Brooklyn – Die bunte und vielfältige Seite New Yorks

Vor 30 Jahren war Brooklyn eine „No-Go-Area“. Heute ist das Schnee von gestern. Brooklyn hat sich zu einem der spannendsten Bezirke New Yorks entwickelt. Brooklyns Wahrzeichen: Die Brooklyn Bridge.

Wer heute an New York City denkt, dem fällt zuerst wohl immer Manhattan ein. Fast scheint es, als sei dieser Stadtbezirk in der Außenwahrnehmung identisch mit der Metropole am Hudson. Doch das war nicht immer so und vor allem: Inzwischen verschiebt sich die Gewichtung auch wieder. Der große Gewinner dieses Prozesses ist Brooklyn.

Noch vor nicht einmal 30 Jahren war Brooklyn eine „No-Go-Area“ – zu gefährlich, zu rau, zu dunkel und zu arm für Touristen oder reiche New Yorker. Kein Taxifahrer in Manhattan war damals bereit, einen Fahrgast über die Brooklyn Bridge zu bringen und wer es auf eigene Faust versuchen wollte, der wurde ernsthaft gewarnt. Heute ist das alles Schnee von gestern. Brooklyn hat sich zu einem der spannendsten Bezirke New Yorks entwickelt. Hier tobt inzwischen nicht mehr nur das alternative Leben, sondern hier wird auch investiert ohne Ende. Inzwischen steigen die Mieten und die Grundstückspreise, prominente Künstler leben hier und es gibt Stadtrundfahrten in Bussen, die in Manhattan abfahren. Doch trotz alledem ist Brooklyn immer noch ein Stück New York, das sehr ursprünglich, ganz bescheiden, bunt und vielfältig ist. Brooklyn ist New York City, aber anders.

Von Breukelen zu Brooklyn

Es waren die Holländer, die als erste Europäer Mitte des 17. Jahrhunderts die Gegend rund um Long Island besiedelten. Einen Teil nannten sie Nieuw-Amsterdam, der Teil auf der anderen Seite des Flusses erhielt den Namen Breukelen, benannt nach ihrem Heimatort in der Nähe von Utrecht. Die viel versprechenden Gründungen machten den Holländern allerdings nicht sehr lange Freude. Schon bald verloren sie das Gebiet an die Engländer, die immer größere Teile der Neuen Welt für sich beanspruchten.

Nach dem die Niederländer ihre Kolonie verloren hatten, wurde Neu-Amsterdam in New York umgetauft zu Ehren der einstigen Hauptstadt des englischen Königreichs. Um Breukelen kümmerten sich die neuen Herren weniger. So blieb der Name und wandelte sich lediglich zu Brockland, dann Brocklin, Brookline und schließlich zum heutigen Brooklyn. In der Folge wurde in Manhattan das große Geld verdient, in Brooklyn wurde hart gearbeitet. Hier entstanden die riesigen Schlachthöfe, die Brauereien, die Werften und viele andere Industrieanlagen, die man in Manhattan brauchte, aber nicht auf dem eigenen Territorium haben wollte. Bis 1898 blieb Brooklyn so eine eigenständige Stadt, bis sie schließlich zur Jahrhundertwende doch eingemeindet wurde.

Für viele Auswanderer, die in Amerika eine Zukunft suchten, wurde Brooklyn zu einer neuen Heimat. Hier gab es jede Menge Arbeit, hier gab es preiswerten Wohnraum. Ob Italiener, oder Deutsche, ob Skandinavier, Afroamerikaner oder Juden; in Brooklyn war Platz für alle und für ein friedliches Miteinander, in dem die Eigenheiten der jeweils anderen respektiert wurden. Bis heute sind viele Stadtteile von dieser Toleranz, der Einzigartigkeit der Bevölkerungsgruppen und von dieser Aufbruchszeit geprägt.

Dazwischen allerdings gab es wirklich düstere Zeiten. Der Niedergang Brooklyns begann mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit einem Mal änderte sich die gesamte politische und wirtschaftliche Weltlage und vieles, was in Brooklyn produziert worden war, gab es nun woanders billiger, manchmal auch besser. Fabriken wurden zu Brachen, vieles verfiel und verwilderte. Es dauerte mehrere Jahrzehnte, bis in den 1990ern der Wandel zum Besseren begann. Er hat nach wie vor noch nicht ganz Brooklyn erfasst. Am wenigsten profitiert haben bislang die Trabantenstädte in East New York, in denen nach wie vor eine hohe Arbeitslosigkeit und große Armut herrschen.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in Brooklyn finden Sie auf dem Buchungsportal www.booking.com.

