US-Tourismusmesse IPW: Positiver USA-Trend für 2019

Partner von Marco Polo

Waldbrände, Hurrikans, die Pleite von Air Berlin und natürlich der umstrittene US-Präsident Donald Trump, sie alle konnten in den letzten Jahren Reiselustigen die Freude an den USA ein wenig vermiesen. Und so mussten viele Reiseveranstalter im Jahr 2018 rückläufige Buchungen hinnehmen. Doch dieses Jahr zeichnet sich auf der US-Tourismusmesse IPW ein positiveres Bild bei deutschen Reiseveranstaltern ab.

Inhaltsverzeichnis
New York ist nach wie vor im Trend | Besuchermassen werden für die Nationalparks immer mehr zum Problem | Trump hat auf Reiseentscheidungen keinen großen Einfluss mehr

Einen Anstieg der Buchungen vermeldeten unter anderem Tui, Meiers Weltreisen, ADAC-Reisen, FTI, Canusa, America Unlimited und DER Touristik mit Dertour.

New York ist nach wie vor im Trend

New York City ist nach wie vor das Traumziel vieler USA-Reisenden. Und auch 2018 ist es der Metropole gelungen, einen weiteren Besucherrekord aufzustellen.
New York City ist nach wie vor das Traumziel vieler USA-Reisenden. Und auch 2018 ist es der Metropole gelungen, einen weiteren Besucherrekord aufzustellen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz sind die USA nach wie vor das beliebteste Fernreiseziel der Deutschen, denen auch Naturkatastrophen und Trump die Lust auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht nehmen konnte. Im letzten Jahr waren es 2,1 Millionen Menschen aus Deutschland, die die USA besuchten. Besonders beliebt sind Klassiker wie New York City, der Westen und Florida. Aber auch Nischenziele wie Alaska und Hawaii werden gerne angeflogen.

Und die Deutschen werden mutiger. Immer mehr Touristen steuern nicht nur die altbekannten Reiseziele an, sondern wagen sich auch an Neues. In New York steht beispielsweise nicht mehr nur Manhattan im Fokus, sondern man erkundet seit Jahren auch mehr und mehr Brooklyn und zunehmend auch Harlem und Queens.

Zudem möchten immer mehr Besucher immer mehr von den Vereinigten Staaten in immer kürzerer Zeit sehen. Die Zahl der Inlandsflüge steigt. Viele Urlauber kombinieren mehrere Reiseziele in den USA miteinander, wie New York und die Südstaaten oder den Westen der USA mit Hawaii. Auch Kombinationen aus Kanada und den USA werden immer beliebter.

Besuchermassen werden für die Nationalparks immer mehr zum Problem

Der Zion-Nationalpark befindet sich im Südwesten Utahs. Er hat eine Fläche von 579 km² und liegt zwischen 1128 m und 2660 m Höhe.
Der Zion-Nationalpark befindet sich im Südwesten Utahs. Er hat eine Fläche von 579 km² und liegt zwischen 1128 m und 2660 m Höhe.

Durch die immense Größe und Weite der USA verteilen sich die zahlreichen Besucher aus aller Welt dort in der Regel gut und es ist von Overtourism nichts zu spüren. Eine Ausnahme stellen die Nationalparks dar. Es sind vor allem die bekannten, in denen speziell zur Hauptreisezeit reger Betrieb herrscht. Wer dort campen oder in einem Hotel übernachten möchte, muss sehr frühzeitig buchen, um noch einen Platz zu ergattern.

Pläne, um die Besucherzahlen in den Nationalparks zu steuern, gibt es jedoch bis dato nicht. Möglich sind über kurz oder lang allerdings Maßnahmen wie Reservierungssysteme oder Shuttlebusse, wie sie etwa im Zion-National-Park in Utah bereits eingesetzt werden.

Trump hat auf Reiseentscheidungen keinen großen Einfluss mehr

Das Donald Trump für die USA nicht die beste Werbung ist, ist unumstritten. Und auch die U. S. Travel Organisation hat weiterhin Sorge, um das Image der Vereinigten Staaten als Reiseland. Denn auch wenn sich die Befürchtungen bezüglich strengerer Einreisevorschriften für Deutsche nicht bewahrheitet haben, so sind die langen Wartezeiten am Flughafen bei der Einreise in die USA nach wie vor für viele ein Ärgernis. Grundsätzlich ist jedoch zu sagen, dass der Dollar-Kurs für viele US-Besucher größere Entscheidung auf die Wahl der USA als Urlaubsziel hat, als die US-Politik. Der Wechselkurs blieb in den letzten zwölf Monaten frei von großen Schwankungen. Derzeit entspricht ein Euro dem Gegenwert von etwa 1,14 US-Dollar, was die Vereinigten Staaten für Deutsche zu einem relativ teuren Reiseland macht.