12. August 2015

Animas River in Colorado: Chemieunfall färbt Fluss gelb

Die Menschen am Animas River in Colorado staunten nicht schlecht, als sich das Wasser plötzlich gelb färbte. Ausgerechnet die US-Umweltschutzagentur EPA hatte einen Damm beschädigt, der Abwässer zurückhalten sollte.

Die Menschen am Animas River in Colorado staunten nicht schlecht, als sich das Wasser plötzlich gelb färbte. Ausgerechnet die US-Umweltschutzagentur EPA hatte einen Damm beschädigt, der Abwässer zurückhalten sollte.

In der Vorwoche beschädigte ein Team der US-Umweltschutzagentur Environmental Protection Agency (EPA) einen Damm, der Abwässer zurückhalten sollte. Rund elf Million Liter Abwasser sind so in den Animas River im US-Bundesstaat Colorado gelangt, der sich als Folge gelb färbte. Experten befürchten nun eine Umweltkatastrophe. Vor allem die Regionen rund um und in New Mexico könnte Schaden nehmen. Laut „Durango Herald“ führte die EPA bereits Tests durch und stoß im Wasser des Animas Rivers auf Blei, Kadmium, Aluminium, Arsen und Kupfer.

Gefahr für den Grand Canyon?

Vor allem die Trinkwasserversorgung ist nun nicht mehr sicher, weshalb in vielen umliegenden Regionen des Flusses die Trinkwasserpumpen abgedreht wurden. Colorado und New Mexico erklärten Abschnitte des Animas River und seines Nebenflusses San Juan zu Notstandsgebieten.

Bei Grabungsarbeiten an der stillgelegten Gold King Mine in der Nähe von Silverton brach eine Sperre. Pro Minute gelangen nun mehr als 1.500 Liter Abwässer in den circa 200 Kilometer langen Fluss. Nun könnte vor allem der Grand Canyon leiden. Denn der Animas River mündet in den San Juan River, der wiederum in den Colorado River mündet. Dieser hat die berühmten Schluchten des Grand Canyon entstehen lassen. Rund um den Animas River haben die Behörden Testgeräte ausgegeben, um die Qualität des Trinkwassers prüfen zu können.

Die EPA hat dazu aufgerufen, dem Fluss fernzubleiben, wenngleich sie die Gefahr des gelb verfärbten Wassers runterspielt. Als Begründung hat sie verlauten lassen, dass sich das Wasser schnell flussabwärts bewegt und die Giftstoffe daher schnell verdünnen. Auch ein Tiersterben wurde in den betroffenen Gebieten nicht registriert. Den größten Schaden werden wohl die dort ansässigen Farmer haben. Mitten im Hochsommer können sie ihre Felder derzeit nicht mehr aus dem Fluss bewässern. Auch die Urlaubsveranstalter gehen auf die Barrikaden. Viele Rafting-Fans und Angler machen sich derzeit auf den Rückweg. Für sie macht der Urlaub nun keinen Sinn mehr.

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