Aktivitäten in Nationalparks

Die Nationalparks der USA haben viele Sehenswürdigkeiten und mögliche Aktivitäten zu bieten.

Die Möglichkeiten zu Aktivitäten im Park hängen auf der Hand liegend von den Eigentümlichkeiten des Parks ab. Generell sollte man sich bereits bei Reiseplanung über die Möglichkeiten im einzelnen Park informieren.

Aufgrund der häufig gegebenen Größe der Nationalparks benötigt man viel Zeit und nur wer weiß was er will, sieht auch tatsächlich das, was ihn interessiert. Das gilt im besonderen für Naturobjekte wie Tiere, Geysire usw., die sich nicht nach dem touristischen Plan zu richten pflegen. Da im Internet bereits zahlreiche gute Websites bestehen, werden wir grundsätzlich keine eigenen Seiten veröffentlichen, sondern lediglich die Links zusammentragen. Unabhängig davon gelten für die vom National Park Service verwalteten Gebiete und Objekte grundsätzliche Strukturen, die fast immer anzutreffen sind:

Besucherzentrum (Visitor Center)

Mindestens ein Visitor Center ist fast immer vorhanden. Dies sollte stets die erste Anlaufstelle sein, schon deshalb weil die Besucherzentren meist auch in der Nähe der Eingänge liegen und hier Toiletten zu finden sind. Hier erhält man alle grundsätzlichen Informationen, Kartenmaterial usw. Auf Fragen antworten versierte Ranger. Braucht man “Erlaubnisse“ (permits) zum Angeln, Wandern, Campen usw., dann kann man sie hier erhalten Teilweise werden Ausstellungen gezeigt, die Hintergründe zum Park verdeutlichen, auch Dia, Video- und Filmvorführungen mit Parkbezug sind möglich.

Landkarte

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten können variieren, nicht zuletzt in Abhängigkeit von den Jahreszeiten. Entsprechende Auskünfte erhält man entweder am Kassenhäuschen oder im Visitor Center. Im Winter können ganze Parks oder Parkteile geschlossen sein (etwa North Rim des Grand Canyon).

Straßen

Die Parks sind meist durch Parkstraßen erschlossen, sei es um bestimmte Bereiche anzufahren oder als Aussichtsstraße.

Die Parks sind meist durch Parkstraßen erschlossen, sei es um bestimmte Bereiche anzufahren oder als Aussichtsstraße.

Die Parks sind meist durch Parkstraßen teilweise erschlossen, sei es um bestimmte Bereiche anzufahren, sei es als Aussichtsstraße (scenic highway). Innerhalb der Parks liegt die Polizeigewalt bei den Rangern, die die Aufsicht mit eigenen Fahrzeugen wahrnehmen und auch Geschwindkeitsüberschreitungen und weitere Verstöße ahnden. Die Qualität der Parkstraßen ist recht unterschiedlich. Eine Befahrbarkeit ist nicht garantiert. Bei Schotterstraßen usw. kann eine Allradausstattung des Fahrzeugs vorgeschrieben sein. Beachten Sie bei nicht asphaltierten Straßen auch die Bedingungen ihres Autovermieters! Wer interessante Pisten befahren möchte (jeeping), sollte sich entsprechende Fahrzeuge für diesen Zweck mieten. Wo dies möglich und interessant ist, finden sich auch kommerzielle Anbieter (z.B. im Canyonlands NP und im Capitol Reef NP).

In vielen Parks sind Straßen in den Wintermonaten und je nach Witterungslage auch im Frühjahr oder Herbst gesperrt (z.B. Tioga Pass im Yosemite NP). Eine vorherige Information ist hier besonders wichtig, denn Irrtümer können zu stundenlangen Umwegen zwingen oder eine Besichtigung überhaupt unmöglich machen.

