5. März 2015

Starker Dollar schreckt Deutsche nicht vor USA-Reise ab

Derzeit macht der starke Dollar einen USA-Urlaub um etwa 10 bis 15 Prozent teurer. Die deutschen Touristen lassen sich die Lust am Reisen dennoch nicht verderben.

Derzeit macht der starke Dollar einen USA-Urlaub um etwa 10 bis 15 Prozent teurer. Die deutschen Touristen lassen sich die Lust am Reisen dennoch nicht verderben.

Im Mai 2014 gab es für einen Euro noch circa 1,40 US-Dollar. Nicht mal mehr ein Jahr später ist der Euro nur noch etwa 1,12 US-Dollar Wert. Dieser geringe Betrag brachte Reise-Experten dazu, die Mehrkosten für einen USA-Urlaub auf derzeit 10 bis 15 Prozent zu schätzen. Vor einem Jahr kostete eine Woche in New York City noch circa 2.500 Dollar, also 1.800 Euro. Jetzt kostet eine Woche in der Weltmetropole umgerechnet mehr als 2.200 Euro.

Doch die offizielle Tourismus- und Marketingorganisation NYC & Company kann nicht von einem Rückgang europäischer Touristen berichten. Dennoch denke man aber an die Zukunft, so Fred Dixon, Präsident und Geschäftsführer von NYC & Company: „Wir arbeiten strategisch daran, dass Besucher weiterhin Interesse haben, hier herzukommen – trotz Währungsschwankungen.

Devisenexperten rechnen mit weiter sinkendem Kurs

Viele Deutsche, die vielleicht sogar zuletzt im Krisenjahr 2009 in den USA waren, erleben jetzt ihr blaues Wunder. Viele Produkte sind weitaus teurer als noch vor sechs Jahren. Chris Thompson, Geschäftsführer und Präsident der Tourismusmarketing-Agentur Brand USA sieht den Umrechnungskurs allerdings nicht als einen so wichtigen Faktor: „Ein guter Kurs mag durchaus hilfreich sein. Aber die Touristen kommen trotzdem – in guten wie in schlechten wirtschaftlichen Zeiten.“ Er glaubt, dass die Touristen lediglich ihren Alltag anpassen. Für die Zukunft prognostiziert Thompson eine steigende Anzahl deutscher Touristen in den USA. Dies bestätigen auch die Statistiken von NYC & Company. Seit Jahren verzeichnet die Tourismus-Organisation wachsende Besucherzahlen aus Übersee. Kamen 2009 nur 7,7 Millionen Touristen nach New York, waren es im Jahr 2013 schon 9,9 Millionen. Allein im Jahre 2014 kamen 627.000 deutsche Touristen in die USA, womit Deutschland hinter Großbritannien die Nummer Zwei Europas ist. Aus Kanada und Mexiko kommen mit rund 23,3 und 14,5 Millionen mit Abstand die meisten Touristen.

Devisenexperten raten deutschen Urlaubern nun, ihre USA-Reise lieber heute als morgen zu buchen. Denn sie rechnen damit, dass sich der Kurs in den nächsten zwei Jahren weiter Richtung Parität entwickelt. Schätzungen zufolge wäre der Euro Ende 2016 nur noch einen Dollar wert. Einen solch niedrigen Kurs erreichte der Euro zuletzt 2002.

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