6. Oktober 2018

Urlaub mit Gänsehautfaktor: Dark Tourism in den USA

Wir haben für Sie 10 bekannte und unbekanntere Attraktionen mit Gänsehautfaktor zusammengestellt, deren Besuch Ihnen Schauer über den Rücken jagen wird.

Wenn der Sommer in den Herbst übergeht, die Tage kürzer werden und es draußen immer ungemütlicher wird, dann ist es bald wieder soweit. Halloween naht und mit ihm die Suche nach der besten Location, um den schaurigsten aller Tage in den USA zu verbringen. Wir haben daher für Sie 10 bekannte und unbekanntere Attraktionen mit Gänsehautfaktor zusammengestellt, deren Besuch Ihnen insbesondere um Halloween, aber auch zu anderen Zeiten des Jahres Schauer über den Rücken jagen wird.

Allen gemein ist, dass es sich um Orte handelt, die mit Tod, Leid, Tragödien oder dem Makabren in Verbindung stehen. Orte, mit verstörender, grausamer oder abstoßender Vergangenheit. Und ein Muss für Menschen, die sich gerne gruseln und Gefallen am globalen Reisetrend „Dark Tourism“ gefunden haben.

Alcatraz – die schaurige Gefängnisinsel vor San Francisco

In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, heute nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.

In der Bucht von San Francisco liegt die bekannte, heute nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.

Das Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz gilt als einer der unheimlichsten Orte der USA und das nicht nur der grausamen Haftbedingungen wegen. Es sind die unheimlichen Geschichten, die sich um das Gefängnis ranken, die rätselhaften Todesfälle, die unerklärlichen Temperaturschwankungen, die mysteriösen Geräusche, die paranormalen Aktivitäten und die geisterhafte Berührungen, die schon damals den Gefangenen und den Wärtern das Fürchten leerten. Und auch heute noch wird immer wieder über Geistersichtungen berichtet. Besonders gruselig sind die Besichtigungen bei Nacht, die regelmäßig angeboten werden.

Riddle House im Palm Beach County, Florida

Wer den Namen Riddle House zum ersten Mal hört, denkt wohl zunächst an Harry Potter bzw. an Tom Riddle, besser bekannt als Lord Voldemort. Doch das Riddle House in den USA hat mit den Geschichten rund um den berühmten Zauberlehrling nichts zu tun. Wohl aber mit übernatürlichen Ereignissen. Das Riddle House wurde 1905 als Beerdigungsinstitut erbaut und kam 1920 in den Besitz von Karl Riddle, dem es seinen Namen verdankt. Im Jahr 1995 wurde es abgebaut und in Yesteryear Village im Süden Floridas wiederaufgebaut. Im Lauf der Jahre wurde immer wieder über Spukereignisse berichtet. So soll das Haus derzeit vom Geist von Joseph heimgesucht werden. Der ehemalige Angestellte von Karl Riddle erhängte sich auf dem Dachboden des Hauses. Es wird von sich bewegenden Möbeln und Werkzeugen berichtet, von zerbrechenden Fenstern und wispernden Stimmen. Besichtigen können Sie das Spukhaus zum Beispiel während einer der Ghost Tours, die regelmäßig angeboten werden.

The Ridges in Athens, Ohio

The Ridges, früher als Athens Lunatic Asylum bekannt, ist eine ehemalige Nervenheilanstalt, die von 1874 bis 1993 betrieben wurde. Bekannt ist es für die umstrittenen Lobotomie-Operationen, die dort durchgeführt wurden, und verschiedene paranormale Sichtungen. Zahlreiche unheimliche Geschichten ranken sich um das Gemäuer. Die bekannteste ist die einer Frau, die sechs Wochen lang verschollen war und schließlich auf einer unbenutzten Station gefunden wurde. Sie hatte sich all ihrer Kleidung entledigt, sie ordentlich gefaltet und sich auf den Betonboden gelegt, wo sie schließlich starb. Noch heute ist der Abdruck ihrer Leiche auf dem Boden zu sehen. Regelmäßige Führungen werden vom Southeast Ohio History Center angeboten, unter anderem auch an Halloween.

