Casino-Paradies: Wettbewerb zwischen Las Vegas und Macao

Macao war vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt. Mittlerweile ist die Stadt in China auch für die Casino-Hochburg Las Vegas eine große Konkurrenz.

Las Vegas verzeichnet einen Besucherrekord – erhält aber immer mehr Konkurrenz.

Las Vegas verzeichnet einen Besucherrekord – erhält aber immer mehr Konkurrenz. Zum Beispiel von Macao, das vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt war. Mittlerweile ist die chinesische Stadt das neue Casinoparadies für viele Spieler – doch die Konkurrenz schläft nicht.

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Casinometropole Nummer 1? Noch liegt Las Vegas vorne | Mit Russland gibt es bald ein weiteres Glücksspielparadies

Macao – einst ein verschlafenes Fischerdorf in China, ist heute die größte Glücksspielmetropole der Welt – und zwar noch vor Las Vegas! Das hätte wohl niemand gedacht. Die Spielbanken in Macao machen einen jährlichen Umsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar. Das ist das Vierfache des Umsatzes, den Casinos in Las Vegas erwirtschaften. Im Gegensatz zu Las Vegas, das auch sonst viele Highlights wie Shows, Konzerte und ein abwechslungsreiches, buntes und unterhaltsames Nightlife zu bieten hat, kommen nach Macao allerdings weniger die Touristen, sondern eher die Chinesen selbst. Tag für Tag strömen Tausende von ihnen aus dem ganzen Land in die Glücksspielstadt, um in den mehr als 35 gigantischen Spielcasinos ihr Glück zu versuchen.

Casinometropole Nummer 1? Noch liegt Las Vegas vorne

Die Casinos in der chinesischen Stadt Macau machen pro Jahr einen Umsatz von annähernd 50 Milliarden US-Dollar.
Die Casinos in der chinesischen Stadt Macau machen pro Jahr einen Umsatz von annähernd 50 Milliarden US-Dollar.

Las Vegas dagegen bleibt für internationale Touristen noch immer der größte Spielplatz für Erwachsene. Die Stadt steht nicht still – die Hotels werden immer größer, die Spieler immer besser. Trotz der Konkurrenz aus Macao, konnte Las Vegas im vergangenen Jahr einen Besucherrekord verzeichnen. Rund 42 Millionen Spieler kamen 2015 nach Las Vegas, um ihr Glück zu versuchen. Jeder von ihnen verspielt mehrere hundert Dollar, was sich aber meistens auszahlt. Wer jetzt auch den Las Vegas Strip besuchen will, sich eine Reise aber nicht leisten kann, hat die Möglichkeit, das Geld durch Glückspiel im Internet zu verdienen. Übrigens ist eine Anreise in die Glücksspielmetropole nicht mehr so kompliziert wie vorher. Mittlerweile gibt es zahlreiche günstige Direktflüge, wie z.B. aus Zürich, Frankfurt, Stockholm oder Kopenhagen.

Mit Russland gibt es bald ein weiteres Glücksspielparadies

Macao und Las Vegas sind nicht die einzigen Glückspielmetropolen der Welt. Bald kommt noch die südrussische Region um Wladiwostok dazu. Dort entstand bereits ein erster Casinokomplex, der über mehr als 500 Spielautomaten, 60 Spieltische, drei Restaurants und mehr als 120 Hotelzimmer verfügt. Das Tigre de Cristal ist erst der Anfang. 16 weitere Casinos sollen folgen. Der Komplex an der russischen Pazifikküste wird am Ende zudem ein Skigebiet, einen Jachthafen, ein Einkaufszentrum und mehrere Hotels haben. Rund zwei Milliarden Euro soll das Las Vegas des Pazifiks insgesamt kosten. Der Plan der Regierung ist, den Komplex in den kommenden Jahren aus dem Boden zu stampfen. Bald könnte diese neue Casinoregion sogar Macao den Rang ablaufen, denn in China ist diese Stadt der einzige Ort, wo das Glücksspiel erlaubt ist.

Seit kurzem spürt die Stadt aber verschärfte Maßnahmen der Regierung gegen die Korruption. Viele Leute reisen deshalb nicht mehr nach Macao. Denn zum einen wurden viele Bankkonten eingefroren, zum anderen gibt es staatliche Aufpasser in den Casinos. Viele VIP-Tische reicher Leute sind aus den Casinos in Macao schon verschwunden. Die reichen Spieler sehen sich nach Alternativen um und finden diese vielleicht bald in Wladiwostok. Die russische Stadt ist zudem nur zweieinhalb Flugstunden von China Japan und Korea entfernt.