. für US-$), nachzulesen auch für vergangene Daten unter eurofx.de.

Der früher gegebene Zeitvorteil aus der Differenz zwischen dem Zeitpunkt der Rechnungsbezahlung mittels Kreditkarte und dem der Belastung des heimischen Kontos verliert zunehmend an Bedeutung. Da die Händlernetze usw. mehr und mehr elektronisch vernetzt sind, erfolgt die Abrechnung mit der Kreditkartenorganisation und der Bankenorganisation sehr schnell. Nicht unkritisch ist, dass Hotels und insbesondere Mietwagenfirmen blanko unterschriebene Kreditkartenbelege verlangen. Dies ist in den USA wohl geschäftsüblich, bei uns warnen jedoch alle Verbraucherschützer davor, Derartiges zu unterschreiben. Die Stiftung Warentest berichtete in ihrer Novemberausgabe 1999 von einem Urteil des Oberlandesgerichts München (Az. 5 U 6738/98), das einen Urlauber zur Zahlung verdonnerte, weil er einem Motorradvermieter einen Blanko-Kartenbeleg unterschrieb: Die Unterschrift sei eine Zahlungsanweisung an die Bank und nicht mehr zu widerrufen. Im Zweifel aber wird man sich als Urlauber wohl trotz aller Bedenken für die Blanko-Unterschrift entscheiden und auf die Seriosität der Unternehmen vertrauen. Angemerkt sei, dass wir mit unserer ersten "Reklamation" gleich Probleme hatten. Nachts kamen Bedenken, ob die für die Telefonrechnung geleistete Blankounterschrift des Vorabends im Hotel wohl richtig gewesen sei. Der Nachtportier verstand die Bedenken nicht ganz, suchte den Unterschriftsbeleg, fand ihn aber nicht. Er bot als "Ersatz" das sonst übliche Deposit von "20 US-$" an. Da wir dies nicht akzeptierten, tauchte nach weiterem Suchen der Kreditkartenbeleg dann glücklicherweise auf.

Hinweis: Kreditkarten sind, wie der Name sagt, Berechtigungen für „Kredite“. Die Höhe des Kreditrahmens je Karte ist begrenzt und wird bei Vertragsabschluss dem Kunden mitgeteilt. Alle Käufe usw. per Kreditkarte werden auf den Kreditrahmen angerechnet bis sie durch Zahlung ausgeglichen werden. Wird der Kreditrahmen durch mehrere Käufe oder Groß-Käufe überschritten, wird die Kreditkarte für weitere Benutzungen automatisch gesperrt und damit während der weiteren Reise nutzlos. Klären Sie daher vor Reisebeginn die Höhe des verfügbaren bzw. benötigten Kreditrahmens mit Ihrer Kreditkartengesellschaft. Beachten Sie dabei, dass ggf. auch Garantiebeträge den Kreditrahmen belasten können. So buchen amerikanische Autovermieter die vereinbarten Garantieleistungen häufig bereits bei Vertragsabschluss in voller Höhe ab (und stornieren dies nach Fahrzeugrückgabe). Händler usw. sind gehalten, ab bestimmter Kaufpreishöhen vor dem Akzeptieren einer Kreditkarte deren Bonität nachzufragen. Ist der Kreditrahmen überschritten, wird der Händler usw. die Kreditkarte nicht mehr annehmen. Übrigens: Ein Überschreiten des Kreditkartenrahmens kann auch dazu führen, dass Sie bei Kreditauskünften nicht mehr als kreditwürdig eingestuft werden.

Welche Kreditkarten eignen sich für die USA?

Im diesem Bereich haben wir für Sie die Kreditkarten aufgezählt, die für die Nutzung in den USA besonders geeignet sind. Meistens unterscheiden sich die verschiedenen Kreditkarten durch die Jahresgebühr, aber auch durch die Kosten einer Bargeldabhebung und einer Bezahlung mit der Kreditkarte.

