US-Tourismus litt 2020 weltweit am meisten

Eine der Branchen, die mit am meisten unter der Pandemie zu leiden hat, ist definitiv die Reisebranche, die allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 weltweit einen Gesamtverlust von 935 Milliarden US-Dollar verzeichnen musste. Den größten Verlust an Tourismuseinnahmen hatten dabei die USA zu verzeichnen. Hier musste man auf 147,2 Milliarden US-Dollar an Tourismuseinnahmen verzichten.

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Inhaltsverzeichnis
Die USA sind eines der beliebtesten Reiseziele weltweit | 2020 war extrem schwierig | Tourismusverbände zeigen sich vorsichtig optimistisch | Einreise in die USA nur noch mit negativem Testergebnis oder ärztlichen Bescheinigung möglich

Die Zahlen basieren auf Angaben der UN World Tourism Organization und der Weltbank.

Die USA sind eines der beliebtesten Reiseziele weltweit

Noch 2019 wurden die USA von rund 80 Millionen ausländischen Besuchern bereist.
Noch 2019 wurden die USA von rund 80 Millionen ausländischen Besuchern bereist.

Berühmte Städte, unglaubliche Nationalparks und zahlreiche weltbekannte Sehenswürdigkeiten. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben Besuchern viel zu bieten und es ist für viele ein Lebenstraum, einmal oder auch mehrmals im Leben die USA zu besuchen. Viele machen ihn wahr. Im Jahr 2019 besuchten rund 80 Millionen ausländische Besucher die USA, wobei die Tourismus- und Reisebranche über 1,1 Billionen US-Dollar zum BIP beitrug. Ein großer Sektor, der nicht nur für die Wirtschaft der USA im Allgemeinen von großer Bedeutung ist, sondern auch für zahlreiche Menschen die Existenzgrundlage darstellt.

2020 war extrem schwierig

Im letzten Jahr wurde die Reise- und Tourismusbranche in den USA, aber auch weltweit auf eine harte Probe gestellt. Viele Länder waren gezwungen, ihre Grenzen zu schließen, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus einzudämmen. Zudem wurde die Einreise aus anderen Ländern erschwert. Bei den Ankünften internationaler Besucher in Europa, Nord- und Südamerika war ein Rückgang von 68 Prozent zu verzeichnen. Die Folge sind enorme finanzielle Einbußen.

Tourismusverbände zeigen sich vorsichtig optimistisch

Die USA hatten bis Januar 2021 mehr Covid-19-Fälle und Corona-Tote zu verzeichnen, als alle anderen Länder der Welt. Entsprechend ist auch bei den Amerikanern die Reisestimmung eher getrübt. Etwa die Hälfte der Amerikaner gab in einer kürzlichen Umfrage an, derzeit kein Interesse an Reisen zu haben. Zudem sind viele der Ansicht, Reisen sollten derzeit auf das Nötigste beschränkt werden und würden es vorziehen, derzeit keine Touristen in ihrer Gemeinde zu haben. Nichtsdestotrotz scheinen sich zumindest einige Amerikaner schon wieder für Reisen zu interessieren und Urlaube zu planen. Verantwortlich dafür könnte die Entwicklung des Impfstoffes sein. Ein Hoffnungsschimmer für die Tourismusverbände.

Einreise in die USA nur noch mit negativem Testergebnis oder ärztlichen Bescheinigung möglich

Eine Einreise in die USA ist nur noch mit einem negativen Testergebnis möglich.
Eine Einreise in die USA ist nur noch mit einem negativen Testergebnis möglich.

Die Einreise in die USA bleibt von Europa aus aber erst einmal schwierig. Vom aktuellen Einreiseverbot ausgenommen sind derzeit nur:

  • US-Staatsbürger
  • Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA
  • Personen, die in einem nahen Verwandtschaftsverhältnis zu vorgenannten Personen stehen
  • Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen

Darüber hinaus gelten für alle Personen, die in die USA einreisen, strenge Regelungen. So müssen alle Flugpassagiere, die aus dem Ausland in die USA einreisen ein negatives Covid-19-Testergebnis oder eine ärztliche Bescheinigung über die Genesung vorlegen. Ohne diesen Nachweis dürfen Passagiere nicht mehr befördert werden.

Einige allgemeine Informationen zu den Regelungen:

  • Die neuen Regelungen gelten für alle Personen, die mindestens 2 Jahre alt sind.
  • Sie betreffen nicht die Reise von einem Bundesstaat in einen anderen.
  • Es sind sowohl PCR- als auch Antigen-Tests erlaubt.
  • Der Test darf höchstens drei Tage alt sein.
  • Ein Zwischenstopp darf maximal 24 Stunden dauern. Andernfalls ist ein erneuter Test notwendig.
  • Bei Reisen, die weniger als drei Tage dauern, kann der Test auch für die Rückreise verwendet werden oder es kann vor dem Rückflug ein Schnelltest erfolgen.
  • Verspätet sich ein Flug über das Drei-Tage-Fenster hinaus, muss ein neuer Test gemacht werden.
  • Außengebiete wie Puerto Rico oder die Jungferninseln sind von der Regelung ausgenommen.
  • Der Nachweis kann in Papierform oder in elektronischer Form mitgeführt werden. Teilweise (z. B. bei United Airlines) ist es auch möglich, den Nachweis vorab online zu hinterlegen. Es wird aber dringend empfohlen, zur Sicherheit einen ausgedruckten Nachweis mitzuführen.
  • Wer innerhalb der letzten drei Monate positiv getestet wurde, braucht eine ärztliche Bescheinigung, die die Reise erlaubt.
  • Liegt die Coronainfektion mehr als drei Monate zurück, ist ein neuer Test notwendig.
  • Die Testpflicht gilt auch für Privatflugzeuge und geimpfte Personen.

Eine Neuerung, die die Reiselust dämpfen könnte, sollten 2021 wieder touristische Reisen in die USA möglich sein.