Schlaflos im USA-Urlaub? So schläft man besser trotz Zeitverschiebung

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein vielseitiges Reiseland. Insgesamt 50 Bundesstaaten zwischen Alaska im Nordwesten bis nach Kalifornien im Süden sowie die Hawaii-Inseln im Pazifik bieten ganzjährig eindrucksvolle Urlaubserlebnisse. An die Zeitverschiebung und den Lebensstil in den USA muss man sich jedoch zuerst gewöhnen.

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Inhaltsverzeichnis
Was ist der First-Night-Effekt? | Anpassung an individuelle Bedürfnisse | Jetlag schneller überwinden | Reisebedingte Schlafstörungen vermeiden | Klima ist von Region zu Region der USA unterschiedlich

Wer die USA als Reiseziel auswählt, möchte ein äußerst vielfältiges Land kennenlernen. Anhand einer Checkliste für den Urlaub kann man sich gezielt auf die Reise vorbereiten.

Was ist der First-Night-Effekt?

Nach einem langen Flug ist die erste Nacht im Hotel meist nicht erholsam.
Nach einem langen Flug ist die erste Nacht im Hotel meist nicht erholsam.

Erwartet man allerdings nach der Ankunft am Zielort, endlich wieder einmal auszuschlafen, wird man möglicherweise enttäuscht. Wenn man sich schlaflos im Bett wälzt, ist dies auf die Zeitumstellung, eine neue Umgebung sowie auf die ungewohnte Klimazone zurückzuführen. Dieses Phänomen wird auch als „First-Night-Effekt“ bezeichnet. Oft ist die erste Nacht in einem Hotel wenig erholsam, auch wenn man in komfortabler Umgebung nächtigt. Das Gehirn reagiert auf Ungewohntes, indem es konstant in Alarmbereitschaft bleibt. Im ungünstigen Fall beruhen die Schlafprobleme auf einer durchgelegenen Matratze oder die Bettunterlage ist zu hart oder zu weich.

Sogar die Richtung des Bettes kann die Schlafqualität beeinflussen. Typisch für die USA sind Boxspringbetten. Diese Bettsysteme, die in Amerika entwickelt wurden, unterscheiden sich in ihrem Aufbau erheblich von gewöhnlichen Betten. Ein Boxspringbett besteht aus einer Federkernbox, einem Topper und einer Federkernbox.

Diese drei Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt, um den größtmöglichen Schlafkomfort zu gewährleisten. Die mit einem Bonell- oder Tonnentaschenfederkern ausgestattete Box dient beim Boxspringbett als Unterfederung. Daran schließt sich eine als Obermatratze bezeichnete Matratze an. Den oberen Abschluss bildet eine dünnere Matratze, der sogenannte Topper, der auch Top-Matratze oder Toppermatratze genannt wird. Ein Topper kann abhängig vom Bettsystem und passend zum bevorzugten Liegegefühl ausgewählt werden.

Anpassung an individuelle Bedürfnisse

Damit man nachts bequem liegt und entspannt schlafen kann, sollte das Boxspringsystem den individuellen Bedürfnissen entsprechen. Ergonomisch-korrektes Liegen trägt zum erholsamen Schlaf bei, unabhängig davon, ob man Rücken- oder Seitenschläfer ist. Der spezifische Aufbau aus drei Komponenten sorgt beim Boxspringbett für die komfortable Höhe, sodass der Einstieg ins Bett ebenso wie der Ausstieg aus dem Bett erheblich erleichtert werden. Mit durchschnittlich 50 bis 70 Zentimetern ist die Einstiegshöhe bei Boxspringbetten wesentlich höher als bei herkömmlichen Betten. Als vorteilhaft erweist sich die Funktion des Toppers als Matratzenschoner. Dadurch wird verhindert, dass sich Kuhlen bilden und die Matratze schnell durchgelegen ist.

Die zusätzliche Federung in der Box trägt zudem dazu bei, dass der Druck besser abgeleitet wird und das Boxspringbett länger komfortabel bleibt. Mittlerweile wird das amerikanische Bettsystem überall auf der Welt genutzt. In Deutschland findet man Boxspringbetten günstig im Online-Shop, wie beispielsweise hier. Damit man während des Urlaubs in einem fremden Bett besser schläft, kann ein eigenes Kissen mitgebracht werden. Der gewohnte Gegenstand dient in einer ungewohnten Umgebung als kleine Erleichterung beim Einschlafen.

