Air Berlin: Bleiben die USA-Flüge aus Düsseldorf bestehen?

Stehen bei Air Berlin nach den kürzlich eingestellten Karibik-Flügen jetzt auch noch die USA-Verbindungen vor dem kompletten Aus? Ein Facebook-Post des Unternehmens sorgte für Unsicherheit.

Stehen bei Air Berlin nach den kürzlich eingestellten Karibik-Flügen jetzt auch noch die USA-Verbindungen vor dem kompletten Aus? Ein Facebook-Post des Unternehmens sorgte für Unsicherheit.

Ein Facebook-Post von Air Berlin stellte die Passagiere am Montag auf eine komplette Abschaltung der USA-Flüge zum 25. September ein, auch ab Düsseldorf. Die Langstrecken aus Düsseldorf in die USA verbleiben laut Airline allerdings über die kommende Woche hinaus im Flugplan und sind buchbar. „Air Berlin stellt alle Langstreckenflüge zum 25.09. ein“, antwortete Air Berlin auf eine Frage zu einer Flugverbindung. „Die verbliebenen Langstrecken ab Düsseldorf in die USA – New York, Miami, Fort Myers, San Francisco und Los Angeles – sind buchbar“, berichtigte Air-Berlin-Sprecherin Theresa Krohn gegenüber aero.de. Das stimmt. Die Strecken sind buchbar. Allerdings zu horrenden Summen.

USA-Flüge mit Air Berlin viel teuer als bei der Konkurrenz

Denn seit wenigen Stunden sind die Air-Berlin-Flüge in die USA deutlich teurer als bei der Konkurrenz. Zum Vergleich: Ein Kurztrip im November von Düsseldorf nach New York kostet derzeit mit Air Berlin in der Economy Class ab 2446,01 Euro. Im gleichen Zeitraum kostet die Verbindung mit der Lufthansa ab 519,35 Euro. Das sorgt für Gerüchte. Hat die Airline kein Interesse mehr daran, ihre Tickets in die USA zu verkaufen? Will Air Berlin vielleicht einfach nur die Nachfrage reduzieren, um bald auch die Nordamerika-Verbindungen einzustellen? Jedenfalls ist es das gleiche Schema wie bei den Karibik-Flügen. Da begann Air Berlin auch zunächst damit, ausschließlich flexible Economy-Class- oder Business-Class-Tickets zu verkaufen. „Die Preisbildung für unsere Flug-Tickets kommentieren wir grundsätzlich nicht“, so eine Air-Berlin-Sprecherin.

Nach den Erfahrungen der letzten Wochen ist allerdings davon auszugehen, dass sich noch weitere Änderungen des Flugplans der Airline ergeben werden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist für die Streichungen die Tatsache verantwortlich, dass die Leasing-Gesellschaft Aer-Cap zehn von 17 Langstrecken-Jets aus der Flotte der insolventen Fluggesellschaft abziehen will.