Stull Cemetery im Douglas County in Kansas

Im beschaulichen Örtchen Stull in Kansas gibt es einen Friedhof, auf dem sich eines der „Tore zur Hölle“ befinden soll. Es heißt, an Halloween solle hier der Teufel aus der Hölle emporsteigen. Die Treppe in die Unterwelt sei nur an Halloween zu begehen und wer es wage, sie zu betreten, für den führe kein Weg zurück. Und auch sonst ranken sich viele Mythen und Legenden um den Friedhof und die 2002 auf ungeklärte Weise zerstörte Kirche auf dem Emmanuel Hill. So soll dort unter anderem auch eine Hexe begraben sein, mit der der Teufel ein Kind gezeugt hatte. Der Friedhof befindet sich in Privatbesitz. Das Betreten ist nicht gestattet.

Eastern State Penitentiary in Philadelphia, Pennsylvania

Das Eastern State Penitentiary ist eine ehemalige Strafanstalt in Philadelphia, die seit 1994 als Museum dient.

Das Eastern State Penitentiary ist eine ehemalige Strafanstalt in Philadelphia, die seit 1994 als Museum dient.

Das Eastern State Penitentiary ist eine ehemalige Besserungsanstalt in Philadelphia und war einst das modernste und teuerste Gefängnis seiner Zeit. Das erste Gefängnis, in dem man nicht nur Strafe im Sinn hatte, sondern auch Rehabilitation. Um dies zu erreichen, setzte man auf Einzelhaft, um den Insassen die Möglichkeit zu geben, über ihre Taten nachzudenken. 23 Stunden des Tages saßen die Gefangenen in ihren Zellen, zweimal eine halbe Stunde am Tag durften sie streng voneinander getrennt an die frische Luft. Durften sie ihre Zellen verlassen, zum Beispiel während der Badezeit alle zwei Wochen, wurden ihnen Kapuzen übergezogen, so dass sie weder ihre Umgebung noch ihre Mitgefangenen sehen konnten. Wer sprach, endete im schlimmsten Fall im Loch ohne Tageslicht, Bett und Toilette. Viele Insassen verloren im Eastern State Penitentiary ihren Verstand und ihr Leben. Noch heute soll man dort deren Schritte, wimmernden Stimmen und gellenden Schreie hören. Führungen werden täglich angeboten. Ein besonderes Erlebnis ist „Terror Behind the Walls“, ein Event bei dem Schauspieler in Kostümen die Besucher erschrecken und das Jahr für Jahr an Halloween tausende Besucher anlockt.

St. Albans in Radford, Virginia

Das Sanatorium St. Albans in Radford gilt als eines der aktivsten Geisterhäuser der USA. Einst Schauplatz des Massakers von Draper’s Meadow, war dort ab Ende des 19. Jahrhunderts eine Jungenschule untergebracht, in der immer wieder auf unerklärliche Weise Schüler verschwanden. Ab 1916 wurde das Gebäude als Nervenheilanstalt für Menschen mit geistigen Behinderungen geführt, in der mit fragwürdigen Therapien experimentiert wurde. Viele Patienten starben an den Folgen der Elektrokrampf-, Wasserschock- und Insulinschocktherapien. Das Innere des Gebäudes erinnert noch heute an diese düstere Zeit. Beschädigte und zerstörte Rollstühle und Tragen stehen noch in den Fluren des seit über 20 Jahren leerstehenden Gebäudes. Die Krankenakten befinden sich noch in den Aktenschränken der verlassenen Büros und an den Wänden sind noch Fotos von Patienten zu sehen. Und wie an so vielen Orten mit düsterer Vergangenheit soll es auch im St. Albans Sanatorium spuken. Wer das Horrorhaus besuchen möchte, hat die Möglichkeit an einer Führung durch das Gebäude teilzunehmen oder kann sogar eine Nacht im ehemaligen Sanatorium verbringen.

Pine Barrens, New Jersey

Pine Barrens in New Jersey ist ein 4500 km2 großes Gebiet mit tiefen, dunklen Wäldern und Pfaden, die einem zum Verhängnis werden können. Eine wunderschöne, aber gleichermaßen geheimnisumwobene Gegend, um die sich zahlreiche Legenden um Geister, Kobolde und um den sagenumwobenen „Jersey Devil“ ranken. Der Jersey Devil ist ein Mischwesen, das in der Regel als zweibeinige Kreatur mit Hufen, langem Hals, Flügeln und kurzen Armen beschrieben wird. Manchmal heißt es auch, er würde einem Hund oder einem Pferd ähneln, hätte rotglühende Augen, langes Fell oder Hörner. Bezeichnend ist sein unheimlicher, hoher Schrei, der in der Stille der Kiefernwälder deutlich zu hören sein soll. Wer sich auf die Spuren des Fabelwesen begeben möchte, kann an einer „Jersey Devil Hunt“-Tour teilnehmen. Nach Sonnenuntergang geht es in den Wald. Es wird die Geschichte der Kreatur erzählt und es werden die Plätze besichtigt, an denen der Jersey Devil im Laufe der Jahre gesichtet worden sein soll. Auch Bigfoot soll dort schon gesehen worden sein.

