18. November 2017

Verstärkte Kontrollen für US-Reisende

Auf Verlangen der US-Transportsicherheitsbehörde TSA haben sechs Fluggesellschaften begonnen, alle Passagiere, die in die USA reisen, kurzen Sicherheitsinterviews zu unterziehen.

Auf Verlangen der US-Transportsicherheitsbehörde TSA haben sechs Fluggesellschaften begonnen, alle Passagiere, die in die USA reisen möchten, kurzen Sicherheitsinterviews zu unterziehen. Die neue Auflage dient dazu, die Wiedereinführung des „Electronic Bans“ in Zuge dessen z. B. Laptops in der Flugzeugkabine verboten wurden, zu verhindern.

Die neuen Sicherheitsbestimmungen gelten für alle der rund 330.000 Passagiere, die in rund 2100 Flügen Tag für Tag in den USA landen, ungeachtet dessen ob es sich dabei um US-Bürger oder Ausländer handelt.

Dem voraus ging ein Einreiseverbot aus vorwiegend muslimischen Ländern, das die Trump-Regierung einführte und speziell bei den Fluggesellschaften in Nahost zu finanziellen Einbußen führte. So musste Emirates, die größte Fluggesellschaft der Region, nach eigenen Angaben 20 Prozent der eigenen Flüge in die USA streichen. Ebenso verbot die USA im März das Mitführen von Laptops in Flugzeugkabinen bei Flügen aus zehn Städten im Nahen Osten.

Dieses Verbot wurde aufgehoben, nachdem sich die betroffene Fluggesellschaft bereiterklärt hatte, elektronische Geräte kurz vor dem Boarding mit CT-Scannern zu untersuchen, um sicherzustellen, dass in diesen keine Bomben oder andere gefährliche Objekte enthalten waren. Zusätzlich werden nun nach einer Frist von 120 Tagen die neuen US-Vorschriften hinsichtlich der geforderten Sicherheitsinterviews von sechs Fluggesellschaften umgesetzt.

Was erwartet Reisende bei einem Sicherheitsinterview am Flughafen?

Seit Jahren werden die Sicherheitsmaßnahmen für USA-Reisende peu à peu verstärkt.

Seit Jahren werden die Sicherheitsmaßnahmen für USA-Reisende peu à peu verstärkt.

Die neuen Sicherheitsinterviews wurden bzw. werden von Air France, Cathay Pacific, EgyptAir, Emirates, Lufthansa und Royal Jordanian umgesetzt. Sie ähneln im Endeffekt den Interviews, die man bereits von Flügen mit amerikanischen Airlines in die USA oder auch bei Flügen nach Israel kennt und dauern nur wenige Minuten.

Je nach Fluggesellschaft werden die Passagiere u. a. beim Einchecken, am Gate oder bei Gepäckaufgabe zu den Gründen für ihre Reise befragt und müssen sicherheitsrelevante Fragen beantworten, wie etwa wer den Koffer gepackt hat, wer darauf Zugriff hatte und ob man etwas von Fremden mitgenommen hat. Air France stellt hierzu einen Fragebogen zur Verfügung. Zudem muss man damit rechnen, dass elektronische Geräte im Handgepäck einzeln durchleuchtet werden. Beides führt mitunter zu längeren Abfertigungszeiten. Die Lufthansa empfiehlt daher ihren Economy-Class-Passagieren 90 Minuten vor Abflug am Check-in zu erscheinen.

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