29. Juni 2017

USA-Einreise: Strengere Flugkontrollen statt Laptop-Verbot

Nach monatelangem Hin und Her scheint es eine Lösung zu geben: Laptops bleiben auf Flügen in die USA erlaubt, allerdings werden deutlich schärfere Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt.

Nach monatelangem Hin und Her scheint es eine Lösung zu geben: Laptops bleiben auf Flügen in die USA erlaubt, allerdings werden deutlich schärfere Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt.

Wie wir berichteten, sah es lange Zeit so aus, als würden Laptops zukünftig auch auf Flügen aus Deutschland in die USA verboten. Doch nun scheint es eine Lösung zu geben. Zwar bleiben Tablets, Laptops und andere elektronische Geräte an Bord erlaubt, doch werden die Sicherheitsmaßnahmen für die Einreise in die USA erneut verschärft. Vor einigen Monaten hatten die Vereinigten Staaten von Amerika Laptops, Tablets und andere elektronische Geräte im Handgepäck von zehn vornehmlich im Nahen Osten und in Nordafrika liegenden Flughäfen auf dem Weg in die USA verboten.

Ausweitung der Personenkontrolle und des Sprengstoff-Screenings

Wer aus bestimmten Destinationen in die USA fliegt, darf keine Tablets, Kameras und Laptops mehr im Handgepäck transportieren. Der offizielle Grund: Terrorgefahr.

Wer aus bestimmten Destinationen in die USA fliegt, darf keine Tablets, Kameras und Laptops mehr im Handgepäck transportieren. Der offizielle Grund: Terrorgefahr.

Am gestrigen Mittwoch verkündete der US-amerikanische Heimatschutzminister John Kelly die neuen Regelungen in Washington. Wenn die Fluggesellschaften die schärferen Sicherheitsvorschriften des US-Ministeriums für Heimatschutz (DHS) umsetzen, dann bleiben Laptops und Co. auf Flügen in die USA erlaubt. Wie ein Mitarbeiter des Ministeriums mitteile, erwarten die USA von Fluggesellschaften und Flughäfen, die Sicherheitsmaßnahmen für Passagiere und elektronische Geräte deutlich zu erhöhen. Aus Sicherheitsgründen geht das DHS gegenüber der Öffentlichkeit nicht weiter ins Detail. Allerdings ist bekannt, dass das Heimatschutzministerium erweiterte Scans aller elektronischen Geräte erwartet, welche größer als ein Smartphone sind. Dazu zählen zum Beispiel Tablets, Laptops, E-Book-Reader oder Kameras. Außerdem ist eine genauere Überprüfung der Passagiere und eine größere Anzahl der eingesetzten Sprengstoff-Spürhunde geplant. Vor allem das sogenannte Sprengstoff-Screening steht im Mittelpunkt der neuen Vorschriften. „Die neuen Maßnahmen werden sichtbar und unsichtbar sein“, so der DHS-Mitarbeiter.

Weltweit sind 280 Flughäfen in 105 Ländern betroffen

Der Hintergrund der erneuten Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen ist wohl, dass US-Terrorexperten Erkenntnisse dazu haben, dass verschiedene Terrororganisationen planen, Sprengsätze in Laptops und Co. an Bord zu schmuggeln. Unter anderem berichtete der „Guardian“ darüber, dass es einen Anschlagplan gibt, nach dem eine Sprengladung in der Hülle eines Ipad-Tablets in die Flugzeugkabine gebracht und an empfindlicher Stelle angebracht werden könne. Mehrere Experten äußerten sich in der Folge dazu, dass es schwierig sei, eine Batterie von Sprengstoff zu unterscheiden.

Von den verschärften Sicherheitsmaßnahmen sind weltweit 280 Flughäfen in 105 Ländern, 180 Fluggesellschaften und rund 2.000 Flüge pro Tag betroffen. Wenn sich eine Airline nicht an die verschärften Kontrollen hält, dürfe diese die USA nicht anfliegen, so das Heimatschutzministerium. Laut des DHS-Mitarbeiters habe man bis zuletzt ein Laptop-Verbot erwogen. „Was wir nach einer Reihe von Gesprächen mit internationalen Vertretern jetzt tun, hat das selbe Resultat, ohne aber Laptops generell zu verbieten“, so der DHS-Mitarbeiter. Laut einigen Insidern haben die Airlines ab sofort drei Wochen Zeit, das verstärkte Sprengstoff-Screening einzuführen. Alle USA-Reisende sollten sich auf eine längere Wartezeit einstellen. Vielerorts startet der Check-In bei Flügen in die USA bereits eine Stunde früher als bei anderen Flügen.

USATipps auf Facebook

Hotels für Ihre USA-Reise

Booking.com

USA-Reisen von Experten

Mietwagen für Ihre USA-Reise