24. September 2015

Miami Beach und seine bunten Rettungsschwimmer-Häuschen

Waren Sie schon mal in Miami Beach? Wenn ja, dann sind Ihnen sicherlich die vielen Rettungsschwimmer-Häuschen aufgefallen, die durch ihre knalligen Farben bekannt wurden.

Waren Sie schon mal in Miami Beach? Wenn ja, dann sind Ihnen sicherlich die vielen Rettungsschwimmer-Häuschen aufgefallen, die durch ihre knalligen Farben bekannt wurden.

Inzwischen stehen 31 dieser beliebten Rettungsschwimmer-Häuschen in Miami Beach.

Während einige der Rettungsschwimmer-Häuschen in Pastellfarben angestrichen sind, überwiegen hingegen die knallbunten Häuschen.

Alle der „lifeguard stands“ oder „lifeguard towers“ genannten Häuschen, die den Rettungsschwimmern während der Arbeit als Herberge dienen, sind in einem anderen Design gestaltet. Passend zum 100. Geburtstag von Miami Beach bekamen viele von ihnen nun einen neuen Anstrich. Die Unterstände der Rettungsschwimmer sind ein Highlight in Miami Beach. Die architektonischen Kostbarkeiten von South Beach, den im Süden gelegenen Teil von Miami Beach, passen sich den farbenfrohen Bedingungen des Strandes an: Blaues Meer, weißer Sand und knallbunte Rettungsschwimmer-Häuschen gehören zum Stadtbild von Miami Beach dazu.

Sonne auf nackter Haut, Sand zwischen den Zehen und ein atemberaubender Ausblick auf die unermesslichen Weiten des blauen Ozeans. Doch stellen Sie sich vor, Sie vergessen die Hälfte. Damit das nicht passiert, haben wir eine Checkliste für den Strandurlaub erstellt.

Alle 100 Meter steht ein Unikat

Auch die Rettungsschwimmer-Häuschen sind dafür verantwortlich, dass der Süden Floridas eines der beliebtesten Reiseziele der USA ist. Architektonisch hat die vorgelagerte Insel Miami Beach ohnehin eine bunte Vergangenheit. Das beliebte Art Déco-Viertel der Stadt sollte bereits mehrmals abgerissen werden, steht nach vehementen Protesten der Bevölkerung allerdings inzwischen sogar unter Denkmalschutz. Die in den 1930er- und 1950er-Jahren erbauten Häuser tragen zum charmanten Flair von Miami Beach bei. Genau wie die Rettungsschwimmer-Häuschen, die von der 87. Straße im Norden bis zum South Pointe Park im Süden reichen. Sie dienen nicht nur als Arbeitsplatz für Rettungschwimmer, sondern sind vielen Surfern, Tauchern und Spaziergänger auch gern gesehene Orientierungspunkte. Jedes dieser Häuschen ist ein Unikat und sieht gänzlich anders aus als der Rest der in 100 Meter Abständen aneinandergereihten Häuschen.

Die Häuschen hissen ihre Flagge

Während einige der Rettungsschwimmer-Häuschen in Pastellfarben angestrichen sind, überwiegen hingegen die knallbunten Häuschen.

Während einige der Rettungsschwimmer-Häuschen in Pastellfarben angestrichen sind, überwiegen hingegen die knallbunten Häuschen.

Neben der Herberge für die Rettungsschwimmer haben die Häuschen noch einen wichtigeren Job. An ihnen hängen Flaggen, welche die Strandbesucher vor Gefahren warnen sollen. Bei einer grünen Flagge ist alles okay, das Meer ist ruhig. Ein leichter Wellengang hat das Hissen einer gelben Flagge zur Folge. Bei einer roten Flagge sind starke Strömungen und hohe Wellen zu erwarten. Zeigt sich eine Flagge mit einem durchgestrichenen Schwimmer, ist der Rückwärtsgang einzulegen: Der Strandabschnitt ist dann gesperrt. Sollten sich gefährliche Meeresbewohner wie Haie in Strandnähe befinden, bekommt der Strandbesucher eine violette Flagge zu sehen. Auch eine gelbe Flagge mit einer schwarzen Qualle gibt es. In diesem Fall wurde eine Portugiesische Galeere gesichtet, die bei Berührung schmerzhafte Hautausschläge bis hin zum Tod auslösen kann.

Zwar sollen sie gefährliche Situationen anzeigen, doch durchlebten auch die beliebten Häuschen mal eine gefährliche Phase. Als Hurrikan Andrew am 24. August 1992 über dem US-Bundesstaat Florida wütete, wurde auch Miami Beach in Mitleidenschaft gezogen. Viele der Hütten wurden dem Erdboden gleich gemacht. Doch erlebten sie im Anschluss daran eine große Unterstützung. Bekannte Architekten wie zum Beispiel William Lane entwarfen die Rettungschwimmer-Häuschen neu – im Stil des Art Déco-Viertels.

31 Häuschen schmücken die Umgebung

Dass die Amerikaner ein sehr patriotisches Volk sind, beweist dieses Rettungsschwimmer-Häuschen in Miami Beach.

Dass die Amerikaner ein sehr patriotisches Volk sind, beweist dieses Rettungsschwimmer-Häuschen in Miami Beach.

Auch im Anschluss daran lauerten immer wieder Gefahren für die beliebten Hütten. Regenfälle und Stürme hinterlassen ebenso ihre Spuren wie Ebbe und Flut. Auch der Wind und das salzige Meer tragen dazu bei, dass die Hütten nach und nach immer blasser werden. Auch wird die Substanz der Häuschen angegriffen, was für mangelnde Stabilität sorgen kann. Die Schrauben rosten, das Holz leidet. Pünktlich zum 100. Geburtstag von Miami Beach wurde nun für eine umfangreiche Renovierung der Rettungsschwimmer-Häuschen gesorgt. Doch wurden sie nicht nur renoviert, sondern vermehrten sich auch. Zwischen der 87th Street und dem South Pointe Park stehen nun 31 Häuschen. 29 von ihnen wurden renoviert und frisch angestrichen, zwei neue Hütten kamen hinzu. Hier war ebenfalls William Lane der Initiator, der den Hütten ein Design erschuf. Die beiden neuen Häuschen stehen an der 10th und 58th Street und fallen ebenfalls durch ein knallbuntes Design auf.

Architekt Lane möchte mit den auffälligen Kreationen unterschiedliche Menschen aller Kultur- und Altersgruppen zusammenbringen. Immer wieder erhalten die Rettungsschwimmer-Häuschen begehrte Design-Auszeichnungen. Sogar ein Designpreis des AIA (American Institute of Architects) steht im Trophäenschrank der begehrten Häuschen. Hoffen wir, dass sie auch die nächsten 100 Jahre von Miami Beach überleben werden.

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