2. September 2015

Der Mount McKinley heißt jetzt Denali

Fast 100 Jahre lang hieß der höchste Berg Nordamerikas „Mount McKinley“. Nun gab US-Präsident Barack Obama dem 6.168 Meter hohen Berg seinen alten Namen „Denali“ zurück.

Fast 100 Jahre lang hieß der höchste Berg Nordamerikas „Mount McKinley“. Nun gab US-Präsident Barack Obama dem 6.168 Meter hohen Berg seinen alten Namen „Denali“ zurück.

Noch unter russischer Souveränität trug der höchste Berg Nordamerikas eine Übersetzung des Wortes „Denali“ als Namen. Nach der Ermordung des US-Präsidenten William McKinley im Jahre 1901 wurde der Name „Mount McKinley“ 1917 gesetzlich manifestiert. Bis vor wenigen Tag trug er diesen Titel. Jetzt gab ihm US-Präsident Barack Obama seinen alten Namen „Denali“ zurück. Um die Umbenennung des 6.168 Meter hohen Berges amtlich zu machen, war Obama am vergangenen Montag der erste amtierende US-Präsident, der den Polarkreis überquerte.

Umbenennung bereits in den Siebzigern angestrebt

In der Sprache der Ureinwohner des nördlichsten US-Bundesstaates Alaska bedeutet „Denali“ soviel wie „der Große“. „Wir benennen den Berg Denali offiziell um – in Anerkennung der Traditionen der Ureinwohner Alaskas und der starken Unterstützung durch die Menschen in Alaska“, teilte US-Innenministerin Sally Jewell mit. Schon in den Siebzigerjahren gab es Bestrebungen der US-amerikanischen Politik, den Berg wieder umzubenennen. Doch die Senatoren aus dem Bundesstaat Ohio, der Heimat des erschossenen Präsidenten McKinley, hatten sich stets dagegen gestellt. Das Weiße Haus wies darauf hin, dass McKinley Alaska nie besucht habe. Der ursprüngliche Name der Athabasken-Indianer ist rund um den „Denali“ geläufig. Hier wurde er nur selten „Mount McKinley“ genannt. Seit 1975 heißt er in Alaska bereits offiziell „Denali“. Nun ist dies auch in den gesamten USA so. „Dieser Namenswechsel berücksichtigt den heiligen Status des Denali für viele Ureinwohner Alaskas“, so Sally Jewell.

Dass die Umbenennung jetzt in Kraft tritt, hat mit Obamas Besuch in Alaska zu tun. Im Rahmen seiner dreitägigen Reise, bei der es vor allem um den Klimaschutz gehen soll, trifft er auch Ureinwohner des nördlichsten Bundesstaates. Die republikanische Senatorin Lisa Murkowski sagte, sie danke dem Präsidenten, dass er „mit uns daran arbeitet, diesen bedeutenden Wandel zu erreichen“. Somit setzte Obama bereits vor seinem Besuch in Alaska ein wichtiges Zeichen und beendete den jahrzehntelangen Konflikt um den höchsten Berg Nordamerikas.

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