10. Oktober 2017

Air Berlin fliegt voraussichtlich nur noch bis zum 28. Oktober

Die bisher zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft wird nach aktuellem Kenntnisstand spätestens zum 28. Oktober den Flugverkehr einstellen. Dann sei kein eigenwirtschaftlicher Flugverkehr im eröffneten Insolvenzverfahren mehr möglich, so heißt es von offizieller Seite.

Die bisher zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft wird nach aktuellem Kenntnisstand spätestens zum 28. Oktober den Flugverkehr einstellen. Dann sei kein eigenwirtschaftlicher Flugverkehr im eröffneten Insolvenzverfahren mehr möglich, so heißt es von offizieller Seite. Den rund 8.000 Beschäftigten droht die Kündigung.

Air Berlin ist seit Mitte August pleite und steht trotz eines Staatskredits über 150 Millionen Euro offenbar unter großem Druck. Maschinen und Personal sollen so schnell wie möglich auf neue Eigentümer verteilt werden. Hierzu laufen derzeit Verhandlungen mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet, die beide an Teilen der Fluggesellschaft Interesse zeigten. Die vereinbarte Exklusivität der Verkaufsverhandlungen mit den beiden Interessenten endet am Donnerstag, den 12. Oktober.

Die Verhandlungen mit Easyjet drohen zu scheitern

Die Verhandlungen zwischen Air Berlin und dem britischen Billigflieger Easyjet drohen zu scheitern.

Die Verhandlungen zwischen Air Berlin und dem britischen Billigflieger Easyjet drohen zu scheitern.

Während sich die Verhandlungen mit der Lufthansa wohl kurz vor dem erfolgreichen Abschluss befinden, sieht es hinsichtlich Easyjet deutlich weniger vielversprechend aus. Die Briten sind am Kauf von bis zu 30 Flugzeugen von Air Berlin interessiert, jedoch hat der Billigflieger sein ursprüngliches Angebot von rund 50 Millionen Euro reduziert. Bei Air Berlin glaubt man daher nicht mehr an einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. Grund für das Zurückrudern der Briten soll ein Interessenskonflikt mit der Lufthansa in Bezug auf Landerechte in Düsseldorf und Berlin-Tegel sein. Scheitern die Verhandlungen mit Easyjet müssen zeitnah neue Verhandlungen mit Interessenten stattfinden, um Konzernteile zu verkaufen und so auch den Bundeskredit zurückzuzahlen. Sind die Kaufverträge abgeschlossen, muss Air Berlin die eigene Geschäftstätigkeit Zug um Zug beenden.

Der Betriebsrat erwartet Massenkündigungen

Schon jetzt ist klar, dass nicht jeder der 8.000 Air-Berlin-Mitarbeiter von den Käufern der Konzernteile übernommen wird. Daher wurden bereits am Montag Verhandlungen über einen Interessensausgleich und Sozialpläne mit Arbeitnehmervertretern begonnen. Zusätzlich sollen noch diese Woche am Sitz von Air Berlin in Berlin Jobmessen abgehalten werden, um Beschäftigte und mögliche künftige Arbeitgeber zusammenzubringen. Mögliche Arbeitgeber wären zum Beispiel die Deutsche Bahn oder der Chemiekonzern BASF.

Nicht betroffen von der Insolvenz sind die österreichische Konzern-Tochter Niki und die Regional-Tochter LGW. An Beiden ist die Lufthansa interessiert.

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