Aussichtsstraßen (scenic roads)

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Die landschaftlich reizvollen Naturparks sind für die Masse der Besucher durch Aussichtsstraßen erschlossen. Der Straßenverlauf und die wesentlichen Aussichts- und Besichtigungspunkte sind in den Informationsbroschüren bzw. den Karten verzeichnet. Neben den Visitor Centers sind dies die touristischen Anlaufziele Nummer eins. Entsprechend hoch ist die Besucherfrequenz in der Hauptsaison. Die Zahl der Parkmöglichkeiten an den Aussichtsstraßen ist begrenzt. Wer zur Hauptsaison reist, sollte versuchen die Morgen- und Frühabendstunden für diesen Teil des Besuchsprogramms zu nutzen , um überhaupt die Chance zur Besichtigung zu erhalten. In den touristischen Highlights (Grand Canyon, Yosemite usw.) werden Straßen in der Hauptsaison für den Autoverkehr geschlossen. Die Aussichtspunkte sind dann nur mit Shuttle-Fahrzeugen – kostenlos – erreichbar (allerdings ist der Zeitaufwand entsprechend höher).

Empfohlen sei, an den Aussichtspunkten auch auszusteigen und Wandermöglichkeiten zu nutzen, erst dies ermöglicht den Natureindruck. Man sollte sich von der Unart vieler Amerikaner, alles nur aus dem – fahrenden – Auto heraus zu betrachten und mittels einer snap-shot-Kamera zu verewigen, nicht anstecken lassen. Der sinnvolle Gebrauch des Autos hat hier doch seine Grenzen.

Veranstaltungen

Zumindest in der Hauptsaison bietet jeder Nationalpark eine Reihe von Veranstaltungen, die von den Rangern durchgeführt werden. Entsprechende Hinweise über Zeiten und Angebote erhält man mit den Informationsbroschüren, in den Visitor Centers oder vorab über die entsprechenden Websites. Die Palette der Angebote ist breit: Naturwanderungen allgemein oder mit speziellem Thema, Lagerfeuerabende, Kurse, Exkursionen, Spaziergänge, Diskussionsveranstaltungen, Vorführungen (von Waffen und Geräten, Tänzen usw.). Alle Veranstaltungen sind englischsprachig, da sie sich an den Durchschnittstouristen wenden, jedoch meist gut zu verstehen.

Tierbeobachtungen

Zu den einmaligen und unbedingt empfehlenswerten Eindrücken in vielen Parks sind die möglichen Tierbeobachtungen zu rechnen. Die Tiere haben aufgrund des Zuschnitts der Parks große Freiräume, kommen gleichwohl – freiwillig – in die Nähe der Besucher und verlieren so nicht selten ihre Scheu. Die Gewöhnung an das Dasein menschlicher Besucher eröffnet in der urlaubsbedingten Kürze der Besuchszeit gleichwohl eine Vielzahl von Eindrücken, wenn man entsprechend vorbereitet ist. Eine Checkliste der vorhandenen Tierarten sowie Informationen zu den jeweils günstigsten Tages- oder Jahreszeiten erhält man von den Rangern oder in den Visitor Centers bzw. vorab auf den Websites. So hat man etwa im Yellowstone NP die Chance, Bisons ganz nah zu erleben, gleiches gilt für Alligatoren und die Vogelwelt im Everglades NP; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Dennoch: für Tierbeobachtungen muss man außer einer guten Vorbereitung auch Geduld und Zeit mitbringen. Wie in Zoos gilt: nicht füttern und die Tiere nicht scheuchen, Fluchtdistanzen wahren.

Und: die Warnhinweise in den Informationsbroschüren zum Umgang mit Tieren unbedingt beachten. Leichtsinn und Unachtsamkeit kann zu erheblichen Schäden führen. Trotz der Gewöhnung an den Menschen leben die Tiere nach wie vor frei und wild, es sind keine Zoo-Tiere!

Wandern und Bergsteigen

Viele Besucher der Nationalparks in den USA nutzen ihren Aufenthalt zum Wandern und Bergsteigen.

Viele Besucher der Nationalparks in den USA nutzen ihren Aufenthalt zum Wandern und Bergsteigen.

