25. Mai 2016

Einreise in die USA: Wenn an der Grenze Endstation ist

Eine Reise ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist für viele Globetrotter die Erfüllung eines Traums. Doch was tun, wenn der Traum bereits an der Grenze ausgeträumt ist?

Eine Reise ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist für viele Globetrotter die Erfüllung eines Traums. Doch was tun, wenn der Traum bereits an der Grenze ausgeträumt ist und an einem der Grenzbeamten scheitert?

Es passiert häufiger als gedacht, dass Deutsche bei der Einreise in die USA trotz gültigen ESTA-Antrags bereits an der Grenze abgewiesen werden. Von mehreren hundert Personen pro Jahr ist die Rede. Trotz ESTA-Genehmigung sowie einer damit verbundenen Erlaubnis für einen Aufenthalt in den USA ist dieser Fall nicht ungewöhnlich. Hegen Grenzbeamte erst einmal einen bestimmten Verdacht, weichen sie zumeist nicht mehr von ihrem Standpunkt ab. Zumeist spekulieren die Beamten auf eine Terrorgefahr oder die Absicht, ohne Visum einzuwandern oder zu arbeiten. Nichtsdestotrotz ist das Verhalten der Grenzmitarbeiter häufig nicht nachvollziehbar und erscheint mehr oder minder willkürlich.

Ein Visum ist kein Garant

Ein Beispiel für die Zweifelhaftigkeit der Entscheidungen ist der Fall eines Deutsch-Iraners. Grenzbeamte betonten, dass diese Person kein Deutscher sei und deshalb nicht ohne Visum einreisen dürfe. Weil die Beamten dem Reisepass als Gegenbeweis kein Vertrauen schenkten, wurde der Reisende des Landes verwiesen. Derartige Fälle häufen sich. Auch ein Visum für Au-Pairs oder Studenten ist keine Garantie für eine Bewilligung der Einreise in die USA. Nach Meinung der US-Einwanderungsbehörde ist es nur Einwanderungsbeamten vom Ministerium für innere Sicherheit gestattet, eine Erlaubnis für eine Einreise in die USA zu erteilen. Wird der Aufenthalt nach der sogenannten Secondary Inspection – einem mehrstündigen Verhör – nicht erteilt, erhalten Betroffene anschließend eine schriftliche Begründung. Fakt ist, dass beim erneuten Wunsch einer Einreise in die USA nach einer einmaligen Zurückweisung die Vorlage einer ESTA-Genehmigung nicht mehr genügt. In diesem Fall müsse stets ein Visum beantragt werden.

Ungleiche Bewertungsmaßstäbe

Umfangreiche und komplizierte Bestimmungen machen die USA-Einreise zu einem komplizierten Unterfangen.

Umfangreiche und komplizierte Bestimmungen machen die USA-Einreise zu einem komplizierten Unterfangen.

An dieser Secondary Inspection nehmen nur die Personen teil, die durch Zufall ausgewählt werden oder bei den Grenzbeamten Zweifel ausgelöst haben. Anschließend folgt eine sogenannte Primary Inspection, die die Abnahme von Fingerabdrücken sowie eine genaue Kontrolle der Reisedokumente einschließt. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben US-Beamte ihre Sicherheitskontrollen bewusst verschärft. Seitdem wird die Einreise in die USA nur noch mit einem Pass mit biometrischen oder elektronischen Daten gestattet. Die Etablierung des ESTA-Verfahrens reduzierte das bürokratische Prozedere bei der Ankunft am Flughafen auf ein Minimum. Daten wie die Reisepassnummer oder der Gesundheitszustand fließen seitdem automatisch ins ATS, ein Risikobewertungssystem für Flugreisende, ein. Im Gegenzug existiert ein ähnliches System allerdings nicht. Aktuell ist die Europäische Union jedoch bemüht, ein Speicherungssystem für Flugdaten für Flüge außerhalb der EU zu erstellen. Allerdings wird diese Vorgehensweise von Politikern, Bürgerrechtlern und Datenschützern stark kritisiert.

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