12. August 2015

In der Wüste verdurstet: Ehepaar stirbt bei US-Rundreise

In der Wüste von New Mexico ist ein französisches Ehepaar beim Wandern ums Leben gekommen. Während ihr neunjähriger Sohn überlebte, verdursteten seine Eltern. Foto: YouTube

In der Wüste von New Mexico ist ein französisches Ehepaar beim Wandern ums Leben gekommen. Während ihr neunjähriger Sohn überlebte, verdursteten seine Eltern.

Im US-Bundesstaat New Mexico machten Ranger des „White Sands Nationalparks“ eine grausame Entdeckung. Bei einer Routinepatrouille fanden sie den Leichnam einer Frau, die eine Kamera bei sich trug. Nach dem Auswerten der Bilder war klar, dass die 52-jährige Frau nicht alleine unterwegs war. So machten sich die Ranger auf die Suche und fanden kurz darauf auch die Leiche ihres 42-jährigen Ehemannes. Bei einem Trip durch die außergewöhnliche Dünenlandschaft „White Sands“ verdursteten die beiden Franzosen. Der Sohn des aus der Bourgogne stammenden Paares überlebte die Reise. Der 9-Jährige war dehydriert, aber ansprechbar und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr.

Empfehlungen des Nationalparks nicht befolgt

Als die Familie in der vergangenen Woche im „White Sands Nationalparks“ unterwegs war, herrschten dort Temperaturen von bis zu 40 Grad. Auf einer Rundreise durch die USA besuchte die Familie zahlreiche Nationalparks, wie der Sheriff des Bezirks Otero, Benny House, den örtlichen Medien mitteilte. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass es auf den Wegen in dem Naturschutzgebiet weder Schatten noch Wasserquellen gebe. Auch der Nationalpark selber informiert seine Gäste über die möglichen Auswirkungen. Ein Trip wird vor allem in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden empfohlen. Die französische Familie machte sich allerdings in der Mittagshitze auf den Weg. Pro Person sollten Gäste des Parks mindestens vier Liter Wasser mitnehmen. Das Ehepaar und ihr Kind haben sich allerdings mit lediglich einem Liter Wasser auf den Weg gemacht. Auf dem Alkali-Flat-Pfad brach das Paar zusammen.

Eltern gaben einen Großteil des Wassers ihrem Kind

Zwar sind in den letzten 15 Jahren bereits zwei weitere Menschen in der Hitze der „White Sands“ umgekommen, doch passiert dies sehr selten.

Zwar sind in den letzten 15 Jahren bereits zwei weitere Menschen in der Hitze der „White Sands“ umgekommen, doch passiert dies sehr selten.

Als das Ehepaar das Defizit ihres Flüssigkeitshaushalts bemerkte, gaben sie den Großteil des Wassers ihrem Kind zu trinken. Das ist vermutlich der Grund, warum das Kind wieder wohlauf ist, während seine Eltern in der Hitze ums Leben kamen.

Wie der Junge den Behörden berichtete, habe sich seine Mutter am Knie verletzt und bereits nach zwei Kilometern schlecht gefühlt. Daraufhin kehrte sie um, während Vater und Sohn den Trip fortsetzten. Auf dem Weg zurück brach die Mutter zusammen. Nach 600 weiteren Metern war auch der Vater so erschöpft, so dass er zusammenbrach. Das Kind saß dehydriert und verstört neben ihm, als die Ranger die Beiden fanden. Inzwischen befindet sich der der Sohn in der Obhut seiner Großmutter.

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