13. Februar 2014

Bustouren für Grasraucher: Kifferurlaub in Colorado

Seitdem Colorado den Marihuana-Konsum legalisiert hat, blüht der Tourismus im US-Bundesstaat nahezu auf. Ein Veranstalter bietet Kiffer-Touren für 1000 Dollar an.

Seitdem Colorado den Marihuana-Konsum legalisiert hat, blüht der Tourismus im US-Bundesstaat nahezu auf. Ein Veranstalter bietet Kiffer-Touren für 1000 Dollar an.

Auf Rezept bekommt man Marihuana in Colorado zwar schon seit dem Jahr 2000. Doch mit dem Beginn des aktuellen Jahres sind Cannabisprodukte für Erwachsene ab 21 Jahren erlaubt – zum ersten Mal in den USA. Matt Brown, der Mitbegründer von „My 420 Tours“, wittert ein großes Geschäft in dem neu entstandenen Gewerbe. Bis weitere Staaten wie Washington im Laufe des Jahres nachziehen, erwartet der Jungunternehmen einige Kunden. Die Idee des Kifferurlaubs in Colorado ist nämlich seine. Ohne Anreise und Unterkunft soll eine Mehrtagestour in Zukunft um die 1000 Dollar (rund 730 Euro) kosten. Dafür werden anreisende Cannabis-Connaisseurs vom Flughafen abgeholt, raucherfreundliche Hotels gebucht, Marihuana-Kochkurse organisiert und Workshops für eine gelingende Hanfzucht angeboten. Bürger Colorados dürfen maximal eine Unze (28 Gramm) Cannabisblüten kaufen, die derzeit circa 400 Dollar kostet. Für Auswärtige liegt das Limit bei 7 Gramm.

Mit den vielen Nationalparks und Skigebieten ist der Tourismus in Colorado schon heute eine millionenschwere Industrie. Doch mit der Legalisierung des Marihuanas eröffnet sich der US-Staat in den Rocky Mountains weit mehr Möglichkeiten. Nach Angaben von Julie Postlethwait vom staatlichen Finanzamt wurden bisher 355 Marihuana-Lizenzen ausgegeben, davon 140 für Einzelhändler. Die meisten Geschäfte werden sich auf Denvers Stadtgebiet konzentrieren. Damit könne es in Denver bald mehr Marihuana-Märkte als Starbucks-Filialen geben.

Nachdem man, was die Legalisierung des Marihuanas betrifft, weitestgehend Begeisterung registrierte, wehrt sich das staatliche Fremdenverkehrsamt gegen die aktive Vermarktung der Droge. Hier bekommt der beliebte Folksong „Rocky Mountain High“ von John Denver eine ganz neue Bedeutung. Rich Grant, Pressechef vom örtlichen Verkehrsbüro, passt das gar nicht: „Denver ist eine junge, aufregende Stadt mit einer lebendigen Kunstszene. Hier gibt es auch so genug zu sehen.“

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