26. April 2017

USA prüfen Laptop-Verbot für Europa-Flüge

Beim Abflug von zehn Flughäfen dürfen Laptops auf dem Weg in die USA nicht mit ins Handgepäck. Jetzt wollen die USA das Verbot auf Europa-Flüge ausweiten.

Beim Abflug von zehn vornehmlich im Nahen Osten und in Nordafrika liegenden Flughäfen dürfen Laptops auf dem Weg in die USA nicht mit ins Handgepäck. Jetzt wollen die USA das Laptop-Verbot auf Europa-Flüge ausweiten.

Wie wir berichteten, wurde die Mitnahme von Laptops und anderen größeren elektronischen Geräten im Handgepäck von zehn vornehmlich im Nahen Osten und in Nordafrika liegenden Flughäfen auf dem Weg in die USA verboten. Die aufgrund von Terrorgefahr eingeführte Regel soll nun womöglich auf Europa-Flüge erweitert werden. Wie die britische Zeitung „Guardian“ schreibt, erwägen die USA ein entsprechendes Verbot auch ab Großbritannien.

Angst vor islamistischen Terroristen

Der Bericht der britischen Zeitung könnte ein Hinweis darauf sein, dass die USA ein solches Verbot auch für andere Flughäfen weltweit planen. Auch Großbritannien hat ein Laptop-Verbot eingeführt – betroffen sind hier Direktflüge aus Ägypten, der Türkei, Jordanien, Saudi Arabien, aus Tunesien und dem Libanon. Dort gilt, dass ein elektronisches Gerät nicht größer als 16 x 9,3 cm sein darf. Das im März eingeführte Laptop-Verbot hat bereits erste Folgen. Die Fluggesellschaft Emirates reduzierte ihre USA-Flüge, weil die Nachfrage eingebrochen war.

Gillian Christensen, Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums, gegenüber der Zeitung „Guardian“: „Wir haben gesagt, dass wir die Gefahr weiterhin evaluieren, um daraus Folgerungen zu ziehen. Bisher haben wir aber noch keine Entscheidungen darüber getroffen, die derzeit geltenden Beschränkungen für größere elektronische Geräte auf weitere Flughäfen auszuweiten.“ Die Angst der USA: Islamistische Terroristen könnten versuchen, mit in Laptops oder anderen elektronischen Geräten versteckten Bomben an Bord eines Flugzeuges zu geraten. Nach Informationen der „Welt“ gibt es daher Überlegungen, das Laptop-Verbot auf eine ganze Reihe europäischer Staaten auszuweiten. Weiter berichtet die Zeitung, dass US-Geheimdienste ihre europäischen Partner kürzlich auf ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Bomben in Laptops und Tablets hingewiesen haben.

Nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste sollen Terrororganisationen wie die Al-Qaida oder der IS vermehrt an Bomben arbeiten, die versteckt in ein Flugzeug geraten können. Dabei soll der saudische Bombenexperte Ibrahim al-Asiri eine große Rolle spielen. Der von Al-Asiri beauftragte Nigerianer Umar Abdulmutallab versuchte im Dezember 2009 an Bord einer Passagiermaschine eine Bombe in seiner Unterhose zu zünden. Auch steckte al-Asiri wohl hinter den Sprengsätzen, die als Druckerpatronen getarnt in Frachtflugzeugen in die USA geschickt worden waren.

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