Jetlag schneller überwinden

Der Jetlag tritt nach Langstreckenflügen über mehrere Zeitzonen auf.
Der Jetlag tritt nach Langstreckenflügen über mehrere Zeitzonen auf.

Nach dem Flug ist man endlich am Urlaubsziel in den USA angekommen. Die lange Reise, eine andere Klimazone und zahlreiche neue Eindrücke müssen nun verarbeitet werden. Bei längeren Flugreisen über mehrere Zeitzonen kommt es häufig zum Jetlag. Dabei handelt es sich um eine Befindensstörung, die sich durch verschiedene Symptome bemerkbar macht. Mit einem Jetlag werden Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen, erhöhtes Schlafbedürfnis, Tagesschläfrigkeit und Konzentrationsschwäche in Verbindung gebracht. Auch Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme, die in den ersten Tagen nach einem Langstreckenflug auftreten, können darauf zurückzuführen sein.

Ursächlich ist der schnelle Wechsel der Zeitzonen für die Jetlag-Symptome verantwortlich. Vorbeugen kann man, indem man sich bereits vor Abflug an die neue Zeitzone anpasst. Der Schlaf-Wach-Rhythmus gerät häufig nach längeren Flugreisen über mehrere Zeitzonen hinweg aus dem Gleichgewicht. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, nach Ankunft in den USA nicht direkt ins Bett zu gehen. Landet das Flugzeug mittags in New York, kann ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft helfen, sich an die klimatischen Bedingungen vor Ort zu gewöhnen.

Aufenthalt im Freien schafft Abhilfe

Beim Aufenthalt im Freien hemmen die Sonnenstrahlen die Bildung des Schlafhormons Melatonin, sodass man nicht sofort müde wird. Die Zeit bis zur regulären Schlafenszeit kann auch durch leichte sportliche Aktivitäten, wie etwa Joggen oder Fahrradfahren überbrückt werden. Zur Ruhe begeben sollte man sich erst, wenn es am Zielort Nacht geworden ist. Es ist ratsam, auf üppige Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen zu verzichten. Der Körper ist sonst lange damit beschäftigt, die Nahrungsmittel zu verdauen, sodass an Schlaf nicht zu denken ist. Ein leichtes Essen wird zudem von einem empfindlichen Magen besser vertragen. Geeignet für eine gesunde Abendmahlzeit sind mageres Fleisch mit Gemüse und Kartoffeln, eine Suppe oder ein Salat. Ebenso wie die Schlafroutine kann sich auch das Essverhalten im Urlaub in einem anderen Land ändern.

Reisebedingte Schlafstörungen vermeiden

In den Amerika-Ferien wollen die meisten Menschen typische US-amerikanische Spezialitäten ausprobieren. Die lokale Küche ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Außerdem wird in den Vereinigten Staaten regional sehr verschieden gekocht. Während die Küchentraditionen in Neuengland eher britisch sind, ist der Kochstil im Süden der USA eher französisch-karibisch. Damit sich die Ernährungsumstellung nicht negativ auf den Schlafrhythmus auswirkt, empfiehlt es sich, zumindest in den ersten Tagen auf ungewohnte Speisen zu verzichten.

Koffein hat eine anregende Wirkung und kann reisebedingte Schlafstörungen zusätzlich fördern. Das Nerven anregende Stimulans ist nicht nur im Kaffee, sondern auch in Tee, Cola, Energy-Drinks und Schokolade enthalten. Bei Einschlafschwierigkeiten sollten koffeinhaltige Getränke vorübergehend gemieden werden. Die beste Voraussetzung für entspannten Schlaf ist regelmäßige Bewegung. Das gewohnte Fitnessprogramm kann auch im Urlaub weitergeführt werden. Sportliche Aktivitäten sind überall in den USA möglich. Die bekanntesten US-Sportarten sind Basketball, Baseball, American Football und Eishockey. Neben diesen Mannschaftssportarten interessieren sich die Amerikaner*innen auch für Tennis, Golf und Badminton.

Klima ist von Region zu Region der USA unterschiedlich

An den Stränden wird eine Vielzahl von Wassersportarten angeboten. Welche Saison die beste Reisezeit für die USA ist, hängt vom Reiseziel ab. Im Süden der Vereinigten Staaten ist es heißer als in den Wäldern und im Gebirge der Nationalparks im Norden. Die Luftfeuchtigkeit ist im grünen Osten des Landes höher als im kargen Westen. In den höher gelegenen Nationalparks kann es im Frühling und ab Herbst relativ kühl sein. Daher gehören eine warme Jacke und dicke Pullover bei Trekkingtouren unbedingt ins Reisegepäck.