30. März 2016

Acht Millionen Dollar: In Nevada ist ein Dorf zu verkaufen

Im US-Bundesstaat Nevada ist ein Dorf zu verkaufen. Ja, Sie haben richtig gehört. Für schlappe acht Millionen US-Dollar steht das 350-Einwohner-Dorf Cal-Nev-Ari nahe Las Vegas zum Verkauf.

Nancy und Slim Kidwell waren es, die das verschlafene Dorf Cal-Nev-Ari im Jahr 1965 gründeten. Jetzt, 51 Jahre später, steht der rund 200 Hektar große Wüsten-Ort an der U.S. Route 95 zum Verkauf. Wo der Name Cal-Nev-Ari herkommt? Ganz einfach. Es sind jeweils die ersten drei Buchstaben der umliegenden Staaten California und Arizona sowie des Heimatstaates Nevada. Seit der Gründung haben sich hier ganze 350 Bewohner niedergelassen. Jetzt ist das Dorf für acht Millionen US-Dollar (rund sieben Millionen Euro) zu verkaufen.

Nur 70 Meilen südlich von Las Vegas

Noch vor sechs Jahren verlangte Nancy Kidwell 17 Millionen US-Dollar für das Dorf. Mit dem mächtigen Rabatt möchte die 78-Jährige nun endlich Interessenten nach Cal-Nev-Ari locken. Dabei reduzierte sie nicht nur den Preis, sondern fügte ihrem Angebot außerdem das ein Kasino, ein Lokal, ein Motel, ein Wohnwagenparkplatz, ein Lebensmittelgeschäft und eine 1,6 Kilometer lange Flugpiste hinzu. Nur einige Häuser, ein Gemeindezentrum und die Feuerwehrwache stehen nicht zum Verkauf. Das im Süden des US-Bundesstaates Nevada gelegene Dorf liegt nur 70 Meilen (ca. 113 Kilometer) von Las Vegas entfernt. Auch wenn Kidwell sich ungerne von ihrem Ort trennt, die alte Frau kann ihn nicht länger verwalten. Nachdem ihr Mann und Mitbegründer Slim im Jahr 1983 verstarb, verlor sie 2011 auch ihren zweiten Mann.

Fred Marik, zuständiger Makler, weist darauf hin, dass der Wert lediglich in Land und Boden zu finden ist. Mit den darauf stehenden Gebäuden und Geschäften ließe sich kaum Gewinn machen. Wer die acht Millionen US-Dollar zahlen möchte, der sollte sich auf viele weitere Investitionen vorbereiten. Denn die Ortschaft hat nicht mal mehr Asphaltstraßen. Dafür gibt es allerdings allerdings immerhin Brunnen und ein Kanalsystem. Marik kann bereits von einigen Anfragen berichten. Dabei haben die Interessenten die wildesten Ideen. Von einer Seniorensiedlung, einem Projekt für erneuerbare Energien, einer Touristen-Ranch, einem Motorsportgelände, einem Schießplatz bis hin zu einem Marihuana-Resort sei alles dabei gewesen.

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