12. September 2017

Lage eskaliert: Air Berlin streicht rund 100 Flüge

Die Lage bei der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin scheint zu eskalieren. Rund 200 von 1.500 Piloten haben sich krank gemeldet, mehr als 100 Flüge fallen aus.

Die Lage bei der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin scheint zu eskalieren. Rund 200 von 1.500 Piloten haben sich krank gemeldet, mehr als 100 Flüge fallen aus.

Nach der Insolvenz der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin scheint die Lage zu eskalieren. Wie kürzlich bekannt wurde, streicht die Airline viele USA-Verbindungen. Weitere Streichungen folgten: Schon ab dem 25. September verzichtet Air Berlin auf die Karibik-Verbindungen ab Düsseldorf. Nun haben sich 200 von rund 1.500 Piloten krank gemeldet, was für mehr als 100 Flugausfälle sorgte. Allein in Düsseldorf und Berlin-Tegel fielen jeweils 20 Abflüge aus. In einer Pressemitteilung am Dienstagmittag hieß es: „Überhaupt kein Verständnis hat airberlin für die zahlreichen kurzfristigen Krankmeldungen während des Crewbriefings unmittelbar vor dem Flug oder auf dem Weg zum Flugzeug.

Airline macht täglich drei bis vier Millionen Euro Verlust

Der Streik der Piloten sorgt bei Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann für Empörung: „Die airberlin Mitarbeiter sind bislang sehr professionell mit der schwierigen Situation des Unternehmens umgegangen. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung. Das, was wir jedoch heute bei einem Teil der Belegschaft sehen, ist ein Spiel mit dem Feuer. Der heutige Tag kostet uns mehrere Millionen Euro. Wir führen gerade die finalen Gespräche mit möglichen Investoren. Eine stabile Operations ist die zwingende Voraussetzung für ein Gelingen dieser Verhandlungen. Nur so können wir möglichst viele Arbeitsplätze sichern.“ Die Airline forderte betroffene Passagiere auf, nicht zu den Flughäfen zu kommen. Mit der Flugnummer können Kunden überprüfen, ob ihr Flug gestrichen wurde. Den Passagieren würden andere Reisemöglichkeiten angeboten.

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin reduziert ihr Langstrecken-Programm. Schon in Kürze fallen viele USA-Verbindungen weg.

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin reduziert ihr Langstrecken-Programm. Schon in Kürze fallen viele USA-Verbindungen weg.

Wie die BILD-Zeitung berichtet, kostet der Streik die Fluggesellschaft schon jetzt zwischen vier und fünf Millionen Euro. Zusätzlich macht Air Berlin derzeit rund drei bis vier Millionen Euro Verlust – pro Tag. Frank Kebekus, der Generalbevollmächtigte des Unternehmens, geht sogar noch etwas weiter „Wenn sich die Situation nicht kurzfristig ändert, werden wir den Betrieb und damit jegliche Sanierungsbemühungen einstellen müssen.“ Air Berlin hatte einen staatlichen Kredit über 150 Millionen Euro erhalten, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Rund drei Monate lang sollte das Geld reichen. Doch viele Verbindungen wurden gestrichen. Darunter die USA-Verbindungen zwischen Düsseldorf und Boston, sowie zwischen Berlin und Chicago, Los Angeles und San Francisco. Passagiere, die bei Air Berlin ein Ticket für eine dieser Strecken nach dem 25. September gebucht haben, können den Kaufpreis zurückverlangen. Zumindest dann, wenn sie das Ticket erst nach dem Insolvenzantrag am 15. August gekauft haben. Wurde der Flug bereits vor dem Insolvenzantrag gebucht, müssen die Passagiere den Ausgang des Insolvenzverfahrens abwarten.

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