Buffalo – Eine heiße Stadt mit weltberühmten Wasserfällen

Mit über 260.000 Einwohner ist Buffalo die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates New York. Vor allem die Nähe zu den weltberühmten Niagarafällen macht die Stadt so bekannt.

Mit über 260.000 Einwohner ist Buffalo die zweitgrößte Stadt des US-Bundesstaates New York. Vor allem die Nähe zu den weltberühmten Niagarafällen macht die Stadt so bekannt.

New York hat für USA-Fans meist einen ganz besonderen Klang. Nicht nur, weil New York City eine der aufregendsten Städte des Landes, wenn nicht der ganzen Welt ist. Sondern auch, weil der gleichnamige US-Bundesstaat ebenfalls eine Menge zu bieten hat. So befinden sich etwa die weltberühmten Niagarafälle auf dem Gebiet des Staates New York. Gar nicht weit davon liegt eine Stadt, die vielleicht nicht in die allererste Liga gehört, aber dennoch unbedingt besuchenswert ist. Die Rede ist von Buffalo, das am östlichen Ende des Eriesees liegt. Von hier aus kann man schon nach Kanada hinüberschauen und die Lage lässt erahnen, in welch wunderschöne und interessante Landschaft die Stadt eingebettet ist.

Buffalo selbst hat zwar nur rund 250.000 Einwohner, ist als zweitgrößte Stadt des Bundesstaates New York aber Teil einer Metropolregion mit weit über einer Million Menschen. In Buffalo wurde mehr als einmal amerikanische Geschichte geschrieben. Für historisch interessierte Besucher gibt es entsprechend viel zu sehen. Bemerkenswert ist übrigens auch das Klima der Stadt. Buffalo hat den angenehmen Ruf, den wärmsten und trockensten Sommer aller Großstädte im Nordosten der USA zu haben. Nimmt man dazu die Freizeitqualität, die die Lage am Eriesee mit sich bringt, dann könnte man in Buffalo sogar einen echten Sonnenurlaub machen.

Wetter hin, Wetter her

Apropos Sonnenurlaub. Auch das Gegenteil ist in dieser spannenden Stadt möglich. Wer endlich mal wieder eine stimmungsvolle weiße Weihnacht erleben möchte, der ist in Buffalo unbedingt richtig. Die Winter am Eriesee sind lang, hart und mächtig verschneit. Okay, mit Skipisten kann Buffalo nicht aufwarten, aber ein „Winter Wonderland“ ist hier von Dezember bis März garantiert. Und die Niagarafälle im Winter sind wirklich auch nicht zu verachten. In den heißen Sommermonaten dagegen fragt man sich, warum die Stadt trotz der Hitze so grün und frisch wirkt. Das Geheimnis liegt darin, dass die Niederschläge überwiegend nachts fallen und somit fast unbemerkt jene Feuchtigkeit spenden, die die Pflanzenwelt zum Überleben braucht. Egal also, welche Jahreszeit man sich für einen Besuch aussucht, das Wetter wird nicht enttäuschen. Allerdings muss man sich unter Umständen auf sehr rasche und plötzliche Übergänge von einer Jahreszeit zur anderen einrichten.

Landkarte

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Präsidentengeflüster

Die 115 Meter hohe Buffalo City Hall ist das Rathaus der Stadt im Bundesstaat New York.

Die 115 Meter hohe Buffalo City Hall ist das Rathaus der Stadt im Bundesstaat New York.

Einen raschen und plötzlichen Übergang ganz anderer Art mussten die Amerikaner im Jahre 1901 hinnehmen. Im Herbst besuchte ihr damaliger Präsident, William McKinley, die Pan-American-Ausstellung, die vom 1. Mai bis zum 2. November in Buffalo stattfand. Vergleichbar mit einer Weltausstellung wurden dort bahnbrechende neue Erfindungen und technische Entwicklungen einem breiten Publikum gezeigt. Traurige Berühmtheit erlangte die Ausstellung jedoch durch das Attentat, das während seines Besuches auf Präsident McKinley verübt wurde. Er wurde von zwei Kugeln niedergestreckt und starb eine gute Woche später in Buffalo an den Folgen des Attentats. Sein Nachfolger, Theodore Rooselvelt, wurde daraufhin als 26. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in der Wilcox Mansion vereidigt. Heute ist das Gebäude als „Theodore Roosevelt Inaugural National Site“ (641 Delaware Ave, nps.gov/thri) eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Während der geführten Tour, die jeden Tag mehrfach angeboten wird, werden die dramatischen Ereignisse des tragischen Machtwechsels wieder lebendig. Gleichzeitig erfahren die Besucher aber auch viel über Roosevelts Präsidentschaft, die heute als eine der einflussreichsten und wichtigsten der gesamten US-amerikanischen Geschichte gilt. Übrigens, ein anderer US-Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel, hat seinen Besuch in Buffalo unbeschadet überstanden. Abraham Lincoln logierte im Februar 1861 während seines Besuchs in Buffalo im „American Hotel“ an der Main Street. Seinen Tod fand er erst gut vier Jahre später, als er in einem Theater in Washington D.C. angeschossen wurde und einen Tag später seinen Verletzungen erlag.