Als echte Aktivität bieten die Parks zahlreiche Wandermöglichkeiten mit unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgraden (trails). Schon ein kurzer Weg weg von den Hauptanfahrtstraßen kann einen unmittelbaren Natureindruck vermitteln. Von Spazierwegen über Lehrpfade bis hin zu anspruchsvollen mehrtägigen Wandertouren ist vieles im Programm. Wanderkarten und Tips erhält man in den Visitor Centers und von den Rangern. Bei mehrtägigen Wanderungen ist eine vorherige Mitteilung im Visitor Center anzuraten, um im Fall des Falles auch wieder “gefunden“ werden zu können. Außerdem ist eine Information über die örtlichen Witterungsbedingungen auch bei kurzen Wanderungen anzuraten. Einsetzende Regenfälle können vorher trockene Gebiete innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse verwandeln (flash floods). Ohne Ortskenntnisse kann eine solche Situation schnell lebensbedrohlich werden.

Damit Ihre Wanderutensilien komplett sind, haben wir uns hingesetzt und für die Wanderer unter Ihnen eine praktische Checkliste für Tagestouren in den USA erstellt: Checkliste für den Wander-Urlaub in den USA.

Zelten im Hinterland

Bei mehrtägigen Wanderungen im backcountry ist das Zelten häufig die einzige Übernachtungsmöglichkeit. Wenn dies im Park erlaubt ist, ist die Absicht gleichwohl der Parkverwaltung anzuzeigen. Dies hat nicht zuletzt den Sinn, über die Entsorgungsmöglichkeiten für Abfälle, Gefahren durch wilde Tiere und Witterungsänderungen usw. vor Antritt der Wanderung zu informieren. So gelten in Naturparks mit Bären besondere Regelungen für das Aufbewahren von Lebensmitteln.

In Nationalparks mit Bären hat sich zunehmend herausgestellt, dass diese die Scheu vor menschlicher Behausung abgelegt haben und in der Erwartung einer leckeren und einfachen Nahrungsbeschaffung immer dreister werden. Vermehrt kommt es dazu, dass Meister Petz Autos und Zelte aufbricht, um Proviant zu stehlen. Um unliebsame Besucher, die auch gefährlich werden können, von vornherein nicht zu einem Besuch einzuladen, rät der National Park Service zu folgenden Maßnahmen:

  • Lebensmittel stets in luftdichten Behältern aufbewahren. Bären können mit ihrer sensiblen Nase Gerüche über große Entfernungen aufnehmen.
  • Auf Campingplätzen die zur Aufnahme von Essensvorräten vorgesehenen Aufbewahrungsstellen benutzen. Fehlen solche, sollte das Essen in Bäumen o.a. unzugänglich aufgehängt werden. Proviant nicht im Zelt liegen lassen.
  • Im Auto gehören Essensvorräte nicht auf den Rücksitz, sondern in den Kofferraum, nach Möglichkeit in einer Kühlbox.

Angeln

Angeln ist einer der Hauptfreizeitbeschäftigungen der Amerikaner und häufig auch in den Nationalparks zulässig. Benötigt wird ein Berechtigungsschein (fishing license), den man bei der Parkverwaltung erhält. Dabei wird auch über Vorschriften zu Schonzeiten, Fanggrößen, Angelgerät usw. informiert.

Bootsfahrten

Verfügt ein Nationalpark über künstliche oder natürliche Gewässer oder Seen, ist meist auch das Befahren mit Booten, Kanus o.ä. erlaubt. Bei entsprechender touris-tischer Frequenz ist ein Bootsverleiher meist zu finden. Das Angebot kann vom Hausboot bis zur kleinen Schaluppe reichen. Auch kommerzielle Bootsfahrten sind möglich (z.B. im Everglades NP). Wildwasserfahrten in Schlauchbooten (rafting), etwa auf dem Colorado, liegen im Zeitgeist. Hier sind Voranmeldungen Voraussetzung, um einen Platz im Boot zu erhalten.

Reiten

Vereinzelt sind Ritte auf Pferden, Maultieren usw. möglich, etwa bei längeren Wanderungen oder beim Abstieg zur Phantom-Ranch im Grand Canyon. Derartiges wird von kommerziellen Veranstaltern durchgeführt.

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