26. Februar 2013

Deutschland und USA sind für Freihandelszone

US-Außenminister John Kerry ist fest entschlossen, gemeinsam mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle über eine transatlantische Freihandelszone zu verhandeln.

US-Außenminister John Kerry ist fest entschlossen, gemeinsam mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle über eine transatlantische Freihandelszone zu verhandeln. Bei einem Treffen in Berlin machte der Außenminister der Vereinigten Staaten dies deutlich.

In den Präsidentschaftswahlen 2004 noch als Bush-Konkurrent aktiv, ist John Kerry fast neun Jahre später in einer ganz anderen Mission tätig: Der 69-jährige Demokrat ist seit dem 1. Februar 2013 US-Außenminister und somit Kollege Guido Westerwelles. Seine Vorgängerin Hillary Clinton hatte Ende Januar ihr Amt niedergelegt.

Westerwelle erklärte beim Antrittsbesuch Kerrys, dass es aus deutscher Sicht «wünschenswert» sei, wenn die geplante transatlantische Freihandelszone zügig umgesetzt werden könnte. Westerwelle und Kerry betonten die politische Bedeutung der transatlantischen Beziehung. Dieses Thema müsse nun zwischen den USA und der EU forciert werden, so Westerwelle. «Ein Freihandelsabkommen würde Wachstum und Arbeitsplätze schaffen, ohne dass neue Schulden gemacht werden müssten», sagte Westerwelle nach dem Treffen mit seinem Amtskollegen.

Auch der US-Politiker ist positiv gestimmt: «Eine einzigartige Gelegenheit und eine große Vision», kommentiert John Kerry die Verhandlungen über die Freihandelszone. Experten gingen bei einer wirksamen Freihandelszone von etwa zwei Prozent Wachstum für Europa und die USA aus. Auch Bundeskanzlerin Merkel misst den transatlantischen Beziehungen eine bedeutende Gewichtung zu. «Neben gemeinsamen Werten gilt es auch, in der Welt gemeinsam zahlreiche Aufgaben zu bewältigen», so Merkel. Die Tatsache, dass der amerikanische Außenminister Deutschland so früh in seiner Amtszeit besucht, zeigt die Wichtigkeit des Vorhabens. Auch Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle sieht die USA als «den wichtigsten Partner außerhalb Europas».

Kerry, der in den 50er-Jahren mit seinen Eltern in Berlin lebte, sagte auf Deutsch: «Es ist wunderbar, wieder hier in Berlin zu sein.» Ohne Zweifel sei Deutschland einer der stärksten und effektivsten Verbündeten in der Welt. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien stärker als je zuvor. Bei seinen Antrittsbesuchen hatte Kerry zunächst London besucht, bevor er nach Berlin weiterreiste. John Kerry gilt als klassischer Transatlantiker: eine Spezies von Politikern, die im politischen Washington rar zu werden scheint.

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