24. Juni 2015

Seit zwei Wochen keine Visa: Computerpanne in den USA

Seit zwei Wochen sorgt eine Computerpanne dafür, dass die USA keine Visa vergeben können. Für deutsche Antragsteller wird es noch dauern, bis sie ihre Einreisegenehmigungen erhalten.

Seit zwei Wochen sorgt eine Computerpanne dafür, dass die USA keine Visa vergeben können. Für deutsche Antragsteller wird es noch dauern, bis sie ihre Einreisegenehmigungen erhalten.

Das kennen wir doch bereits aus dem August des vergangenen Jahres. Schon 2014 gab es einen Zeitraum, in dem die USA technische Probleme bezüglich der Visa-Erteilung hatten. 200.000 Reisende weltweit mussten mehrere Wochen lang auf ihre Einreisegenehmigungen warten. Nun ist es wieder so weit. Seit zwei Wochen können die Vereinigten Staaten keine Visa vergeben. Die Einreise in die USA gestaltet sich also noch schwieriger als ohnehin schon. Doch was passiert? Die Verarbeitung der biometrischen Daten sei das Problem, so die US-Botschaft. Zehntausende Anträge bleiben liegen. Normalerweise bearbeiten die Botschaften weltweit tagtäglich etwa 50.000 Anträge.

Datenbank wurde neu aufgesetzt und wird getestet

„Die Konsularabteilung im US-Außenministerium hat derzeit technische Probleme mit ihren weltweiten Pass- und Visa-Systemen. Davon sind alle Länder, Ausweise und Visa-Kategorien gleichermaßen betroffen“, meldet die US-Botschaft in Deutschland auf ihrer Webseite. Viele der Visa, die nach dem 8. Juni genehmigt wurden, können nicht gedruckt werden. Anträge, die seitdem gestellt wurden, können nicht mal mehr bearbeitet werden. Laut der „New York Times“ ist das Problem, Fingerabdrücke und Fotografien zu verarbeiten und zu übermitteln. Inzwischen sei die wohl defekte Datenbank neu aufgesetzt worden und werde derzeit getestet, meldet das US-Außenministerium. Zwei Drittel der Visa-Stellen können wieder Visa ausstellen – allerdings nicht die US-Botschaft in Berlin. Spätestens am Ende dieser Woche soll das System auch dort wieder einwandfrei funktionieren. Doch selbst dann gilt es für die Mitarbeiter, eine Menge Arbeit aufzuholen. Somit sollten sich also vor allem deutsche Antragsteller nicht auf eine schnelle Lösung freuen dürfen.

Menschen, welche am Visa Waiver Program teilnehmen, sind von den Schwierigkeiten meistens nicht betroffen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie kürzer als 90 Tage lang, aufgrund von Urlaub oder aus geschäftlichen Gründen, im Land bleiben wollen. Das ESTA-Visum kostet 14 Dollar und ist zwei Jahre lang für beliebig viele Einreisen gültig.

Alle anderen USA-Reisende jedoch müssen ein Visum beantragen und sollten sich bis auf Weiteres auf Verzögerungen einstellen. Die normale Bearbeitungszeit von sieben bis zehn Arbeitstagen kann sich derzeit um Wochen oder Monate erhöhen. Wie die US-Botschaft bekanntgab, wird mit Nachdruck an einer Lösung gearbeitet. Mehr als 100 Experten seien damit beschäftigt. Derzeit spreche alles für ein Hardwarefehler, wie die Botschaft schreibt. Anzeichen für einen Hackerangriff gebe es derzeit nicht.

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