11. Mai 2018

„The Trump Slump“ – Touristen meiden zunehmend die USA

Während die Reisebranche in diesem Jahr zielstrebig auf einen neuen Rekord zusteuert, so sieht es für die USA – lange Zeit das Hauptfernziel der Deutschen – eher düster aus.

Während die Reisebranche in diesem Jahr zielstrebig auf einen neuen Rekord zusteuert, so sieht es für die USA – lange Zeit das Hauptfernziel der Deutschen – eher düster aus. Der Rückgang, der bereits seit 2016 beobachtet wird, hält weiter an. Das Marktforschungsinstitut GfK prognostizierte im ersten Quartal dieses Jahres einen weiteren Einbruch um 20 Prozent.

Über die Gründe dafür wird viel diskutiert und spekuliert und der „Trump Slump“, der dem umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump die Hauptschuld oder zumindest eine Teilschuld an der Misere gibt, ist in den USA schon fast zum geflügelten Wort geworden. Seine Politik und vor allem seine fremdenfeindlichen Äußerungen sorgen in höherem Maße als von Reiseveranstaltern erwartet, dafür, dass vor allem auch Deutsche die USA als Urlaubsziel meiden.

Schwere Zeiten für die Tourismusbranche in den USA

Im Jahr 2017 kamen 72,9 Millionen ausländische Besucher in die USA - weniger als in den Vorjahren.

Im Jahr 2017 kamen 72,9 Millionen ausländische Besucher in die USA – weniger als in den Vorjahren.

Der Tourismussektor der Vereinigten Staaten durchlebt derzeit schwere Zeiten. Nach einem Rekordhoch im Jahr 2015 mit 77,5 Millionen ausländischen Besuchern, begann der Rückgang bereits 2016, als man nur noch 75,9 Millionen Menschen aus anderen Ländern begrüßen durfte. Und auch ein Jahr später blieben viele Hotelzimmer und Plätze in Ferienfliegern leer und die Schlangen in Touristenattraktionen wie Disneyworld wurden kürzer. Denn 2017 zog es nur noch 72,9 Millionen ausländische Besucher in die USA. Bisher sieht es nicht so aus, dass sich die Zahlen im Jahr 2018 erholen könnten und das trotz des im Vergleich zu den Vorjahren eher schwachen Dollars.

Eine Katastrophe für die Tourismusbranche, die nach Schätzungen seit Trumps Amtsübernahme 2,7 Milliarden Dollar und allein im ersten Jahr 40.000 Arbeitsplätze verlor. Aber auch eine Belastung für die US-Wirtschaft. Schließlich tragen allein Reise- und Gastronomieanbieter 1,6 Billionen Dollar zum Bruttoinlandsprodukt der USA bei.

Internationale Reisetätigkeit nimmt erneut zu

Umso stärker fällt der sinkende Marktanteil der USA in Anbetracht der Umsätze auf, die die deutschen Urlaubsanbieter und Reiseveranstalter generell schreiben. Diese lagen bereits 2017 mit 64,7 Milliarden Euro auf Rekordniveau und werden nach Prognose des Deutschen Reiseverbandes (DRV) voraussichtlich in diesem Jahr im mittleren einstelligen Prozentbereich weiter ansteigen.

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