4. August 2014

Technische Probleme: USA kann keine Visa ausstellen

Die USA melden bei der Visa-Erteilung derzeit Wartezeiten unbekannter Dauer. Aufgrund von technischen Probleme kommt es zu Verzögerungen.

Die USA melden bei der Visa-Erteilung derzeit Wartezeiten unbekannter Dauer. Aufgrund von technischen Probleme kommt es zu Verzögerungen.

Bayern-München-Boss Karl-Heinz Rummenigge kann ein Lied davon singen: Wer für die Einreise in die USA ein Visum benötigt, kann sich auf Wartezeiten einstellen. Der Ausfall einer Datenbank ist der Grund für die Verzögerung der Visa-Ausstellungen. Der Fehler habe sich bei einem Update eingeschlichen. „Wir tun alles Mögliche, um die Pässe mit den Visa zurückzugeben, sobald eine Bearbeitung abgeschlossen werden kann„, lässt das US-Außenministerium in einer Mitteilung verlauten. Wer dringend eine Einreiseerlaubnis benötigt, der solle sich an die US-Botschaft in Berlin oder Konsulate in Frankfurt oder München wenden.

200.000 Menschen sind von den Problemen betroffen

Die „technischen Probleme„, wie die USA offiziell mitteilten, seien derzeit weltweit zugegen. Diese führen in allen Ländern und Visakategorien zu Störungen. Das Computermagazin „PC World“ schätzt, dass bis zu 200.000 Menschen von den Probleme betroffen sind. Bereits am 20. Juli sei die Visadatenbank des US-Außenministeriums abgestürzt. Der dreitägige Ausfall habe dazu geführt, dass nur 180.000 der in dieser Zeit normalerweise 370.000 Anträgen bearbeitet worden seien. Nun gilt es, diesen Rückstand aufzuarbeiten. Laut dem Nachrichtendienst „Heise“ lagern in der Datenbank aktuell mehr als 100 Millionen Anträge mit 75 Millionen Fotografien – täglich kommen etwa 35.000 Einträge hinzu. Die US-Botschaft bietet den Reisenden an, ihren Ausweis ohne das Visum zurückzubekommen.

Der eigentliche Prozess der Visa-Erteilung dauert in Deutschland circa sieben bis zehn Werktage. Das „Wall Street Journal“ erfuhr von Visaagenturen, dass sich die Pässe derer Klienten derzeit in den US-Konsulaten befänden. Doch aufgrund der Datenbankprobleme herrscht auch dort das Chaos: Die Konsulate verfügen über keinerlei Informationen, wann die Besitzer der Pässe ihr Visum bewilligt bekommen, geschweige denn wann die Pässe zurückgehen sollen. Laut des US-Außenministeriums wurden im vergangenen Jahr mehr als 9,1 Millionen Non-Immigrant-Visa ausgestellt. Deutsche und Bürger aus anderen Ländern, die kürzer als 90 Tage im Land bleiben wollen, sind von den Problemen in der Regel nicht betroffen.

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