25. April 2017

Golden Gate Bridge: Fangnetz soll Selbstmörder stoppen

Seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1937 hat die Golden Gate Bridge in San Francisco bereits über 1.600 Selbstmorde auf dem Gewissen. Ein Fangnetz soll das künftig verhindern.

Seit ihrer Fertigstellung im Jahr 1937 hat die Golden Gate Bridge in San Francisco bereits über 1.600 Selbstmorde auf dem Gewissen. Ein Fangnetz soll das künftig verhindern.

In diesem Monat feiert die Golden Gate Bridge ihren 80. Geburtstag. Seit ihrer Fertigstellung am 19. April 1937 haben sich bereits 1.600 Selbstmörder von dem 2,8 Kilometer langen Wahrzeichen der Stadt San Francisco gestürzt. Im vergangenen Jahr sprangen 46 Menschen von der imposanten Brücke in den Tod, so viele wie noch nie. Ein Fangnetz soll zukünftig weitere Tote verhindern.

Ein Netz außerhalb der meisten Blickwinkel

Im Gegensatz zu Wahrzeichen wie dem Empire State Building in New York werden Menschen an der Golden Gate Bridge durch nichts an einem Sprung gehindert. In 67 Metern Tiefe wartet die mit dem Pazifik verbundene Meeresbucht, die San Francisco Bay.

Schon seit den 1970er-Jahren wird öffentlich darüber nachgedacht, an der begehrten Brücke ein Fangnetz anzubringen. Geldmangel und die negative Optik eines solchen Netzes verhinderten die Pläne bis dato. Der im Jahr 2006 erschienene Dokumentarfilm „The Bridge“ brachte neuen Wind in die Diskussion. Im kommenden Monat wird der Aufsichtsrat der Golden Gate Bridge dem Bau eines 66 Millionen teuren Schutznetzes vermutlich endlich zustimmen. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Planungen sieht dieses Projekt vor, ein sechs Meter unterhalb des Geländers platziertes horizontales Netz anzubringen. Der Vorteil für alle Ästheten: Es ist aus den meisten Blickwinkeln nicht zu sehen.

Zehn Millionen Besucher pro Jahr

Die Golden Gate Bridge wird alljährlich von rund 40 Millionen Fahrzeugen überquert. Mehr als zehn Millionen Besucher schauen sich das Wahrzeichen San Franciscos Jahr für Jahr an. Durchschnittlich alle zwei Wochen springt hier ein Selbstmörder vom Brückengeländer. An keinem anderen Ort der USA bringen sich so viele Menschen um. Allein im Februar dieses Jahres stürzten sich vier Menschen innerhalb von zwei Wochen ins Meer.

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