Helter Skelter Tour in Los Angeles, Kalifornien

Die Manson Family um Charles Manson zeichnete im Jahr 1969 für mehrere Morde in Kalifornien verantwortlich. Bekanntestes Opfer war die damals hochschwangere Ehefrau von Roman Polanski, die Schauspielerin Sharon Tate. Die genauen Motive für die Morde sind bis heute nicht abschließend geklärt. Man vermutet, dass Manson, das von ihm prophezeite Helter-Skelter-Chaos und darauffolgend einen Rassenkrieg zwischen Weißen und Schwarzen in Gang setzen wollte. Mit diesen grausigen Ereignissen befasst sich die Helter-Skelter-Tour, bei der die Teilnehmer im Rahmen einer Führung die Mordschauplätze besichtigen können sowie andere Orte, an denen sich die Mörder zum Beispiel ihrer blutigen Kleidung entledigten. Den Abschluss der Führung bildet ein Besuch des makabren Dearly-Departed-Museums.

Centralia im Columbia County, Pennsylvania

Centralia ist vor allem bekannt für einen seit 1962 bestehenden Kohlebrand unter dem Stadtgebiet, der die Region nahezu unbewohnbar macht: Die Einwohnerzahl sank auf rund 10 Einwohner.

Centralia ist vor allem bekannt für einen seit 1962 bestehenden Kohlebrand unter dem Stadtgebiet, der die Region nahezu unbewohnbar macht: Die Einwohnerzahl sank auf rund 10 Einwohner.

Centralia war einst eine ganz normale amerikanische Kleinstadt, bis 1962 in den dortigen riesigen, unterirdischen, verlassenen Anthrazitkohleminen ein Feuer ausbrach, das bis heute schwelt. Damals lebten rund 2000 Menschen in Centralia. Doch schon sieben Jahre später zogen die ersten Menschen weg. 1979 musste die Tankstelle wegen Explosionsgefahr schließen. 1981 wäre ein zwölfjähriger Junge beinahe in einer Spalte versunken, die sich plötzlich unter seinen Füßen auftat. In der Route 61, heute als Graffiti Highway bekannt, öffnete sich ein 300 Meter langer Spalt, groß genug, um Autos aufzunehmen. Dies war Grund genug, um die Stadt zwanzig Jahre nach Ausbruch des Feuers zu evakuieren. Heute ist Centralia eine moderne Geisterstadt, in der nur noch wenige Menschen leben. Und wer die verlassenen Straßen, die Friedhöfe, die vom Feuer zerstörte Landschaft, den Rauch und die Flammen, die manchmal noch durch die Erde brechen, sieht, fühlt sich in einen „Vorhof zur Hölle“ versetzt. Der Geruch nach faulen Eiern trägt zu der düsteren Atmosphäre bei. Kein Wunder, dass Centralia als Inspiration für den Horrorfilm „Silent Hill“ diente. Mittlerweile zieht das ehemalige Bergbaustädtchen viele abenteuerlustige Touristen an, besonders zu Halloween.

Salem, Massachusetts

Das Salem Witch Museum in Massachusetts.

Das Salem Witch Museum in Massachusetts.

Wer über Halloween, Geister und Übersinnliches spricht, der muss natürlich auch über Salem sprechen. Die Stadt, die durch die Hexenprozesse traurige Berühmtheit erlangte. Denn nirgendwo sonst als in der „Hexenstadt“ wird ausgiebiger Halloween gefeiert. Den gesamten Oktober über werden „Haunted Happenings“ abgehalten und auch im Salem Witch Museum, untergebracht in einer düsteren Kirche, und im Witch Dungeon Museum mit dem ehemaligen Kerker, sind Gänsehaut garantiert. Einen besonderen Gruselfaktor versprechen die „Salem Night Tours“.

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