24. Oktober 2016

New York schiebt Zimmervermittler Airbnb einen Riegel vor

Vor rund acht Jahren im kalifornischen Silicon Valley gegründet, bekommt der Zimmervermittler Airbnb nun auch auf seinem größten Markt Probleme: New York City will Vermieter bestrafen, wenn Zimmer oder Wohnungen kürzer als 30 Tage vermietet werden.

Vor rund acht Jahren im kalifornischen Silicon Valley gegründet, bekommt der Zimmervermittler Airbnb nun auch auf seinem größten Markt Probleme: New York City will Vermieter bestrafen, wenn Zimmer oder Wohnungen kürzer als 30 Tage vermietet werden.

In den ersten vier Jahren nach der Gründung vermittelte Airbnb nach eigenen Angaben mehr als zehn Millionen Übernachtungen. Auf der Plattform stellen private Vermieter ihr Zuhause – oder einen Teil davon – zur Verfügung. Außerdem teilte das Unternehmen zu Beginn dieses Jahres mit, dass sich auf der Website über 2 Millionen Inserate in über 190 Ländern finden lassen. Die größte Stadt der Plattform ist New York City. Fast 45.000 registrierte Vermieter generierten hier im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund einer Milliarde Dollar. Weltweit hat die Plattform rechtliche Probleme. Unter anderem, da aufgrund des Angebots eine Vielzahl angestammter Mieter aus ihren Wohnungen verdrängt werden. Überall auf der Erde haben Städte einige Bestimmungen erlassen, welche die Airbnb-Vermietung einschränken.

Schon das Angebot ist strafbar

Airbnb wird von Investoren mittlerweile mit 30 Milliarden Dollar bewertet. Kein Wunder, denn das Unternehmen kassiert für jede Vermittlung eine saftige Provision. Bereits seit Jahren ist es in New York untersagt, in Häusern mit mehr als drei Parteien ganze Apartments für weniger als 30 Tage zu vermieten. Zumindest dann, wenn der Hauptmieter selbst nicht anwesend ist. Allerdings ließ sich das Verbot nicht wirklich durchsetzen, da sich die meisten Fälle schlichtweg nicht beweisen lassen. Das lag unter anderem daran, dass sich Airbnb weigerte, Informationen über die Geschäftsabschlüsse preiszugeben.

Nun hat New York City reagiert und das Geschäft von Airbnb stark beschränkt. Künftig soll es generell verboten sein, eine Wohnung für einen kürzeren Zeitraum als 30 Tage zu vermieten. Die große Änderung: New York City bestraft bereits das pure Angebot der Vermietung. Somit sind auch Werbeanzeigen unzulässig, was dazu führt, dass die Behörden nicht mehr die entsprechende Wohnung aufsuchen müssen. Wer sich gegen das New Yorker Verbot für Kurzzeitvermietungen unter 30 Tagen hinwegsetzt, muss bis zu 7.500 Dollar Strafe zahlen. Wer erstmals eine Anzeige auf Airbnb schaltet, muss mit einer Strafe von bis zu 1.000 US-Dollar rechnen. Bei weiteren Verstößen erhöht sich die Summe.

Airbnb reicht Klage ein

Auf der Plattform Airbnb tummeln sich allein 45.000 registrierte Vermieter aus New York City.

Auf der Plattform Airbnb tummeln sich allein 45.000 registrierte Vermieter aus New York City.

Kurz nachdem New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo das neue Gesetz am vergangenen Freitag unterzeichnete, reichte Airbnb einen Antrag bei einem Bundesgericht ein. Damit scheiterte das Unternehmen bereits in zahlreichen Metropolen. Per einstweiliger Verfügung möchte man den Vollzug des Gesetzes verhindern und es im Anschluss gänzlich kippen. Das Gesetz sei eine jener „Hinterzimmerabsprachen zugunsten einer Interessengruppe: der Wucher-Hotelbranche“, so Airbnb. Das Gesetz greift allerdings nicht nur bei Angeboten auf den Plattformen der großen Vermittler wie Airbnb und Wimdu. Vielmehr sind auch Anzeigen im Fernsehen, per Mail oder SMS, im Radio oder in Zeitungen verboten. In New York hofft man darauf, dass das neue Gesetz den Missbrauch einiger Nutzer, ihre Wohnmöglichkeiten ausschließlich als illegale Hotels zu betreiben, deutlich eindämmt.

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

USA-Reisen von Experten

Mietwagen für Ihre USA-Reise