Tourismus in New York City könnte bis 2024 brauchen, um sich zu erholen

Partner von Marco Polo

Rund 66,6 Millionen Menschen besuchten die Weltmetropole im Jahr 2019. Dann kam die Corona-Pandemie und mit ihr die dramatischen Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Nach aktuellen Schätzungen werden es im Jahr 2020 nur rund 22,9 Millionen Besucher gewesen sein, die “Big Apple” einen Besuch abstatteten. Und auch wenn es durch die neu zugelassenen Impfstoffe Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität gibt, so könnte es Schätzungen zufolge noch bis ins Jahr 2024 hinein dauern, bis sich die Tourismusbranche in New York City wieder erholt hat.

Inhaltsverzeichnis
Fast 400.000 Jobs stehen in Zusammenhang mit dem Tourismus | Erholung nicht vor 2023 erwartet

Bereits zum zehnten Mal in Folge konnte New York City im Jahr 2019 bei den Besucherzahlen einen Rekord einfahren. Ein Fünftel der insgesamt 66,6 Millionen Touristen stammte dabei aus dem Ausland. Nun muss die Stadt einen Rückgang von 66 Prozent bewältigen. Eine schwere Aufgabe.

Fast 400.000 Jobs stehen in Zusammenhang mit dem Tourismus

41 aktive Broadway-Theater gibt es in New York. Und in jedem davon warten Theaterstücke und Musicals mit hochkarätiger Besetzung darauf, entdeckt zu werden.
41 aktive Broadway-Theater gibt es in New York. Und in jedem davon warten Theaterstücke und Musicals mit hochkarätiger Besetzung darauf, entdeckt zu werden.

New York City ist eine Stadt, die in hohem Maße vom Tourismus abhängig ist. Fast 400.000 Jobs und rund 70 Milliarden Dollar stehen mit der Reisebranche im Zusammenhang. Hotels, Einzelhändler, Restaurants und bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Times Square haben mit der derzeitigen Situation schwer zu kämpfen. Einige davon mussten dauerhaft schließen.

Der Broadway, der im letzten Jahr allein 9,6 Millionen Besucher von außerhalb anlockte, wird frühestens im Juni 2021 wieder öffnen. Allein 97.000 Menschen verdienen mit und durch den Broadway ihren Lebensunterhalt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen allein durch den Broadway werden auf 14,8 Milliarden Dollar geschätzt.

Andere bekannte Attraktionen wie die Freiheitsstatue sind zwar geöffnet, aber nur eingeschränkt zugänglich. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es durch die ansteigenden Coronazahlen in den USA zu weiteren Einschränkungen kommen wird.

Ein wenig Erleichterung soll die von NYC & Company initiierte Staycation-Kampagne schaffen, die die New Yorker Bevölkerung dazu ermutigen soll, in der Stadt auszugehen und Geld auszugeben.

Erholung nicht vor 2023 erwartet

Laut NYC und Co. gibt es durch die Zulassung der Impfstoffe Grund zur Hoffnung, dass zumindest die Regional- und Kurzstrecken-Inlandsreisen im späten Frühjahr und Frühsommer wieder anziehen könnten. Werden die Beschränkungen für Großveranstaltungen und Meetings im Jahr 2022 gelockert, ist auch wieder mit einer Zunahme der Menschen zu rechnen, die die Weltmetropole aus geschäftlichen Gründen besuchen.

Besucherzahlen von rund 65 Millionen könnten dem Bericht zufolge im Jahr 2023 wieder erreicht werden. Für 2024 werden derzeit Zahlen von 69,2 Millionen prognostiziert. Der Bericht orientiert sich dabei an der Zeit, die es nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 dauerte, bis sich der internationale Reiseverkehr wieder erholt hatte.