Mit dem Bus durch verschiedene Welten

Die Stadtrundfahrten in New York sind ein Muss für jeden Touristen. Hier befindet sich der Bus am "Soldiers' and Sailors' Arch" - einem Triumphbogen in Brooklyn

Die Stadtrundfahrten in New York sind ein Muss für jeden Touristen. Hier befindet sich der Bus am „Soldiers‘ and Sailors‘ Arch“ – einem Triumphbogen in Brooklyn

Einen unkomplizierten ersten Eindruck von Brooklyn kann man sich während einer Stadtrundfahrt verschaffen. Die bucht man online und kann sich danach bequem in den Bus setzen. Dort können Sie sich auch aussuchen, wo Sie Ihre Tour beginnen wollen. Wer mag, fährt alternativ mit der U-Bahn nach Brooklyn und startet dort eine Tour. Der Vorteil einer Fahrt von Manhattan aus ist aber, dass man über die legendäre Brooklyn-Bridge fährt, die sicher jeder schon einmal in einem Film gesehen hat. Die Tour führt durch die traditionellen jüdischen Viertel und die schicken neuen Gebiete, von denen aus man einen genialen Blick auf die Skyline von New York genießt.

Brooklyn ist ein Paradies für Entdecker. Hier gibt es jede Menge unabhängiger Geschäfte und Werkstätten, hier reihen sich tolle kleine Cafés und Restaurants aneinander. Genau wie in Manhattan sind auch in Brooklyn alle Küchen dieser Welt zuhause – oft allerdings (noch) deutlich preiswerter als am gegenüberliegenden Flussufer. Gut essen und trinken, junge Designer und Modeschöpfer kennenlernen, all das ist in gemütlicher und persönlicher Atmosphäre möglich. Das gilt auch für die Kunst. In der A.I.R. Gallery (www.airgallery.org) ist Hochnäsigkeit ein Fremdwort, Besucher sind dort wirklich gern gesehene Gäste. Nicht selten sind die Künstler, die dort gerade ausstellen, auch tatsächlich anwesend und für einen kleinen Plausch nicht zu schaden.

Das Brooklyn Museum ist das zweitgrößte Museum in New York City. Der Bestand umfasst eine große Kunstsammlung.

Das Brooklyn Museum ist das zweitgrößte Museum in New York City. Der Bestand umfasst eine große Kunstsammlung.

Etwas etablierter geht es da schon im Brooklyn Museum (www.brooklynmuseum.org) zu. Dieses Haus ist immerhin das zweitgrößte Museum von New York City und es präsentiert eigene Sammlungen aus dem Alten Ägypten sowie aus Asien. Gleichberechtigt daneben werden aber auch Gemälde und Skulpturen aus dem 19. Und 20. Jahrhundert gezeigt; darunter Werke so großer Namen wie Georgia O’Keeffe und Robert Rauschenberg. Ein Besuch lohnt sich unbedingt; nicht zuletzt auch wegen der ständig wechselnden, sehr anspruchsvollen Sonderausstellungen.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Brooklyn finden Sie auf www.getyourguide.de.

Ein Wort zum guten Schluss

Die Zeiten haben sich zwar geändert, eines aber ist geblieben: Bis heute fahren die gelben New Yorker Taxis nur ungern nach und in Brooklyn. Das ist aber inzwischen kein Problem mehr. Seit einiger Zeit gibt es nämlich die Brooklyn Taxis. Die sind grün und man kann sie ebenso auf offener Straße anhalten wie ihre gelben Kollegen auf der anderen Seite des East River.

Brooklyn in aller Kürze

  • Stadtrundfahrten durch Brooklyn starten auch von Mahattan aus, sie führen über die legendäre Brooklyn-Bridge
  • In der A.I.R. Gallery (11 Front Street) stellen Gegenwartskünstler aus
  • Das Brooklyn Museum (200 Eastern Parkway) zeigt Kunst des 19. Und 20. Jahrhunderts und ist das zweitgrößte Museum von New York City

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