20. Oktober 2014

New York: 72 Prozent der Wohnungsvermittlungen durch Airbnb illegal

Durch kommerziellen Missbrauch der Wohnungsvermittlungs-Plattform Airbnb sind der Stadt New York etwa 33 Millionen Dollar an Steuern durch die Lappen gegangen.

Durch kommerziellen Missbrauch der Wohnungsvermittlungs-Plattform Airbnb sind der Stadt New York etwa 33 Millionen Dollar an Steuern durch die Lappen gegangen.

Airbnb ist ein Community-Marktplatz für weltweite Buchung und Vermietung von Unterkünften. Auf der Plattform können private Vermieter ihr Zuhause an Menschen vermieten, die eine Unterkunft suchen. Laut eigenen Angaben generierte das Unternehmen seit der Gründung im Jahr 2008 mehr als zehn Millionen Übernachtungen. Doch 72 Prozent der in New York City gebuchten Übernachtungen seien illegal. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die der New Yorker Bundesanwalt Eric Schneiderman in Auftrag gegeben hatte.

In San Francisco gibt es eine Lösung

Der Stadt seien der Untersuchung nach mehr als 33 Millionen Dollar an Hotelsteuern entgangen – das entspricht circa 26 Millionen Euro. Schneidermans Kanzlei hat nun Daten von 16.000 Vermietern über den Zeitraum von Januar 2010 bis Juni 2014 ausgewertet. Diese Angaben hatte Airbnb nach einem Gerichtsurteil herausgeben müssen.

Das Ergebnis ist, dass die Webseite unter anderem von kommerziellen Vermietern besetzt ist. Zwar seien nur sechs Prozent der Nutzer Großanbieter, doch machen diese 37 Prozent des Umsatzes aus. Ein einzelner Nutzer habe 272 Wohnung angeboten und damit einen Umsatz von 6,8 Millionen Dollar. Allein durch diesen Nutzer hat das Unternehmen Airbnb fast 800.000 Dollar Provision eingenommen.

Die Website Airbnb ermöglicht es Privatleuten, ihr Apartment unterzuvermieten.

Die Website Airbnb ermöglicht es Privatleuten, ihr Apartment unterzuvermieten.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte den Umsatz von Airbnb im Jahre 2012 auf 150 Millionen Dollar. Allein im vergangenen Jahr wurden drei Millionen Wohnungen über die Website gebucht. Airbnb wurde von Investoren bei der letzten Finanzierungsrunde im Frühjahr mit zehn Milliarden Dollar (7,8 Mrd. Euro) bewertet. Seit 2009 ist die 600 Mitarbeiter starke Firma um 750 Prozent gewachsen. Doch den Clinch mit den Städten kann man auch anders lösen, wie das Beispiel aus San Francisco zeigt. Auch hier gab es Ärger, doch konnten sich die Parteien einigen. Vermieter müssen sich ab sofort bei der Stadt anmelden und Hotelsteuern bezahlen. Außerdem dürfen sie ihre Wohnungen nicht länger als 90 Tage untervermieten.

Viele Reisende nutzen die Plattform, weil eine dort erworbene Übernachtung deutlich günstiger als in vielen Hotels ist. Außerdem befinden sich die Wohnungen meist in attraktiven Vierteln.

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