Work and Travel in den USA: Diese Möglichkeiten gibt es

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Länder wie Neuseeland, Australien oder Kanada bieten für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren (18 bis 35 in Kanada) ein sogenanntes „Work and Travel“-Visum an. Mit diesem Visum ist es möglich, für ein Jahr durch das jeweilige Land zu reisen und zu arbeiten. In den USA gibt es leider kein vergleichbares Visum. Doch auch abseits des klassischen Work and Travel Visums gibt es verschiedene Möglichkeiten, arbeiten und reisen in den USA zu verbinden.

Inhaltsverzeichnis
Summer Camp: Vier Monate arbeiten, einen Monat reisen | Für ein Praktikum in die USA | In die USA als Au Pair | Alternativen zu Work and Travel in den USA

In den oben genannten Ländern ist der Arbeitsmarkt auf Work and Traveller eingestellt – es gibt viele kurzfristige Jobs auf Farmen, in Nationalparks, in der Gastronomie oder im Tourismus. In den USA gibt es leider kein vergleichbares Visum, dass es jungen Leuten ermöglicht, ein Jahr lang durch das Land zu reisen und dort zu arbeiten, was schade ist. Schließlich hat das Land unendlich viel zu bieten, wie zum Beispiel:

Für alle Varianten, die in den USA möglich sind, benötigt man das J1-Visum. Dieses wird am besten über eine Organisation beantragt. Sogenannte „designated sponsors“ kümmern sich um die Prüfung von Visumsanträgen und übernehmen den Versand von Formularen – eine eigenständige Beantragung ohne diese Organisationen ist nicht möglich.

Summer Camp: Vier Monate arbeiten, einen Monat reisen

New York City ist nach wie vor das Traumziel vieler USA-Reisenden. Und auch 2018 ist es der Metropole gelungen, einen weiteren Besucherrekord aufzustellen.
New York City ist nach wie vor das Traumziel vieler USA-Reisenden. Und auch 2018 ist es der Metropole gelungen, einen weiteren Besucherrekord aufzustellen.

Mit dem J1-Visum kann zum Beispiel ein Job in einem Summer Camp ausgeübt werden – diese Variante ist sehr beliebt. In den USA werden jährlich für die Sommerzeit zwischen Juli und Oktober Betreuer für Kinder und Jugendliche in Summer Camps gesucht. Zu den Aufgaben der Betreuer gehört dann folgendes:

  • Tagesprogramm organisieren und beaufsichtigen
  • Ansprechpartner sein
  • Mit den Kindern und Jugendlichen spielen oder Sport machen
  • Workshops (zum Beispiel um ein Instrument zu lernen) betreuen

Zwischen Juli und Oktober darf mit dem J1-Visum bis zu vier Monate lang ein Job in einem Summer Camp ausgeübt werden, meist gibt es dafür sogar noch eine kleine Entlohnung – zusätzlich zu Kost und Logis. Im Anschluss an das Camp gibt es mit dem J1-Visum die Möglichkeit, noch für einen Monat lang die USA zu bereisen. Ein Aufenthalt in den USA ist also bis zu fünf Monate möglich.

Wer sich für einen Job in einem Summer Camp interessiert, sollte zwischen 18 und 25 Jahre alt sein – in diesem Alter ist die Wahrscheinlichkeit genommen zu werden am höchsten. Um das J1-Visum zu beantragen, muss bereits eine Zusage für einen Job vorliegen. Im Unterschied zum Work and Travel Visum in Kanada, Neuseeland oder Australien ist es nicht möglich, einfach mal in die USA einzureisen und dann vor Ort nach einem Job Ausschau zu halten.

Für ein Praktikum in die USA

Ein Praktikum ist eine weitere attraktive Möglichkeit in den USA zu leben, zu arbeiten und zu reisen. Auch hierfür wird das J1-Visum benötigt, das nur mit einer bereits vorhandenen Praktikumszusage beantragt werden kann. Weiterhin müssen Visumsbewerber

  • gute Englischkenntnisse nachweisen
  • an einer Hochschule oder Berufsschule eingeschrieben sein
  • das Praktikum höchstens 12 Monate nach Hoch- oder Berufsschulabschluss absolvieren.

Darüber hinaus muss das Praktikum einen inhaltlichen Bezug zum Studium beziehungsweise zur Ausbildung haben und darf höchstens 12 Monate dauern. Im Rahmen des Praktikums ist es dann auch möglich das Land zu bereisen und die vielfältige Natur und Kultur der Vereinigten Staaten kennenzulernen. Dafür können Praktikanten entweder die Wochenenden oder ihren Urlaub nutzen oder die 30 Tage im Anschluss an ihr Praktikum, die sie mit dem J1-Visum noch in den USA verbleiben dürfen.

In die USA als Au Pair

Sie haben den Traum Amerika stets im Kopf, doch leider fehlt das nötige Kleingeld? Dann gibt es immer noch die Möglichkeit, als Au-Pair in die USA zu gehen.
Sie haben den Traum Amerika stets im Kopf, doch leider fehlt das nötige Kleingeld? Dann gibt es immer noch die Möglichkeit, als Au-Pair in die USA zu gehen.

Als Au Pair in die USA zu gehen, ist besonders bei jungen Mädchen beliebt. Sie entscheiden sich nach der Schule dafür, für bis zu zwölf Monate in eine Gastfamilie zu ziehen und dort Kinder zu hüten und Aufgaben im Haushalt zu übernehmen.

Auch diese Tätigkeit in den USA geht nicht ohne das J1-Visum, für dessen Beantragung als Au Pair bereits eine Zusage einer Gastfamilie vorliegen muss. Als Au Pair ist es nicht nur möglich, in den Alltag einer amerikanischen Familie einzutauchen und das Leben in den Vereinigten Staaten kennenzulernen. Vielmehr können Au Pairs auch reisen und sich das Land anschauen, um einen möglichst breiten Einblick zu bekommen. Dafür können sie Urlaub von ihrer Gastfamilie erfragen, die Wochenenden nutzen oder Gebrauch von der 30-Tage-Periode machen, die ihnen das Visum im Anschluss an ihre Au Pair-Tätigkeit bietet.

Alternativen zu Work and Travel in den USA

Wer keine Möglichkeit hat in einem Summer Camp zu arbeiten oder ein Praktikum zu absolvieren, da er zu alt ist oder nicht mehr in der Ausbildung steckt, der kann auch einfach so die USA bereisen. Bis zu 90 Tage ist es möglich als Tourist im Land zu bleiben und zu reisen – dafür benötigen deutsche Staatsbürger nur eine gültige ESTA-Erlaubnis.

Als Erwachsener in den USA zu arbeiten ist ebenfalls möglich – als Deutscher ist eine Bewerbung auf verschiedene Positionen bei entsprechenden Sprach- und Fachkenntnissen kein Problem. In der Regel helfen Arbeitgeber dann auch bei der Beschaffung des Visums.

Auch als Expat ist der Schritt über den großen Teich möglich – dabei werden deutsche Angestellte von ihren Firmen in eine Niederlassung in den USA geschickt, wo sie dann für eine begrenzte Zeit arbeiten.