30. November 2017

In New York darf nun offiziell getanzt werden

Eigentlich hätte bisher nur in 97 der etwa 25.000 Restaurants und Bars in New York City überhaupt getanzt werden dürfen. Dieses über 90 Jahre alte Tanzverbot wurde nun vor kurzem von New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit 44 zu 1 Stimmen offiziell aufgehoben.

Was viele New Yorker und auch zahlreiche Besucher von „Big Apple“ nicht wissen. Eigentlich hätte bisher nur in 97 der etwa 25.000 Restaurants und Bars in New York City überhaupt getanzt werden dürfen. Dieses über 90 Jahre alte Tanzverbot wurde nun vor kurzem von New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit 44 zu 1 Stimmen offiziell aufgehoben.

Das unter dem Namen „Cabaret Law“ erteilte Tanzverbot wurde 1926 vom damaligen Bürgermeister Jimmy Walker eingeführt, um die Polizei dabei zu unterstützen, zu Zeiten der Prohibition zwielichtige Kneipen verbieten zu können. Das hatte im Klartext oftmals einen rassistischen und homophoben Hintergrund, um etwa Tanzlokale von Afroamerikanern und Homosexuellen schließen zu können.

Kleinere Anpassungen des „Cabaret Law“

Eine Tanzerlaubnis wurde wenn dann nur nach einem teuren und überaus zeitintensiven Verfahren erteilt, bei dem die Genehmigung von der Zustimmung mehrerer Instanzen abhing. So mussten sich die Lokale zum Beispiel in für Gewerbe zugelassenen Gebieten befinden. Die Prohibition wurde 1933 abgeschafft, das Cabaret Law blieb jedoch bestehen, auch wenn im Laufe der Zeit die ein oder andere Anpassung vorgenommen wurde.

So war es zunächst nicht erlaubt ohne Lizenz in Bars Musik zu spielen. Dies wurde 1936 geändert, so dass künftig Klaviermusik und Radio erlaubt waren. Bands mit mehr als drei Personen, Blasmusik und Schlagzeug blieben jedoch noch einige Zeit verboten.

Gesetz zuletzt kaum mehr durchgesetzt

Auch dies änderte sich und das Gesetz wurde über längere Zeit nicht durchgesetzt, bis es schließlich in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wiederbelebt wurde, als die Rave-Kultur populär wurde, um Tanzclubs bei Bedarf von offizieller Seite schließen zu können. In den letzten Jahren wurde das Gesetz dann kaum mehr durchgesetzt, jedoch wurde beispielsweise 2013 eine Bar in Williamsburg mit einer Geldstrafe belegt, nachdem ein Polizeibeamter Zeuge wurde, wie sich Menschen nach einer Beschwerde wegen Lärms in der Bar zum Klang von Musik „wiegten“.

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