7. August 2014

Burning Man Festival: Wenn die Wüste Nevadas brennt

Das jährlich stattfindende Burning Man Festival findet in Nevadas Black Rock Desert statt und ist ein Mix aus Woodstock, Love Parade, Mad Max und Dauerparty.

Das jährlich stattfindende Burning Man Festival findet in Nevadas Black Rock Desert statt und ist ein Mix aus Woodstock, Love Parade, Mad Max und Dauerparty.

In der Black Rock Desert des US-Bundesstaates Nevada findet Jahr für Jahr das bekannte Burning Man Festival statt. In der aus dem eiszeitlichen Lake Lahontan entstandene Salztonebene tummeln sich hier alljährlich Tausende Menschen. Acht Tage dauert das Festival an und endet traditionell am ersten Montag im September, dem amerikanischen Labor Day. Hier, ungefähr 150 Kilometer nord-nordöstlich von Reno gelegen, entsteht jedes Jahr um diese Zeit eine Stadt aus 70.000 Einwohnern. Mitten in der Wüste zelten die Leute und stehen für einen Mix aus Woodstock, Love Parade, Mad Max und Dauerparty.

In diesem Jahr werden 70.000 Menschen erwartet

Die aus dem Boden gestampfte Stadt ist ein Phänomen für alle Festivalfans. Wenige Wochen vor dem Festival blickt man in eine verlassene Wüstenlandschaft, während sich zu Festivalzeiten tausende Zelte aneinander reihen. Ende August ist es wieder so weit. Vom 25. August bis zum 1. September lockt das Burning Man Festival in diesem Sommer geschätzte 70.000 Menschen an. Unter den Gästen befinden sich Künstler, Hippies, Techno-Fans und Pyrotechniker aus aller Welt. Der Gründer des Festivals ist Larry Harvey. Erstmals veranstaltete der 1948 in der Nähe von Portland geborene Harvey das Festival im Jahre 1986. Mit nur 20 Teilnehmern an einem Strand in San Francisco ist die damalige Größenordnung eine deutlich andere als die heutige.

„Das hier ist wie ein fremder Planet“

In der Form eines Hufeisens schlagen die Besucher des Burning Man Festivals ihre Zelte auf. Foto: Wikipedia, Kyle Harmon

In der Form eines Hufeisens schlagen die Besucher des Burning Man Festivals ihre Zelte auf. Foto: By Kyle Harmon from Oakland, CA, USA (Burning ManUploaded by PDTillman) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Als im Jahre 1990 das Verbrennen der Statue am Strand verboten wurde, zog das Burning Man Festival in die Black-Rock-Wüste Nevadas um. Das Verbrennen einer überdimensionalen menschlichen Statue am sechsten Festivaltag ist das eigentliche Event des Festivals. Die etwa 12 Meter hohe Statue steht auf einem Podest, welches über die Jahre immer weiter erhöht wurde.

380 Dollar (280 Euro) kostet die Karte und ist damit sicherlich kein Schnäppchen. Für alle Erwerber einer Karte gehören Kälte bei Nacht und Hitze am Tag dazu. Auch auf plötzliche Staubstürme muss man stehen. Zu kaufen gibt es hier nichts, außer Blockeis und Getränke. Die Teilnehmer selbst weiten das Angebot aus und bieten frische Waffeln, kalte Cocktails, Massagen und Trommel-Workshops an. Hier ist eben alles etwas anders. „Das hier ist wie ein fremder Planet, wo dir fremde Leute im Sandsturm zulächeln und du einfach tun und lassen kannst, was du willst“, schwärmt die Münchnerin Birgit Müller. „Das ist eine lautstarke Unterbrechung des Alltags“, sagt Müller, die schon achtmal vor Ort war.

Allein die Bühne sorgt für Überraschung. Denn sie ist ein ausgetrockneter Salzsee mit rissiger Bodenkruste. Drumherum wächst wie ein Hufeisen die Zeltstadt. Zehntausende Menschen tummeln sich in Black Rock City und erfreuen sich an Kunstinstallationen wie Holzwerken, Art Cars und grell geschmückten Fahrrädern. Vor allem nachts ergibt sich ein schönes Bild. Denn wie das folgende Video zeigt, verwandelt sich die sonst so trockene Wüste dann zu einer irren Karnevalsparty aus Licht und Feuer.

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