30. Januar 2017

Trumps Einreiseverbot betrifft auch manche Deutsche

US-Präsident Donald Trump hat die Einreisebedingungen für Flüchtlinge und Menschen aus muslimischen Ländern verschärft. Auch Deutsche sind betroffen.

Am letzten Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump die Einreisebedingungen für Flüchtlinge und Menschen aus muslimischen Ländern drastisch verschärft. Auch manche Deutsche sind betroffen.

*Update vom 1. Februar 2017*: Deutsche Doppelstaatler dürfen wohl doch in USA einreisen. „So wie es aussieht, immerhin eine gangbare Lösung für Doppelstaatler“, teilte das Auswärtige Amt auf Twitter mit.

*Update vom 10. Februar 2017*: Wie ein US-amerikanisches Berufungsgericht bestätigt hat, ist Trumps Einreiseverbot ungültig. Die Visa-Sperren für Bürger aus Iran, Irak, Syrien, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen sind damit offiziell außer Kraft gesetzt.

Kaum ist Donald Trump US-Präsident, legt der 70-jährige Republikaner auch gleich mit den ersten Verfügungen los. Am vergangenen Freitag hat Trump die Bedingungen für die Einreise in die USA für Flüchtlinge und Menschen aus muslimischen Ländern drastisch verschärft. Die Aufnahme von Flüchtlingen wurde für 120 Tage lang ausgesetzt. Menschen aus dem Iran, dem Jemen, dem Irak, dem Sudan, Lybien, Somalia und Syrien wird für 90 Tage die Einreise verweigert. Aus dem Kriegsland Syrien dürfen bis auf Weiteres gar keine Menschen mehr einreisen. Ausnahmen soll es laut Trump im Einzelfall für christliche Flüchtlinge geben. Wie die BILD-Zeitung berichtete, wurden in den ersten Stunden nach dem Erlass 109 Menschen in Transitbereichen von US-Flughäfen festgehalten und weltweit 173 Passagiere zurückgewiesen. Die Anordnungen des neuen US-Präsidenten sorgten weltweit für Empörung.

Die US-Botschaft in Berlin warnt vor der US-Einreise

Seit 1980 besteht das US-Flüchtlingsprogramm, welches Trump nun vorerst gestoppt hat. Allein im vergangenen US-Haushaltsjahr (Oktober 2015 bis Ende September 2016) reisten insgesamt 84.994 Flüchtlinge aus der ganzen Welt in die USA ein. Seitdem wurden bereits 25.671 weitere Flüchtlinge aufgenommen. Seit Trumps Amtseinführung am 20. Januar waren es allein 2.089. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 reisten rund 890.000 Asylsuchende nach Deutschland. Schon wenige Stunden nach dem Trump-Beschluss wurden Flüchtlinge, welche mit dem Flugzeug in die USA einreisen wollten, an US-amerikanischen Zielflughäfen festgehalten. Der offizielle Grund dafür ist der „Schutz der Nation vor der Einreise ausländischer Terroristen in die Vereinigten Staaten“. Durch gründlichere Mechanismen zur Überprüfung von Einreisenden möchte der US-Präsident in Zukunft sicherstellen, dass „keine Landesfeinde in die USA“ gelangen, so Donald Trump. Der Einreisestopp gilt auch für Menschen mit einer doppelten Staatsangehörigkeit. Genau das ist der Grund, warum von Trumps Einreiseverbot auch Deutsche betroffen sind. Es genügt nämlich, neben einem deutschen auch einen Pass aus dem Iran, dem Jemen, dem Irak, dem Sudan, Lybien, Somalia oder Syrien zu besitzen.

Nun warnt die US-Botschaft in Berlin Doppelpass-Inhaber davor, in die USA einzureisen. In der Mitteilung heißt es: „Dringende Mitteilung: Durch das am 27. Januar 2017 unterschriebene Dekret zum Schutz der Nation vor terroristischen Angriffen durch ausländische Staatsbürger, ist die Ausstellung von Visa für Staatsbürger der Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres ausgesetzt. Wenn Sie ein Staatsbürger eines dieser Länder sind, vereinbaren Sie bitte keinen Termin für ein Visainterview und zahlen Sie zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Visagebühr. Wenn Sie bereits einen Termin vereinbart haben, NEHMEN SIE DIESEN BITTE NICHT WAHR. Sie werden keinen Eintritt in die Botschaft/das Konsulat erhalten. Wir werden jegliche weitere Änderungen, die Reisende in die USA betreffen, umgehend bekannt geben, sobald uns diese Information vorliegt. Bitte wenden Sie sich an support-germany@ustraveldocs.com um Ihren Termin zu stornieren. Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf den Webseiten www.ustraveldocs.com/de und www.travel.state.gov über weitere Entwicklungen.

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

Mietwagen für Ihre USA-Reise

Tipps für Ihre USA-Reise