28. Januar 2016

Gesucht: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten

Das größte, teuerste und längste Wahlspektakel des Planeten tritt in die heiße Phase: Amerika wählt! Gesucht: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten.

Das größte, teuerste und längste Wahlspektakel des Planeten tritt in die heiße Phase: Amerika wählt! Gesucht: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Unser Freund von blog1600penn.com hat für uns die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Mit dem Beginn der Vorwahlen zum US-Präsidentschaftswahlkampf wird nämlich zugleich das Ende der Präsidentschaft Barack Obamas eingeläutet. Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Doch wer wird sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin im Weißen Haus? Die Wahl verspricht eine enorme Spannung. Die Medienaufmerksamkeit ist so groß wie selten, die Einschaltquoten der Vorwahl-Debatten haben schon jetzt alle Rekorde gebrochen!

Wahlkampf läuft schon seit einem Jahr

Schon seit einem Jahr sind die Kandidaten im aktiven Wahlkampfmodus. Im Jahr 2015 wurden Kandidaturen ausgelotet, verkündet oder gar verworfen, wie es Vizepräsident Joe Biden tat. Die vergangenen 365 Tage standen im Zeichen, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für die Vorwahlen zu verschaffen. Mit anderen Worten ausgedrückt: Spenden sammeln und seinem Namen nationale Bekanntheit verleihen. Eine Phase, in der es primär um Aufmerksamkeit und weniger um konkrete politische Inhalte geht.

Der Vorwahlkampf

Zwischen Februar und Juni suchen die beiden großen Parteien, die Demokraten auf der einen und die Republikaner auf der anderen Seite, ihre jeweiligen Präsidentschaftskandidaten. Gewählt wird in jedem der 50 Bundesstaaten plus dem District of Columbia einzeln. Begonnen wird traditionell mit dem „Caucus“ in Iowa (01.02.16), gefolgt von der New Hampshire „Primary“ (09.02.16). Ein schlechtes Abschneiden in diesen frühen Vorwahlstaaten kann auf Grund versiegender Geldquellen schon zu einer frühen Beendigung einer Wahlkampagne führen.

Hillary Clinton, Frau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton, ist die Favoritin auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur.

Hillary Clinton, Frau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton, ist die Favoritin auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur.

Ein Vorwahl-Höhepunkt wird der „Super Tuesday“ am 01. März sein. An diesem Tag wählen nämlich gleich mehr als zehn Staaten gleichzeitig ihre Delegierten für die jeweiligen Nominierungsparteitage. Erste Tendenzen werden am „Super Tuesday“ sichtbar!

Übrigens: Unter einem „Caucus“ versteht man eine Art Parteiversammlung mit offener Abstimmung. Dem hingegen wird unter einer „Primary“ eine geheime Wahl verstanden. Bei Republikanern werden zunächst die Delegiertenstimmen proportional zum Wahlergebnis verteilt, bevor Mitte März das sogenannte „winner-takes-it-all“-Prinzip greift. Bei Demokraten wird nur das Proporzsystem angewandt.

Zum Kandidaten gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Delegiertenstimmen bei den Parteiversammlungen im Juli erhält.

Die aussichtsreichsten Kandidaten

Selten zuvor haben so viele Kandidaten, insbesondere auf republikanischer Seite, ihren Hut in den Ring geworfen. Von den ursprünglich sechs Demokraten sind nur noch drei im Rennen. Dem stehen 17 Republikaner gegenüber. Auf dem Wahlzettel in Iowa werden jedoch „nur“ noch 12 Kandidaten zu finden sein.

Hillary Clinton (Demokraten)

Die Favoritin auf die demokratische Präsidentschaftskandidatur ist die ehemalige First Lady, Senatorin und Außenministerin Hillary Rodham Clinton. Nach ihrer überraschenden Vorwahlniederlage gegen Barack Obama im Jahr 2008 will es die 68-jährige Demokratin noch einmal wissen.

Bernie Sanders (Demokraten)

Doch die schon sicher geglaubte Nominierung wird von dem selbst erklärten demokratischen Sozialisten Bernie Sanders streitig gemacht. Der rüstige 74-jährige Senator aus Vermont schwimmt insbesondere in den frühen Vorwahlstaaten auf einer Beliebtheitswelle seiner stetig zunehmenden Graswurzelbewegung.

Jeb Bush (Republikaner)

Einst als Favorit in das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur eingetreten, ist die Kampagne von Jeb Bush zuletzt ins Straucheln geraten. Abschreiben sollte man den Präsidenten-Sohn und –Bruder jedoch noch nicht. Seine prall gefüllte Wahlkampfkasse und sein Netzwerk könnten ihn wieder zurück ins Spiel bringen.

Marco Rubio (Republikaner)

Mit erst 44 Jahren gehört Marco Rubio, Senator aus Florida und Sohn kubanischer Einwanderer, die Zukunft in der GOP. Er gilt als Geheimfavorit auf die Kandidatur.

Zu den beiden republikanischen Kandidaten des Establishments gesellen sich des Weiteren noch der Gouverneur von New Jersey, Christ Christie, und der Gouverneur von Ohio, John Kasich. Hinter einem dieser vier Kandidaten könnte und muss sich das Establishment einen, um eine Kandidatur der politischen Außenseiter Ted Cruz und/ oder Donald Trump zu verhindern.

Ted Cruz (Republikaner)

Ted Cruz ist der Liebling der erzkonservativen und evangelikalen Parteibasis. Der Senator aus Texas hat sich insbesondere in den Südstaaten eine starke Wahlkampfstruktur aufgebaut.

Donald J. Trump (Republikaner)

Immobilien-Mogul. Reality-TV-Star. Bestsellerautor. Multi-Milliardär. Und nun der große Elefant im Porzellanladen: Donald J. Trump. Mit seiner Kandidatur hat niemand ernsthaft gerechnet. Dass er nun sogar seit Monaten die Umfragen konstant anführt kommt folglich umso überraschender. Trump polarisiert, schert sich nicht um politische Korrektheiten – und kommt damit bislang bei einem gewissen Wählerklientel gut an.

Ausblick

Donald Trump führt seit Monaten die Umfragen an. Und das, obwohl er wohl derjenige Kandidat ist, der am meisten Aufsehen erregt.

Donald Trump führt seit Monaten die Umfragen an. Und das, obwohl er wohl derjenige Kandidat ist, der am meisten Aufsehen erregt.

Bei den Demokraten scheint es auf eine Nominierung von Hillary Clinton hinauszulaufen. Zwar liefert sie sich in den frühen Vorwahlstaaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bernie Sanders. Doch insbesondere in den Südstaaten dominiert Clintons Wahlkampfstruktur über der von Sanders. Ebenso steht Sanders vor der (fast unlösbaren) Herausforderung Minderheiten, die traditionell ein wichtiger demokratischer Wahlfaktor sind, für sich zu gewinnen.

Bei der republikanischen Partei kann noch keine Prognose gewagt werden. Viele Experten stellen sich die Frage, ob Trump seine Umfragewerte auch in reale Wählerstimmen ummünzen kann. Falls ja, ist er ein heißer Kandidat auf die Kandidatur. Trumps Chancen hängen auch davon ab, wie schnell sich das Establishment auf einen Kandidaten einigen kann.

Es ist ein langer, steiniger Weg in 1600 Pennsylvania Avenue. Bis zur eigentlichen Präsidentschaftswahl am 08. November 2016 werden noch viele Hände geschüttelt, Wahlkampfreden gehalten, TV-Debatten geführt und Wahlwerbespots gedreht werden. Wem nur Obama den Hausschlüssel für das Weiße Haus überreichen darf?

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