25. November 2015

New York bekommt Anti-Terror-App

Nach den Terroranschlägen von Paris möchte New York seine Bürger besser schützen. Mit einer App sollen Bewohner und Besucher verdächtige Beobachtungen melden.

Nach den Terroranschlägen von Paris möchte New York seine Bürger besser schützen. Mit einer App sollen Bewohner und Besucher verdächtige Beobachtungen melden.

Im amerikanischen Bundesstaat New York gibt es nun eine neue App, die es den Bewohnern und Besuchern leichter machen soll, verdächtige Beobachtungen zu melden. Andrew Cuomo, der Gouverneur New Yorks, stellte die kostenlose App „See something, send something“ („Etwas beobachten, etwas senden“) am Montag vor. Nach den Terroranschlägen von Paris setzt Cuomo nun ein Zeichen für die Gemeinschaft: Nur zusammen geht es. Mit der App ist es möglich, den Behörden direkt eine Textnachricht oder sogar Fotos mit Hinweisen zu übermitteln. Im Rahmen der Einführung der neuen App möchte Cuomo auch weitere 46 Polizisten einstellen, die das Nahverkehrssystem der Metropole New York City überwachen.

Slogan ist New Yorkern nicht unbekannt

Diese neuen Anstrengungen sind essenziell für den Kampf gegen den Terror“, sagte Cuomo. „Nach den Attacken von Paris haben wir unsere Wachsamkeit erhöht und werden weiterhin vorbereit sein, auf jene die Angst und Gewalt verbreiten wollen“, so der Gouverneur weiter. Der Slogan „See something, say something“ ist den Bürgern New Yorks schon seit einiger Zeit bekannt. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde mit diesem Leitspruch für mehr Wachsamkeit geworben. Doch erst jetzt wurde das Ganze weiterentwickelt: Bürger können nun eigens Gefahren melden. Immer noch rät das Außenministerium, an öffentlichen Plätzen und bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel besonders wachsam zu sein.

App auch in anderen Städten verfügbar

Mit der App „See something, send something“ können Bewohner und Besucher New Yorks ab sofort Auffälligkeiten melden.

Mit der App „See something, send something“ können Bewohner und Besucher New Yorks ab sofort Auffälligkeiten melden.

Wie ein YouTube-Video zeigt (siehe unten), machte die Stadt einen denkwürdigen Test mit viel noch viel denkwürdigeren Ergebnissen. Vier Tage lang standen vor einiger Zeit mitten im Herzen New Yorks explosive Fässer in einem Transporter. Niemand meldete sich bei der Polizei. „That’s four days to long“ (Das sind vier Tage zu viel), sagt eine Stimme in dem Video, welches der Bundesstaat New York veröffentlichte. Um zu demonstrieren, wie wenig wir auf unser Umfeld achten, hatte das Heimatschutzministerium den Transporter in der Stadt geparkt.

Mit der App sollen die New Yorker dabei helfen, Terroranschläge zu verhindern. „Wir haben unsere Aufmerksamkeit nach den Terrorangriffen von Paris verstärkt, und wir bleiben weiter wachsam gegen die, die Angst und Gewalt sähen wollen“, sagte Cuomo. „Trotz des unbeschreiblichen Schmerzes und Verlustes, unter denen die Menschen in diesem Staat durch Terrorangriffe zu leiden hatten, ist die Familie der New Yorker stärker als je zuvor.“ Die App ist kostenlos und für Apple- und Android-Geräte verfügbar. Allerdings sind die Weltmetropole und sein Staat keineswegs Vorreiter in dieser Sache. Ähnliche Apps gibt es schon für Colorado, Louisiana, Ohio, Pennsylvania und Virginia.

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