6. Mai 2014

Für einen Dollar durch die USA – Überführungsfahrten von Wohnmobilen

Wer für wenig Geld die USA entdecken möchte, der kann mit Überführungsfahrten von Wohnmobilen für einen Dollar durchstarten - wenn er die Angebote genau studiert.

Wer für wenig Geld die USA entdecken möchte, der kann mit Überführungsfahrten von Wohnmobilen für einen Dollar durchstarten – wenn er die Angebote genau studiert.

Wie wir wissen, ist in Amerika alles möglich. Offensichtlich auch ein Wohnmobilurlaub ab einem Dollar pro Woche. Zumindest wird dies von Anbietern sogenannter Überführungsfahrten versprochen. Die Überführungsfahrt besteht darin, dass das Wohnmobil vom Herstellungsort zur Vermietstation gebracht wird. In Deutschland treten mehrere Reiseveranstalter als Vermittler für Wohnwagenhersteller in den USA auf. Dertour und Canusa haben die Vermittlung im Programm, auch usareisen.com listet Fahrten von acht Anbietern in den USA und Kanada auf. Bei beiden Anbietern gilt das Gleiche: Eine normale Wohnmobilmiete für zwei Wochen kann in der Hauptsaison bei mehreren tausend Euro liegen, die Specials sind deutlich günstiger.

Viele Wege führen zum Ziel

Bei Dertour werden Überführungsfahrten meist von den großen Wohnmobilfabriken rund um Chicago gestartet, die Zielorte dagegen können stark variieren. Am häufigsten sind Touren nach Florida, Colorado, Las Vegas und Kalifornien. Auch die Dauer der Überführung sollte unbedingt beachtet werden. Von San Francisco nach Boston beträgt die Strecke zum Beispiel rund 4800 Kilometer. „Muss man diese in 14 Tagen runterreißen, hat das mit Urlaub nichts mehr zu tun„, sagt Thorsten Koch vom Verein Wohnmobil Abenteuer.

Freimeilen wichtiges Indiz

Oft sind auch die Freimeilen ein wichtiges Indiz für die Attraktivität des Angebots. Jede Meile, die über die Vereinbarung – meist 2.500 Freimeilen – hinaus gefahren wird, muss separat bezahlt werden. Auch auf die Jahreszeit der angebotenen Überführung sollte geachtet werden. Meistens sind diese Fahrten nämlich im Frühjahr – in dieser Jahreszeit ist es in den Übernahmeorten oft noch kühl. So kann das Durchqueren der Rocky Mountains zum Beispiel ein Albtraum sein. Von Kälte überrascht dürfen die Tanks der Wohnmobile bei Minustemperaturen nicht befüllt werden, weil das Leitungssystem durch den Frost zerstört werden kann. Schäden, für die im Zweifel der Mieter haftet.

Auch wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich bei den Fahrzeugen um Neufahrzeuge handelt. Da die USA nicht die Standards der europäischen Wohnmobilbauer haben, sei mit dem ein oder anderen Werkstattbesuch zu rechnen. Trotz all der erwähnten Widrigkeiten ist das Geschäft der Wohnmobilüberführungen äußerst attraktiv für USA-Interessierte. „Diese Specials sind bei uns sehr beliebt und teilweise wirklich schnell ausgebucht„, sagt Sandra Kaufmann von Canusa. „Wenn die Angebote dann rauskommen, sind sie oft innerhalb von ein, zwei Tagen ausgebucht„, sagt Michael Thoss von usareisen.com.

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