23. April 2014

Busrundreisen in den USA liegen im Trend

Kaum zu glauben, aber wahr: Busrundreisen in den USA boomen. Die totgesagte Reiseart ist heutzutage beliebt wie nie, sagten die Veranstalter auf der Reisemesse IPW in Chicago unisono.

Kaum zu glauben, aber wahr: Busrundreisen in den USA boomen. Die totgesagte Reiseart ist heutzutage beliebt wie nie, sagten die Veranstalter auf der Reisemesse IPW in Chicago unisono.

Knapp zwei Millionen Deutsche reisten im vergangenen Jahr in die USA, viele von ihnen im Rahmen einer Busrundreise. Dies bestätigten die Veranstalter auf der Reisemesse IPW in Chicago, welche vom 5. bis zum 9. April stattfand. «Wenn Sie mich vor ein paar Jahren gefragt hätten, hätte ich gesagt, die Busrundreise in den USA stirbt aus», erklärt Heike Pabst vom Reiseveranstalter FTI. «Seit 25 Jahren denkt man, diese Form des Reisens müsste eigentlich aussterben, weil die Leute alle erfahren genug sind, um auf eigene Faust zu verreisen», erklärt Günter Rücker von Dertour. Aber: «Busreisen laufen sehr gut.» Von einem Wachstum von 15 Prozent in diesem Segment berichtet Tui-Manager Robin Brückner.

Schon nach dem Fall der Mauer erlebte die Busreise eine Renaissance. Zahlreiche Bürger aus Ostdeutschland wollten die USA erkunden, trauten sich aber nicht, da sie kein Englisch sprachen. Hier liegt auch der große Vorteil der Busreise. Es ist eine bequeme Art zu reisen, bei der sich der Kunde um wenig kümmern muss. Auch heute sind sprachliche Defizite noch ein Grund für eine Busreise. Vor allem gilt dies für ältere Reisende. «Die Best Ager stellen auf jeden Fall die größte Gruppe», so Gesk. FTI-Managerin Pabst stellt allerdings auch fest, dass es «mittlerweile auch viele Angebote für jüngere Zielgruppen» gäbe.

Was die Ziele der Busreisen in den USA betrifft, sind diesem dem normalen Touristen ähnlich: Florida, der Nordosten und die Westküste liegen bei allen Veranstaltern vorne. Da habe sich in den vergangenen Jahren kaum etwas verändert, stellt Dertour-Manager Rücker fest. Insgesamt reisten im letzten Jahr knapp zwei Millionen Menschen aus Deutschland in die USA. Das macht ein Plus von zwei Prozent aus. «Die USA sind hip, die USA sind in», so Vusa-Präsident Gesk. Das liegt nach seiner Einschätzung auch daran, dass die Lage derzeit sehr ruhig ist, es gibt keine politischen Krisen wie in anderen Teilen der Welt. Beste Aussichten, um 2014 die Zwei-Millionen-Besucher-Marke zu knacken. Alles rosig? Nein. Es könnte noch besser laufen. Vor allem bei den Hotels sei in den vergangenen Jahren wenig Neues dazugekommen. «Während in anderen Ländern, wie zum Beispiel im südlichen Afrika, eine neue Lodge nach der anderen entsteht, verpassen die USA hier den Anschluss», sagt Rücker. «Rund um die Nationalparks gibt es zum Beispiel kaum ein Hotel, das es nicht auch schon vor 30 Jahren gab. Oder schauen Sie im Luxusbereich: Da hat ganz Hawaii nur fünf Hotels, auf Bali gibt es 30.»

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