Santander 1PlusCard – Dauerhaft ohne Jahresgebühr

Santander 1PlusCard

Jahresgebühr:Grüner Haken keine
Bargeldverfügung
in den USA:
Grüner Haken kostenlos
Bezahlung in den USA:Grüner Haken kostenlos
Mietwagen
-versicherung:
Reiserücktritts
-versicherung:
Auslandskranken
-versicherung:
Sonstiges:• Tankrabatt bis zu 48 Euro/Jahr
• 5 % Rabatt bei Buchungen über Urlaubsplus
• Flexible Rückzahlung
Santander 1PlusCard beantragen

Santander TravelCard – Für alle Reisen bestens ausgerüstet

Santander TravelCard

Jahresgebühr:48 Euro
Bargeldverfügung
in den USA:
1,5 % vom Umsatz
Bezahlung in den USA:1,5 % vom Umsatz
Mietwagen
-versicherung:
Reiserücktritts
-versicherung:
Grüner Haken inklusive
Auslandskranken
-versicherung:
Grüner Haken inklusive
Sonstiges:• 5 % Rabatt bei Buchungen über Urlaubsplus
• Verkehrsmittel-Unfallversicherung
• Kaufschutzversicherung
• Flexible Rückzahlung
Santander TravelCard beantragen

Barclaycard Gold Visa – Alle Reiseversicherungen inklusive

Barclaycard Gold Visa Kartenabbildung 250x250

Jahresgebühr:Grüner Haken im ersten Jahr keine, danach 59 Euro (ab 3.000 Euro Jahres­umsatz weiterhin kostenlos)
Bargeldverfügung
in den USA:
1,99 % vom Umsatz
Bezahlung in den USA:1,99 % vom Umsatz
Mietwagen
-versicherung:
Reiserücktritts
-versicherung:
Grüner Haken inklusive
Auslandskranken
-versicherung:
Grüner Haken inklusive
Sonstiges:• bis zu 2 Monate Zahlungsziel
• 24-Stunden-Notfall-Service (Ersatz von Reisedokumenten / Zahlungsmitteln, Arzneimittelversand, Hilfe im Krankheits- / Todesfall)
Barclaycard Gold Visa beantragen

Eurowings Gold – Mietwagen- und Auslandskrankenversicherung inklusive

eurowings Gold 250x250

Jahresgebühr:Grüner Haken im ersten Jahr keine, danach 69 Euro
Bargeldverfügung
in den USA:
Grüner Haken kostenlos
Bezahlung in den USA:Grüner Haken kostenlos
Mietwagen
-versicherung:
Grüner Haken Vollkasko inklusive
Reiserücktritts
-versicherung:
Auslandskranken
-versicherung:
Grüner Haken inklusive
Sonstiges:• Priority Check-In
• Individuelle Rückzahlungsoption
Eurowings Gold beantragen

Kostenlose Kreditkarten

Inzwischen gibt es viele Kreditkarten ohne Jahresgebühr, die sich vor allem für Reisen eignen. Vorsicht: Manche Anbieter erheben ein Auslandseinsatzentgelt.

Inzwischen gibt es viele Kreditkarten ohne Jahresgebühr, die sich vor allem für Reisen eignen. Vorsicht: Manche Anbieter erheben ein Auslandseinsatzentgelt.

