Phasenweise Wiedereröffnung der US-Nationalparks

Partner von Marco Polo

Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie bereits im März sämtliche Nationalparks in den USA geschlossen worden waren, werden diese nun nach und nach wieder geöffnet. Doch wie überall müssen sich die Besucher auch hier auf eine neue Normalität mit Social Distancing und Mundschutz einstellen. Die eingeschränkte Wiedereröffnung ist ein Kompromiss und ein erster Versuch, die Parks zumindest teilweise wieder zugänglich zu machen.

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Parks sollen nach und nach geöffnet werden | Kritiker halten Wiedereröffnung für verfrüht

Doch die Öffnung, die in Folge von Präsident Trumps Ankündigung Ende April erfolgte, hat nicht nur Befürworter, sondern stößt teilweise auch auf harsche Kritik.

Parks sollen nach und nach geöffnet werden

Der Yellowstone-Nationalpark ist der älteste Nationalpark der Welt.
Der Yellowstone-Nationalpark war der erste wiedereröffnete Park.

Um die Nationalparks wieder zugänglich zu machen und Geld in die gebeutelten Kassen zu spülen, testet der National Park Service nun ab Mai, zahlreiche Parks im gesamten Land wieder zugänglich zu machen. Um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Besucher zu verbessern, setzt man dabei unter anderem darauf, nicht alle Einrichtungen der Parks zu öffnen, vermehrt durch die Nationalparks zu patrouillieren und mit Schildern auf Social Distancing und ein verantwortungsvolles Verhalten hinzuweisen. Saisonarbeiter müssen teilweise eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie ihren Dienst im Nationalpark antreten dürfen.

Ob und wann weitere Teile der Nationalparks und anderer Gebiete in der Verantwortung des NPS geöffnet werden, hängt dabei davon ab, wie umsichtig sich die ersten Besucher der einzigartigen Landschaften verhalten. Die phasenweise Öffnung soll dem National Park Service helfen, Hygienemaßnahmen umzusetzen, um den Besuch für Mitarbeiter wie Besucher so sicher wie möglich zu gestalten.

Bereits teilweise wieder geöffnet sind derzeit folgende Parks und Gebiete:

Kritiker halten Wiedereröffnung für verfrüht

Die Wiedereröffnung der beliebten Bereiche stößt in den USA auf teilweise harsche Kritik. Es herrschen Zweifel, dass die Sicherheit von Mitarbeitern zum gegenwärtigen Zeitpunkt gewährt werden kann. Denn bereits vor der Corona-Pandemie stand der National Park Service vor Problemen, die Menschenmassen vor Ort zu bewältigen. Nun fürchtet man – nachdem die Bürger wochenlang auf vieles verzichten mussten – einen wahren Ansturm auf die Nationalparks. Mit den damit verbundenen Sicherheitsrisiken.

Jedoch ist es aus finanziellen Gründen auch schwierig, die Parks langfristig geschlossen zu halten. So weist eine Analyse der NPCA darauf hin, dass dem National Park Service durch die Schließung allein im April 25 Millionen US-Dollar an möglichen Einnahmen verlorengegangen sein könnten. Dem entgegen stehen hohe Kosten für Reparatur- und Wartungsmaßnahmen. Allein für Parks in Kalifornien wird mit Kosten von etwa 1,9 Milliarden US-Dollar gerechnet.