3. Juli 2018

Neue Sicherheitsbestimmungen beim Handgepäck für USA-Flüge

Seit dem 30. Juni 2018 dürfen Reisende, die von Europa direkt in die USA fliegen, nur noch Pulver oder pulverähnliche Gebinde mit einer Menge von bis zu 350 Milliliter im Handgepäck mitführen.

Seit dem Wochenende gelten verschärfte Sicherheitsbedingungen auf Flügen von Europa in die USA. Denn seit dem 30. Juni 2018 dürfen Reisende, die von Europa direkt in die USA fliegen, nur noch Pulver oder pulverähnliche Gebinde mit einer Menge von bis zu 350 Milliliter im Handgepäck mitführen.

Es ist durch diese von der Transport Security Administration (TSA) der USA erlassenen neuen Bestimmung mit Kontrollen an den Gates und längeren Wartezeiten zu rechnen.

Vereiteltes Attentat ist Grund für die Maßnahme

Verantwortlich für die neue Sicherheitsmaßnahme ist ein versuchtes, jedoch vereiteltes Attentat von vier Männern im Sommer letzten Jahres. Islamistisch motivierte Verdächtige hatten damals versucht, einen improvisierten Sprengsatz in Pulverform an Bord eines Flugzeuges zu schmuggeln. Infolge wurde die neue Sicherheitsbestimmung vergangenes Jahr für Flüge innerhalb der USA umgesetzt und trat nun auch für internationale Flüge in die Vereinigten Staaten in Kraft. Die relativ lange Zeit bis zur Umsetzung erklären die Verantwortlichen damit, dass man zunächst die reale Bedrohung habe bewerten wollen und Testläufe nötig gewesen seien. Außerdem habe die Umsetzung koordiniert und diskutiert werden müssen.

Neue Bestimmung betrifft viele alltägliche Substanzen

Die Mitarbeiter der TSA empfehlen, Gebinde mit Pulvern im eingecheckten Gepäck zu verstauen.

Die Mitarbeiter der TSA empfehlen, Gebinde mit Pulvern im eingecheckten Gepäck zu verstauen.

Von der neuen Regelung sind viele Produkte betroffen, an die man zunächst vielleicht gar nicht denken mag. Das können zum Beispiel ganz alltägliche Dinge wie Kaffeepulver, Babypuder, Gewürze, Badesalz, Proteine, Make-up, Zucker oder Gewürze sein. Arzneimittel sind von der Bestimmung ausgenommen, ebenso Babynahrung und die Inhalte von Urnen.

Gebinde mit Pulvern oder Granulaten, die im Duty-Free-Bereich des Flughafens erworben wurden und im zugehörigen Plastikbeutel eingeschweißt sind, sind ebenfalls zulässig. Die gesamte Liste erlaubter und unerlaubter Pulversubstanzen ist auf der Website der TSA einsehbar.

Pulver und pulverähnliche Substanzen am besten ins eingecheckte Gepäck

Die Mitarbeiter der TSA empfehlen, Gebinde mit Pulvern am besten soweit möglich im eingecheckten Gepäck zu verstauen. Ab einer Menge von 350 Millilitern müssen diese sich zudem zum Röntgen in einem separaten Behälter befinden. In jedem Fall sollten Reisende damit rechnen, dass die Behälter geöffnet und weiter untersucht werden, besonders dann, wenn sie nicht in der Originalverpackung transportiert werden. Können die Mitarbeiter des TSA nicht feststellen, um was es sich bei dem Pulver handelt, kann es sein, dass das Pulver im eingecheckten Gepäck verstaut werden muss oder entsorgt wird.

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