Zurück ins pralle Leben

Nach so viel Drama kann ein Ausflug in das unbeschwerte Buffalo der Gegenwart nicht schaden. Tagsüber wird man sich im Stadtviertel Elmwood wohlfühlen. Dort reihen sich kleine, unabhängige Geschäfte, Restaurants und Cafés aneinander. Hierher kommen auch die Einheimischen, um zu shoppen und zu chillen. Wer abends schick ausgehen möchte, dem sei die Gegend am Erie Canal ans Herz gelegt. Dort lässt es sich wunderbar flanieren und es gibt viele Restaurants und Bars, in denen man sich treiben lassen kann. Ein besonderer kulinarischer Tipp sind die „Buffalo wings“, die es an (fast) jeder Ecke gibt. Wie der Name verrät, sind die pikanten Grillstückchen in Buffalo erfunden worden und werden hier perfekt zubereitet.

Kunst und Natur

Schroffe Schönheit, eine unglaubliche Naturgewalt und Ehrfurcht gebietende, gewaltige Wassermassen: Die Niagarafälle locken jedes Jahr über 22 Millionen Besucher an.

Schroffe Schönheit, eine unglaubliche Naturgewalt und Ehrfurcht gebietende, gewaltige Wassermassen: Die Niagarafälle locken jedes Jahr über 22 Millionen Besucher an.

Wer sich für Kunst interessiert, der sollte auf keinen Fall die „Albright Know Art Gallery“ (1285 Elmwood Avenue, albrightknox.org) verpassen. Die Sammlung dieses hellen, freundlichen Museums ist wirklich hochkarätig. Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet, Pablo Picasso, Victor Vasarely, Robert Rauschenberg und Andy Warhol sind nur einige Beispiele, um die Bandbreite der ausgestellten Werke und der Epochen zu veranschaulichen. Übrigens, das Museum ist wunderschön gelegen und man sollte einen Spaziergang mit einplanen. Nur etwa eine halbe Stunde nördlich der Stadt locken die Niagara-Fälle jeden Tag Besucher an. Wer in Buffalo ist, MUSS sich diese weltberühmten Wasserfälle einfach ansehen. Es gibt zahlreiche organisierte Touren; man kann die knapp 30 Kilometer aber auch bequem mit dem Auto, im Greyhound-Bus oder einer Amtrak-Bahn bewältigen. Bitte nicht den Pass vergessen, da man nach Kanada einreisen muss.

Poetische Grüße von Theodor Fontane

Wer hätte gedacht, dass Buffalo in der deutschen Literatur vorkommt? Nun, Kenner des Werkes von Theodor Fontane hätten es sicher gewusst. 1886 veröffentlichte Fontane nämlich seine bald berühmteste Ballade. Ihr Titel „John Maynard“ ist auch der Name eines Steuermanns, der seinen Passagierdampfer über den Eriesee von Detroit nach Buffalo steuert. Kurz vor dem Ziel bricht jedoch an Bord ein Feuer aus. Der tapfere John Maynard sorgt mit seiner Umsicht und seinem Einsatz dafür, dass niemand zu Schaden kommt, er zahlt dafür allerdings mit seinem Leben.

Buffalo in aller Kürze

  • Theodore Roosevelt Inaugural National Site (641 Delaware Ave). Hier wurde Präsident Roosevelt 1901 nach dem Attentat auf Präsident McKinley vereidigt
  • Elmwood ist ein lebendiges Viertel zum Shoppen und Chillen
  • Am Erie Canal geht am abends schick aus
  • Albright Knox Art Gallery (1285 Elmwood Avenue) bietet hochkarätige Kunst
  • die Niagara-Fälle liegen nur knapp 30 Kilometer von Buffalo entfernt. Man erreicht sie mit Bus, Bahn, Mietauto oder einer organisierten Tour.

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