Wer eine Kreditkarte nur für die Reise sucht, kann auf das – allerdings begrenzte – Angebot an Kreditkarten ohne Jahresgebühr ausweichen. Interessant sind auch die Kreditkarten von einzelnen Direktbanken, weil sie teilweise das kostenlose Abheben von Geld an Bankautomaten ermöglichen. Bei der kostenlosen Visa-Karte der DKB-Bank oder der Comdirect Bank sowie mit der kostenlosen Mastercard der SKG-Bank fallen weltweit keine Gebühren an, auch kein Auslandseinsatzentgelt. Demgegenüber wird bei anderen Direktbanken bei Abhebungen außerhalb des Euro-Raumes zwar keine Gebühr erhoben, aber ein sog. Auslandseinsatzentgelt. Dieses liegt zwar unter den bankenüblichen zwei bis drei Prozent, beträgt bei der Citibank und der SEB aber immer noch 1,65 Prozent des abgehobenen Betrages; Volkswagen Direkt berechnet 1,5 Prozent, die ING Diba 1,25 Prozent und der ADAC 1 Prozent. Übrigens: Bei der DKB und der SKG ist das kostenlose Konto an keine Bedingungen geknüpft. Bei der Comdirect müssen dagegen monatlich mindestens 1.250 Euro eingehen (= de facto Gehaltskonto). Da keines der Kreditinstitute auf eine Bonitätsprüfung des Kunden verzichtet, sollte ein Konto schon eine größere Zeit vor Urlaubsbeginn eröffnet werden. Eine Übersicht der Bedingungen für einzelne Kreditkarten bietet Henning Petrat auf seiner informativen Internetseite www.kostenlose-kreditkarten.info.

    Kurze Hinweise, um Probleme mit nicht berechtigten Belastungen zu vermeiden:
  • nach jeder Bezahlung die Belege aufbewahren (nur über den Beleg kann die zutreffende Belastung vom Kunden nachgewiesen werden),
  • Durchschläge und Kohlepapier der Belege nicht am Ort in den Müll werfen, sondern mitnehmen (Betrüger könnten leicht an die Kartendaten kommen),
  • beim Ausfüllen des Kartenbelegs links und rechts neben dem Betrag keine Leerstellen offen lassen,
  • die Summe auf dem Beleg muss in der „Total“-Zeile stehen und die Währung richtig eingetragen sein,
  • Blankounterschriften grundsätzlich vermeiden, ggf. (bei Abreise aus dem Hotel, Rückgabe des Mietwagens usw.) eine verbindliche Abrechnung und die Vernichtung des Blankobelegs verlangen,
  • Kontoauszüge genau prüfen und spätestens 4 bis 6 Wochen nach Eingang der Abrechnung schriftlich reklamieren.
    Wird die Kreditkarte gestohlen, ist zweierlei sofort zu veranlassen:
  • telefonische Sperrung der Karte über die Notfall-/Service-Nummern des Kreditkartenanbieters (siehe weiter unten), ggf. auch zusätzlich über die Hausbank;
  • Erstattung einer Diebstahl-Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei (häufig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gefordert).

Ein ergänzender Hinweis für Einkäufe im Internet per Kreditkarte: Für jede Abbuchung liegt die Beweislast beim Kreditkartenunternehmen. Haben Sie einen Beleg unterzeichnet, ist der Beweis grundsätzlich erbracht. Haben Sie jedoch keinen Beleg unterzeichnet – wie dies bei Einkäufen im Internet stets der Fall ist, muss der Betrag auf Wunsch des Kunden zurückgebucht werden. Grundlage hierfür sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Allerdings kann eine solche Reklamation sehr Zeit raubend sein. Haben Sie Schnupperangebote, z.B. von Erotikanbietern, genutzt und ihre Kreditkartennummer eingegeben – und sei es nur zur angeblichen Alterskontrolle – ist es meist sehr schwierig nachzuweisen, dass kein Vertrag zu Stande gekommen ist. Wichtig ist hier, dass Sie innerhalb bestimmter Fristen das Schnupperabo wieder kündigen. Generell sollten Sie Kartendaten nie unverschlüsselt ins Internet geben. Verschlüsselte Verbindungen erkennen Sie an dem Kürzel „https“ in der Internet-Adresse.

Kreditkarten-Notrufnummern

Falls ein Betrug vorliegt, bieten die großen Kreditkartenunternehmen einen kostenlosen 24-Stunden-Service per Telefon an.

Falls ein Betrug vorliegt, bieten die großen Kreditkartenunternehmen einen kostenlosen 24-Stunden-Service per Telefon an.

