Deshalb sollten Sie den Flugmodus nie vergessen

Wer regelmäßig fliegt, kennt den Hinweis vor dem Abflug, das Handy bitte nun falls noch nicht geschehen auszuschalten oder in den Flugmodus zu versetzen. Doch viele Passagiere fragen sich, ob der Hinweis denn noch aktuell ist und die Angst begründet, dass Flugzeuge durch Handystrahlung abstürzen können.

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Kein Beweis für gravierende Störungen durch Handystrahlung | Flugmodus vergessen kann richtig teuer werden

Wir haben uns diese und andere Punkte rund um den Flugzeugmodus für Sie angesehen.

Kein Beweis für gravierende Störungen durch Handystrahlung

Der Flugzeugmodus wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts eingeführt, um mögliche negative Auswirkungen auf die Elektronik der Flugzeuge zu vermeiden. Beweise für gravierende Störungen gab es allerdings nie. Jedoch ist es so, dass die Kommunikation zwischen dem Piloten und der Flugsicherungszentrale durch Handys gestört werden kann.

Ob die Verbindung zwischen beiden für wenige Sekunden abbricht, hängt jedoch davon ab, ob das Handy an der Grenze des Handyempfangs (zwischen 1500 und 3000 Metern Höhe) einen Anruf empfängt oder sendet. Ebenfalls Einfluss haben die Nähe des Handys zum Cockpit sowie das Handymodell und das Alter von Flugzeug und Bordtechnologie.

Flugmodus vergessen kann richtig teuer werden

Natürlich können Sie Ihr Handy im Flugzeug nutzen, zum Beispiel für Fotos. Aber schalten Sie den Flugmodus ein!
Natürlich können Sie Ihr Handy im Flugzeug nutzen, zum Beispiel für Fotos. Aber schalten Sie den Flugmodus ein!

Doch das Umschalten in den Flugmodus dient nicht nur der Sicherheit, sondern erspart unter Umständen auch hohe Handyrechnungen. Das musste auch ein Passagier von Aer Lingus auf einem Flug von Irland in die USA erfahren, der sein Handy im Gepäckfach über dem Sitz verstaut, aber vergessen hatte, es in den Flugmodus zu schalten.

Das böse Erwachen folgte einige Wochen später, als ihn eine Rechnung seines Handyanbieters erreichte, in der fast 300 Euro Roaminggebühren ausgewiesen waren, obwohl er nicht aktiv im Internet gesurft hatte. Aer Lingus bestätigte den Vorfall und erklärte, Handys im normalen Modus könnten sich mit dem Roamingnetzwerk verbinden und so hohe Kosten verursachen. Die Airline verdiene damit kein Geld und sei auch nicht für das Fehlverhalten der Passagiere verantwortlich.

Besser ist es daher, das Mobiltelefon bei Flügen immer in den Flugmodus zu schalten. Wer im Flugzeug im Internet surfen möchte, kann bei etwa einem Drittel der Fluggesellschaften gegen Gebühr WLAN im Flugzeug nutzen. Das erspart auch unnötige Verzögerungen. Es gab schon Fälle, in denen ein Flugzeug wegen fehlendem Flugzeugmodus nicht startete und zum Gate zurückfahren musste. Unschön für alle Passagiere.