Los Angeles: Oscar-Museum und mehr locken die Besucher

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Für viele Besucher ist Los Angeles das Tor zu Kalifornien und zu den Nationalparks im Westen der USA und ein langgehegter Traum. Eine Stadt, in der zahlreiche Attraktionen auf ihre Gäste warten. Einige neue Museen kommen in den nächsten Jahren hinzu.

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Gigantisches Filmmuseum eröffnet im Dezember 2019 in Los Angeles | Weitere neue Museen in Los Angeles

Das eindrucksvollste der auf der Reisemesse IPW in Anaheim vorgestellten Angebote ist dabei gewiss das Academy Museum of Motion Pictures. Aber auch die geplanten Museen für mexikanische Kochkunst und das Storytelling-Museum von keinem geringeren als George Lucas klingen absolut vielversprechend.

Gigantisches Filmmuseum eröffnet im Dezember 2019 in Los Angeles

Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) ist ein 1910 gegründetes Kunstmuseum in Los Angeles.
Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) ist ein 1910 gegründetes Kunstmuseum in Los Angeles.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles sammelt seit den 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts Materialien aus der Welt des Films und gilt heute als die weltweit bedeutendste Sammlung der Filmgeschichte. Über 12 Millionen Fotografien, 190.000 Video-Dokumente, 80.000 Drehbücher, 61.000 Plakate und über 104.000 Objekte aus der Filmproduktion befinden sich in deren permanenter Sammlung und bilden neben Privatbeständen die Grundlage für Hollywoods neues Megamuseum, das gerne als Oscar-Museum bezeichnet wird.

Insgesamt sollen im Museum, das derzeit an der Ecke Wilshire Boulevard und Fairfax Avenue direkt an der Los Angeles Museumsmeile auf dem Gelände des Los Angeles County Museums of Art (LACMA) entsteht, auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern über 2.500 Exponate ausgestellt werden. Das macht das Oscar-Museum zum umfassendsten Filmmuseum der Welt.

Architektonische Meisterleistung von Star-Architekt Renzo Piano

Die Idee, der Filmindustrie ein Denkmal zu setzen, die Geschichte Hollywoods zu würdigen und seine Zukunft zu sichern, gab es schon in den 60er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Nägel mit Köpfen für das heutige Museum wurden allerdings erst 2012 gemacht, als dieses nach den Entwürfen von Renzo Piano konzipiert wurde. Dabei wurde das bisherige May Company Building um eine Sphäre mit Terrasse und Blick auf die Hollywood Hills ergänzt, wo sich der weltberühmte Hollywood-Schriftzug befindet.

Die gigantische Glaskugel ist als architektonischer Gipfel geplant und soll künftig Schauplatz für Oscar-Partys, Filmpremieren und Charity-Veranstaltungen werden. Unter anderem findet sich darunter ein Filmtheater mit 1.000 Plätzen und einer neun Meter hohen und 20 Meter langen Leinwand, das David Geffen gewidmet ist. Die Kosten für den Filmpalast: 400 Millionen US-Dollar.

Unersetzbare Exponate locken Historiker, Hollywood-Insider und Fans

Hollywood ist ein Stadtteil von Los Angeles und wurde vor allem als Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie berühmt.
Hollywood ist ein Stadtteil von Los Angeles und wurde vor allem als Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie berühmt.

Die Exponate die Besucher im Oscar-Museum bestaunen können, sind von immenser Bedeutung. Es sind Memorabilia wie Dorothys rote Schuhe aus dem „Zauberer von Oz“, die Gesetzestafel aus den „Zehn Geboten“, die Schreibmaschine auf der das Drehbuch für „Psycho“ geschrieben wurde, das letzte noch vollständige Modell des Hais aus Spielbergs „Der weiße Hai“, Greta Garbos Kostüm aus „Mata Hari“, die Kulissen aus „Casablanca“ und „Psycho“, das Original-Raumschiffmodell aus „2001: Odyssee im Weltraum“, die hydraulische Hand von King Kong, der Kopf des Monsters aus „Alien“, die das Academy Museum of Motion Pictures zu einem einmaligen Erlebnis machen.

Dazu kommen eine Dauerausstellung, die sich mit der technologischen Geschichte des Films beschäftigt, Virtual-Reality-Installationen und verschiedene regelmäßige Sonderausstellungen, wie eine Retrospektive des japanischen Kult-Animateurs Hayao Mizayaki und eine einzigartige Show afroamerikanischer Kinokunst.

Viele prominente Unterstützer tragen zum Erfolg bei

Das Projekt wird von vielen prominenten Vertretern der Filmbranche unterstützt. Im obersten Verwaltungsgremium des Museums sind hochkarätige Namen wie John Bailey, Tom Hanks, Diane von Fürstenberg, Kathleen Kennedy und Kimberly Steward vertreten. Aber auch Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberger und George Lucas zählen zu den Unterstützern. Einer großzügigen Spende des Star-Wars-Schöpfers ist es zu verdanken, dass Jugendliche unter achtzehn Jahren das Museum kostenlos besuchen können.

Weitere neue Museen in Los Angeles

In Downtown an der Plaza Cocina im La Plaza Village entsteht derzeit ein neues Museum, das sich ganz der mexikanischen Küche widmet und deren Ursprünge und moderne Interpretation zum Thema hat. Angeschlossen ist eine Kochschule. Die Eröffnung ist für Anfang 2020 geplant.

Die Kunst des Geschichtenerzählens ist dagegen Inhalt des Lucas Museum of Narrative Art, in dem künftig rund 10.000 Ausstellungsstücke aus der Sammlung von Filmemacher George Lucas zu besichtigen sein werden. Unter anderem werden dort Bilder, Illustrationen und Hollywood-Memorabilia zu sehen sein. Die Eröffnung ist für 2021 im Exposition Park in Downtown angesetzt.