    Falls es Probleme mit Ihrer Kreditkarte geben sollte, bieten die großen Kreditkartenunternehmen einen kostenlosen 24-Stunden-Service per Telefon an (z.T. gelten die Nummern nur in den USA):
  • American Express: 1-800-528-4800
  • Diners Club: 1-800-525-9150
  • Master Card: 1-800-826-2181
  • Visa: 1-800-227-6800
    Für verlorene oder gestohlene Kreditkarten gelten folgende Nummern in den USA:
  • American Express: 1-800-992-3404
  • Master Card: 1-800-826-2181
  • Visa: 1-800-336-8472
    In Deutschland gelten die nachstehenden Notfall-/Service-Nummern:
  • Eurocard/Mastercard: 0049 (0)800 – 81 91 04 0, 0049 (0)69 – 79 33 19 10, International (R-Gespräch): 001 31 42 75 66 90 – USA/Kanada (R-Gespräch): 1-800-30 77 30 9
  • Visa Card: 049 (0)800 – 81 49 10 0, 0049 (0)69 79 20 13 33, International (R-Gespräch kostenlos): 001 41 05 81 38 36
  • Visa (Citibank): 0049 (0)5921 – 86 17 17
  • American Express: Blue Card (0049 (0)69 – 97 97 77 77), Personal Card (0049 (0)69 – 97 97 10 00), Gold Card (0049 (0)69 – 97 97 20 00)
  • Diners Club: 0049 (0)180 – 23 45 45 4, 0049 (0)69 – 661 661 33, 0049 (0)180 5 33 66 95
  • GZS – Notfallservice: 0049 (0)69 – 79 33 19 10
  • Pluscard: 0049 (0)681 – 93 76 45 99
  • EC-/Maestro- oder Bankkunden – Karte: 01805 – 02 10 21 (Zentraler Kreditausschuss der Banken und Sparkassen – ZKA), 0049 (0)69 74 09 87
  • ADAC-Kreditkarte: 0049 (0)30 – 55 55 22

Hinweis: Seit dem 1. Juli 2005 gibt es eine einheitliche Sperr-Nummer in der Bundesrepublik Deutschland: +49 116 116 – Innerhalb Deutschland ist das Gespräch kostenlos, aus dem Ausland muss man die Gesprächskosten zahlen. Bisher beteiligen sich allerdings erst die Sparkassen, Volksbanken, American Express und Euro Kartensysteme (mit Mastercard) an diesem Dienst. Ob und wann sich Privatbanken und Mobilfunkanbieter anschließen, ist ungewiss. Die vollständige Liste der angeschlossenen Organisationen gibt es im Internet unter sperrnotruf.de.

Näheres erfährt man auch auf den Internetseiten der Kreditkartenorganisationen: Mastercard, Visa, American Express, Diners Club

Kreditkarten-Abrechnungssysteme

Eine Kreditkarte lässt sich wie ein Teilzahlungskredit oder Tagesgeldkonto benutzen. Man sollte nachrechnen, welches Abrechnungsverfahren die meisten Vorteile bringt.

Debit-Karten:
Bei Debit-Karten werden alle Zahlungen dem Kundenkonto sofort zinswirksam belastet. Wer ein Guthaben auf dem Kartenkonto unterhält, verliert Guthabenzinsen. Wer bei Plus-Minus-Null startete, muss meist 11 bis 15 % Sollzinsen zahlen. Für die Abrechnung auf Guthabenbasis sprechen Zinssätze, die ja nach Guthabenhöhe mit 1 bis ca. 3,5 % nicht wesentlich unter dem Ertrag eines Sparbuchs liegen. Andererseits gibt es attraktive Zinssätze jenseits der drei Prozent häufig erst bei sechsstelligen Guthabenbeträgen. Wer sein Geld nicht innerhalb der nächsten Tage braucht, sollte solche Beträge Gewinn bringender anlegen. Vorteil für Reisende: Barabhebungen per Kreditkarte werden vom Guthaben billiger, der maximal pro Tag verfügbare Betrag steigt. Eine Debit-Karte haben die meisten Deutschen übrigens schon in der Tasche: die EC-Karte. Werden Sie in den USA gefragt, ob Ihre Kreditkarte eine Debit-Karte sei, so verneinen Sie dies besser. Debit-Karten werden dort nicht als "vollwertig" angesehen und z.B. von Autovermietern nicht akzeptiert.

