Auslandsreisekrankenversicherung in den USA

Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist auf jeden Fall erforderlich. Privatversicherte sollten allerdings prüfen, ob ihr bestehender Krankenversicherungsschutz ausreichend ist.

Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist auf jeden Fall erforderlich. Privatversicherte sollten allerdings prüfen, ob ihr bestehender Krankenversicherungsschutz ausreichend ist.

Oft besteht ein Auslandsreisekrankenversicherungsschutz teilweise bereits über Kreditkarten („Goldkarte“); prüfen Sie hier aber in jedem Fall die Versicherungsbedingungen vor der Reise unter Beachtung der nachstehenden allgemeinen Hinweise, um nicht unversehens in eine Versicherungslücke zu geraten. Auslandsreisekrankenversicherungen sind in Deutschland recht preiswert. Bei einem mehr als 14tägigen Urlaub “rechnet” sich meist schon eine Versicherung für das ganze Jahr (kaum teurer).

Reisekrankenversicherungen werden individuell von den Versicherungsgesellschaften aufgelegt, es gibt also im Unterschied zu anderen Krankenversicherungen in Deutschland keine weitgehend einheitlichen Versicherungsbedingungen. Ein Versicherungsvergleich ist anzuraten, hierbei sind die örtlichen Verbraucherberatungen und die Stiftung Warentest hilfreich.

    Es sollte insbesondere darauf geachtet werden,
  • inwieweit Vorerkrankungen ausgeschlossen sind (tritt die Krankheit während der Reise erneut auf, ist man nicht versichert). Häufig ist hier das Merkmal der „Unvorhersehbarkeit“ entscheidend. Die Auslandsreisekrankenversicherung zahlt grundsätzlich nur bei unvorhersehbaren Erkrankungen. Die Abgrenzung ist nicht immer leicht. So hat das OLG Hamm, Az. 20 U 44/00, in 2001 entschieden, dass für einen während der Reise aufgetretenen Bandscheibenvorfall, der nahezu zur Bewegungsunfähigkeit führt, ein ärztlich angeratener Krankenrücktransport bezahlt werden muss, auch wenn ein ähnlicher Vorfall eine Woche vor der Reise bereits aufgetreten und bis zur Reise wieder abgeklungen war; bei Bandscheibenvorfällen müsse immer mit plötzlichen Rückfällen gerechnet werden, doch wann sie konkret eintreten sei unvorhersehbar;
  • ob und unter welchen Voraussetzungen ein Krankenrücktransport eingeschlossen ist (in der Regel muss vor Ort von einem Arzt die Notwendigkeit des Rücktransports bescheinigt werden). Einige Versicherungen zahlen nur, wenn ein Rücktransport „medizinisch notwendig“ ist, umproblematischer ist die Klausel, die einen Rücktransport erlaubt, „wenn ein Arzt ihn für sinnvoll hält“. Übrigens: die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bezahlen einen Rücktransport auch aus anderen Ländern als den USA grundsätzlich nicht;
  • für welche Zeit nach Erkrankung Leistungen wirklich versichert sind (der Versicherungsschutz kann z.B. 2 Wochen nach Erkrankung enden, so dass bei fortbestehender Erkrankung dann selbst gezahlt werden muss).
  • für welche Reisedauer der Versicherungsschutz besteht. In der Regel werden nur Urlaubsreisen mit einer Dauer von 40 bis 80 Tagen in den Versicherungsschutz einbezogen. Bei längeren Reisen wird der Versicherungsschutz erheblich teurer;
  • ob eine 100-prozentige Kostendeckung nur bei dem Vermerk "medizinisch sinnvoll und ärztlich vertretbar" gewährleistet ist;
  • ob keine Einschränkung des Versicherungsschutzes beispielsweise bei chronischen Erkrankungen oder aufgrund einer Altersbegrenzung (häufig werden Versicherungen nur bis zum 65. bzw. 70. Lebensjahr angeboten) erfolgt.

Die Auslandsreisekrankenversicherung ersetzt dem Versicherten lediglich die entstandenen Krankheitskosten. Diese müssen vor Ort direkt bezahlt werden. Schon zur Absicherung dieses Risikos ist daher die Mitnahme einer Kreditkarte, die von Ärzten, Krankenhäusern usw. ohne weiteres akzeptiert wird, sinnvoll.

Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist zwingend erforderlich. Außerdem sollten die Versicherungsbedingungen auf Stolpersteine durchsucht werden.

Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist zwingend erforderlich. Außerdem sollten die Versicherungsbedingungen auf Stolpersteine durchsucht werden.

    Bezahlt werden insbesondere (Leistungskatalog):
  • freie Arzt- und Krankenhauswahl
  • vom Arzt verordnete Arzneien, Verband- und Heilmittel
  • 100 %ige Erstattung von
    ambulanter ärztlicher Behandlung, Röntgendiagnostik und Operationen,
    schmerzstillender Zahnbehandlung, einfachen Zahnfüllungen, Reparaturen von Zahnersatz
    Krankenhausaufenthalt (ärztliche Leistungen, Sachmittel, Unterbringung, Verpflegung)
    Transport zum nächsten Krankenhaus durch Rettungsdienste
  • ärztlich angeordneter oder medizinisch notwendiger Transport zum Krankenhaus im Wohnort
  • Überführung im Todesfall oder Bestattung im Ausland (i.d.R. bis 20.000 DM bzw. 10.000 DM für Europa).

Wer sich an organisierten Sportveranstaltungen beteiligt, sollte vorher prüfen, ob die Versicherung auch dafür Schutz bietet. Achten Sie darauf, eine spezifizierte Rechnung zu erhalten. Sie muss das Behandlungsdatum, die Diagnose und die Gebühr beinhalten. Die Krankenkassen rechnen nur vollständig ausgefüllte und übersetzte Atteste ab. Bewahren Sie die Originalbelege der ärztlichen Behandlung auf jeden Fall auf und lassen Sie sich bei teuren medizinischen Eingriffen die Kostenübernahme vorher per Fax bestätigen.

Achtung: Wenn Sie eine Jahresversicherung abgeschlossen haben, gilt diese auch für mehrere Reisen im Jahr. Allerdings darf die einzelne Reise meist nicht länger als 40 bis 60 Tage dauern (Versicherungsbedingungen prüfen!).

Die meisten Versicherungsgesellschaften bieten heutzutage sogar den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung online an. Hinweise und Test-Ergebnisse bietet test.de.

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