Durch die USA im Wohnmobil – Vorteile und Möglichkeiten

Mit dem Wohnmobil durch die USA zu reisen ist für viele Urlauber eine ernsthafte Alternative zum Pauschaltourismus geworden. Wir erklären Vor- und Nachteile.

Inhaltsverzeichnis
Flexibilität, Komfort und Freiheit | Überführungsfahrten als Alternative

Grand Canyon - pixabay.com - werner22brigitte
Grand Canyon – pixabay.com – werner22brigitte

Die USA zu bereisen, ist für viele ein Lebenstraum. Schließlich ist kaum ein touristisches Ziel derart vielseitig und atemberaubend schön, wie die Weiten der Vereinigten Staaten von Amerika. Von eindrucksvollen Wüstenlandschaften über unvergleichliche Sumpfgebiete bis hin zu einladenden Sandstränden. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Mit dem Wohnmobil lässt sich eine USA-Durchquerung besonders komfortabel und gleichzeitig flexibel gestalten. Den folgenden Zeilen entnehmen Sie, von welchen Vorteilen Sie profitieren und welche Möglichkeiten Sie haben, um mit Wohnmobil die abwechslungsreiche Landschaft zu erkunden.

Flexibilität, Komfort und Freiheit

Unterwegs in den USA lässt ein Gefühl von Freiheit nicht lange auf sich warten. Besonders dann nicht, wenn mit einem Wohnmobil die weitläufigen und riesigen Landschaftsstriche durchquert werden, die für die USA prägend sind. Mit einem Wohnmobil können Sie an verschiedenen Stellen Halt machen und je nach Bedarf übernachten. Die Reise lässt sich sehr flexibel Ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen anpassen. Auch unterwartete Routen oder Umwege sind kein Problem, weil Sie Ihre Unterkunft stets mitführen. Über die Buchung eines Hotels müssen Sie sich keinerlei Gedanken machen, wodurch spontane Trips realisierbar sind. Während Sie heute den Grand Canyon bestaunen, könnten Sie schon morgen am Strand liegen und die Sonne von Kalifornien genießen. Da es ausreichend Campingplätze gibt, können Sie nach Tagesetappen komfortabel entspannen und sich erholen. Kaum ein Ziel eignet sich für Touren so gut, wie die USA. Neben purer Natur in den zahlreichen Nationalparks dürfen Sie sich auf Weltmetropolen wie L.A. oder New York freuen. Eindrücke von der großartigen Vielfalt, die Sie erwartet, werden im folgenden Amateurvideo vermittelt:

Um vor Ort keine negativen Überraschungen zu erleben, sollte das Wohnmobil vorab gemietet werden. Während Reiseveranstalter diesen Service übernehmen, besteht ebenfalls die Alternative der Onlinebuchung. Nachdem Ausgangspunkt sowie das Datum für Abholung und Rückgabe festgelegt wurden, werden alle verfügbaren Fahrzeuge angezeigt. Vor der Buchung sollten Sie generell auf den Fahrzeugtyp achten. Neben gängigen Alkoven-Modellen haben Sie vielerorts die Wahl zwischen Kastenwägen und teil- sowie vollintegrierten Ausführungen. Abhängig von Personenzahl, Reisedauer und zu erwartenden Bedingungen ist das Modell zu wählen. Bei langen Reisen sind komfortable Fahrzeuge mit entsprechendem Platzangebot empfehlenswert. Jede Person sollte ihren eigenen Schlafplatz haben.

Überführungsfahrten als Alternative

Wohnmobil - pixabay.com - Simon

Alternativ zum herkömmlichen Mieten von Wohnmobilen, haben Sie in den USA mit sogenannten Überführungsfahrten die Möglichkeit besonders günstig zu reisen. Touristen haben dabei die Aufgabe neue Wohnmobile direkt aus der Fabrik vom entsprechenden Herstellungsort zur Vermietung zu fahren. Allerdings müssen Urlauber dann ein Höchstmaß an Flexibilität mitbringen. Zeitpunkt und Strecke werden vorgegeben. Preislich lohnen sich derartige Überführungsfahrten ohne Frage. Für einen Bruchteil des herkömmlichen Mietpreises lassen sich die fabrikneuen Urlaubsfahrzeuge vorübergehend nutzen. Allerdings kommt es ganz auf den Vermittler und die Wohnwagenhersteller an, wie sich die Reise genau gestaltet und welche Leistungen inbegriffen sind. Um Überführungsfahrten zu vermitteln, arbeiten verschiedene deutsche Reiseveranstalter mit amerikanischen Fahrzeugherstellern zusammen. Grundsätzlich ist es ratsam, derartige Fahrten bei einem deutschen Vermittler zu buchen. Dann ist der Gerichtsstand in Deutschland, was im Streitfall markante Vorteile bringt. Zur Zusatzhaftpflicht-Versicherung sollten Sie sich vom Vermittler beraten lassen. Diese ist in vielen Fällen unverzichtbar. Überführungsfahrten beginnen nicht selten in Chicago, weil dort viele Wohnmobilfabriken ansässig sind. Wo der Zielort ist, variiert. Nachfolgend einige wichtige Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Fahrtdauer: Wer Urlaub machen möchte, darf die veranschlagte Fahrtdauer nicht unterschätzen und sollte diese realistisch beurteilen. Beispielsweise wird eine Tour von San Francisco nach Boston, die in 14 Tagen abgefahren werden muss, kaum erholsam sein. Die Zeit ist dann knapp, um die mehr als 4.500 Kilometer zurückzulegen. Informieren Sie sich deshalb detailliert über die Zeitspanne und entscheiden Sie sich im Zweifelsfall für Alternativen mit mehr Freiraum.
  • Freimeilen: Bei Überführungsfahrten, die Sie mit verschiedenen Ausflügen in Parks oder ähnlichem kombinieren möchten, müssen Sie die Freimeilen beachten. Reichen diese für die geplanten Vorhaben aus? Wenn nicht, muss für jede zusätzliche Meile eine Gebühr gezahlt werden.
  • Zusatzkosten: Campingplätze, Benzin und Co. – dies sind alles Zusatzkosten, die einkalkuliert werden müssen. Im Vergleich zum herkömmlichen Mieten von Wohnmobilen können diese zusammen mit Gebühren für das Überschreiten der Freimeilen derart hoch werden, dass kein finanzieller Vorteil besteht.

Trotz gewisser Nachteile erfreuen sich Überführungsfahrten wachsender Beliebtheit. Schließlich sind USA-Reisen dadurch sehr günstig. Praktische Tipps zu den Straßenverhältnissen und Verkehrsregeln in den USA finden Sie zusammengefasst unter den Verlinkungen.

Im Camping-Urlaub zu Faulenzen: Eine schöne Vorstellung, ganz gleich ob Sie nun wirklich mit Zelt und Isomatte unterwegs sind oder im komfortablen Wohnmobil reisen. Damit es nicht dazu kommt, dass sie Wesentliches vergessen, haben wir auch an eine Checkliste für die Camper unter Ihnen gedacht: Checkliste für den Camping-Urlaub in den USA.