Charge-Karten:
Dabei handelt es sich um Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung. Die Umsätze werden bis zu einem vereinbarten Stichtag gesammelt und dann per Lastschrift vom Kontokorrentkonto des Kunden eingezogen. Der Kunde verbucht bei der Belastung eines kurz nach dem letzten Abrechnungsstichtags getätigten Umsatzes einen Zinsvorteil von fast einem Monat. Das kann sich lohnen, wenn das Kontokorrentkonto am Tag eines größeren Einkaufs noch keine Deckung aufweist. Auf dem Kreditkartenkonto werden innerhalb des Abrechnungsmonats keine Sollzinsen fällig.

Credit-Karten:
Bei entsprechender Bonität erhält der Kunde eine Monatsrechnung und kann entscheiden, ob er die belasteten Beträge sofort oder in Raten zahlt. Für die nicht sofort getilgten Schulden werden dann allerdings Sollzinsen fällig. Üblich sind effektive Jahreszinssätze von 12 bis knapp 15 Prozent. Bei vielen Kreditkartenanbietern in Europa haben die Kunden die Wahl, welche Art der Kreditkartennutzung sie wählen.

Übrigens: Die Herausgeber von Kreditkarten sind in den USA gesetzlich verpflichtet, offene Rückzahlungen nach 180 Tagen abzuschreiben. In 2001 lag die Ausfallrate bei 5,5 %.

Einkäufe im Internet

Das Einkaufen im Internet hat sich in den letzten Jahren zu einem bequemen Geschäft entwickelt. Allerdings sollte der rechtliche Rahmen derartiger Einkäufe berücksichtigt werden.

Das Einkaufen im Internet hat sich in den letzten Jahren zu einem bequemen Geschäft entwickelt. Allerdings sollte der rechtliche Rahmen derartiger Einkäufe berücksichtigt werden.

Weiterer Hinweis für Einkäufe im Internet mittels Lastschrift bzw. Überweisung: Einkäufe, die mittels Einzugsermächtigungen vom eigenen Bankkonto bezahlt werden, haben nach deutschem Recht einen wesentlichen Vorteil: der Kunde kann jede einzelne Abbuchung widerrufen, egal ob sie rechtmäßig ist oder nicht. Die Bank muß dann kostenlos rückbuchen. Sicherheitshalber sollte einer Lastschrift unverzüglich widersprochen werden, also spätestens nach zwei bis drei Wochen bzw. nach Rückkehr aus dem Urlaub. Hier sind die Rechtsvorschriften eindeutig auf der Seite des Verbrauchers; eine "sicherere" Zahlungsweise gibt es kaum noch. Bei der Überweisung oder einem Dauerauftrag ist die Rechtsposition des Kunden schon erheblich verschlechtert: eine Rückbuchung durch die Bank ist nicht mehr möglich, wenn das Geld dem Empfängerkonto bereits gutgeschrieben wurde, also häufig schon nach zwei bis drei Tagen. Dann muss man sich mit der Firma auseinandersetzen, die das Geld erhalten hat. Übrigens: eine regelmäßige Kontrolle der eigenen Bankkontoauszüge ist anzuraten, Banken führen Lastschriften zu Gunsten von Firmen nämlich ohne weitere Prüfung aus; im Klartext: die Bank prüft nicht, ob eine Einzugsermächtigung tatsächlich erteilt worden ist.

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