7. April 2015

Dürre in Kalifornien: Gouverneur rationiert das Trinkwasser

Die US-amerikanische Dürre, welche sich vor allem in Kalifornien bemerkbar macht, scheint kein Ende zu nehmen. Daher ruft Gouverneur Jerry Brown nun den Wassernotstand aus.

Die US-amerikanische Dürre, welche sich vor allem in Kalifornien bemerkbar macht, scheint kein Ende zu nehmen. Daher ruft Gouverneur Jerry Brown nun den Wassernotstand aus.

Zum ersten Mal seit 75 Jahren wurde in der Sierra Nevada in einer Höhe von 2.000 Metern am 1. April überhaupt kein Schnee mehr gefunden. „Der Klimawandel ist kein Scherz„, sagte Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown am Sonntag dem US-Fernsehsender ABC. Die Situation in seinem Staat sei ein „Alarmsignal„, welches die ganze Welt ernst nehmen sollte. Bereits Mitte 2014 berichteten wir davon, dass die Dürre im Südwesten der USA zu Grundwasser-Verlust führt. Kurz darauf brach im Yosemite-Nationalpark Feuer aus. Nur drei Monate später ging die gleiche Meldung über die Nachrichtenticker: Auch im Oktober brach in dem schönen Nationalpark Feuer aus. Am vergangenen Mittwoch zog Brown Konsequenzen und verhängte per Dekret Dringlichkeitsmaßnahmen. Der großzügige Verbrauch von 340 Litern Trinkwasser pro Kopf und Tag gehöre nun endgültig der Vergangenheit an.

Wer nicht an Wasser spart, dem droht eine 500-Dollar-Strafe

Mit den neuen Maßnahmen soll der Wasserverbrauch der Privathaushalte um 25 Prozent gesenkt werden. Nötig ist dies vor allem, weil sich der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA bereits im vierten Jahr der Dürre befindet. Wer sich nicht an die Maßnahmen hält, müsse mit Strafen von 500 Dollar rechnen oder werde von der Wasserversorgung abgeschnitten, so der Gouverneur in dem Interview mit ABC. Zu den Maßnahmen gehört der Austausch von Rasen durch anspruchslosere Pflanzen auf einer Fläche von 4,6 Millionen Quadratmetern. Außerdem sollen Friedhöfe, Golfplätze, Universitäten und andere Einrichtungen mit großen Rasenflächen zu sparsameren Bewässern angehalten. Neben der Tatsache, dass die Wasserversorgung teurer werden soll, um den ein oder anderen Liter zu sparen, sollen auch die Normen für Toilettenspülungen und Wasserhähne geändert. Doch viele Kalifornier gehen nun auf die Barrikaden. Denn 80 Prozent des Wasserverbrauchs in Kalifornien verursachen die Landwirte. Doch die sind von den Maßnahmen weitgehend ausgenommen.

Gouverneur Brown wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Landwirte nicht ausreichend „bestraft“ zu haben: „Landwirte sprengen nicht ihren Rasen und nehmen keine langen Duschen„, so Brown. Vielmehr stellen sie Früchte und Gemüse her, welche gebraucht werden. Daher wären Hunderttausende Menschen betroffen, sollten die Landwirte in die Mangel genommen werden.

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